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Fokus auf die Radler legen
Stadt und ADFC organisieren wieder gemeinsamen Aktionstag – Bürgermeister will weitere Radwege in der Stadt
Oberursel legt sich mächtig ins Zeug, dass mehr Menschen aufs Fahrrad umsteigen. Ein Aktionstag soll umfassend übers Radeln und seine Vorteile sowie die neueste Fahrradtechnik informieren. Und weil man dafür Zeit braucht, gibt es sogar eine Kinderbetreuung.
Von Sabine Münstermann
Oberursel. ![]()
Das Fahrradfahren auf dem Epinay-Platz ist erst seit kurzem erlaubt. Die Freigabe für Radfahrer erstreckt sich allerdings nicht auf die angrenzenden Bereiche der Kumeliusstraße und der Vorstadt. Dort müsste die hier auf unserem Foto zu sehende Radlerin absteigen und ihr Gefährt schieben. Wer Fragen zum Radwegenetz in der Brunnenstadt hat, kann sie bei der Fahrrad- und Touristik-Messe am Stand der Stadtverwaltung stellen. Foto: ReichweinKinder und Jugendliche sind in der Regel fleißige Radfahrer. Nach einer Studie des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) und des Meinungsforschungsinstituts Sinus nutzen bundesweit 53 Prozent der 14- bis 19-Jährigen das Fahrrad täglich oder mehrmals in der Woche. "Bei Kindern zwischen 6 und 13 Jahren sind es sogar 60 Prozent", weiß Paul Needham vom ADFC Oberursel. Allerdings nutzten, so Needham weiter, die jungen Leute das Rad vornehmlich in der Freizeit. Laut Studie fahren bislang nur zehn Prozent aller Schüler mit dem Rad in die Schule. In Oberursel allerdings könnte sich das demnächst ändern. Der Grund: Stadt und ADFC organisieren für Sonntag, 26. Februar, unter dem Titel "Oberursel fährt ab – Tag des Fahrrads" wieder eine Fahrrad- und Touristik-Messe.
Reiseplanung
"Wir haben uns bewusst für einen frühen Termin entschieden, weil es für Radfahrer einfach sinnvoller ist, sich vor Beginn der Saison mit der Thematik auseinanderzusetzen", erklären Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD), Markus Mezger vom ADFC Hochtaunus sowie Patrik Schneider-Ludorff vom ADFC Oberursel/Steinbach unisono. "Es ist bei Fahrrad-Touristen wie bei allen anderen auch: Sie buchen frühzeitig ihre Reisen. Deswegen ist es einfach sinnvoll, eine solche Veranstaltung, auf der sich viele Tourismus-Unternehmen präsentieren, noch in der kalten Jahreszeit stattfinden zu lassen", erklärt Mezger.
Die Touristiker sind aber nicht die Einzigen, die beim "Tag des Fahrrads" von 11 bis 17 Uhr in der Stadthalle zu finden sind. Fahrradgeschäfte haben dort ebenfalls ihre Stände aufgebaut, ebenso die Polizei, die Stadtverwaltung und der ADFC. Bemerkenswert ist die Fülle an Fachvorträgen (siehe ZUM THEMA).
Handlungsbedarf
Damit Familien, die mit ihren großen und kleinen Kindern unterwegs sind, sich vielleicht mal speziell um die Größeren und ihre radsportliche Erziehung kümmern können, bietet der Förderverein der Bommersheimer Kita "Pfützenracker" sogar eine Kinderbetreuung an. Die dürfte bei der Podiumsdiskussion "Fahrrad und Schule" sicher ordentlich in Anspruch genommen werden. Dabei werden nämlich Vertreter des Hochtaunuskreises, der Stadt, der Integrierten Gesamtschule Stierstadt (IGS), des ADFC und der Polizei darüber diskutieren, was dafür spricht, mit dem Rad zur Schule zu fahren, was problematisch sein könnte und was getan werden müsste, um es den Kindern schmackhafter zu machen.
An Letzterem feilt Bürgermeister Brum derzeit selbst: "Wegen des Hessentags hatten wir die Umsetzung unseres Radwegekonzeptes hintangestellt. Aber jetzt kommt ein neuer Schub." Viele Fahrradwege seien bereits gut ausgebaut, egal, ob es sich um Wege in die Stadt oder zur Schule handele oder um touristische. Aber natürlich gebe es weiterhin Handlungsbedarf. Die Sache sei allerdings manchmal nur schrittweise zu lösen: "Entlang der Nassauer Straße wollen wir zusätzlich einen Radweg anlegen. Aber wie überall gilt es auch hier zu bedenken, dass wir unterschiedlichen Anforderungen an eine Radstrecke gerecht werden: Denen von Menschen, die schnell mit dem Rad zur Arbeit oder zur Schule wollen, und denen all jener, die ein bisschen langsamer unterwegs sind."


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