Kleine Baumeister, großer Anbau

Der neue Trakt für die Kita Zauberwald soll im Frühjahr 2013 fertig sein

Erster Spatenstich im Zauberwald: Im neuen Anbau können bis zu 40 Jungen und Mädchen im Alter unter drei Jahren betreut werden. Die Kita mit ihren vier Kindergarten- und zwei Hortgruppen wird damit deutlich größer – eine Herausforderung.

Oberursel. Rosalee, Alexander, Benno und Francesca (von links) halfen mit beim ersten Spatenstich für den neuen großen Anbau für die Kita Zauberwald. Foto: jrDick eingemummelt standen die Jungen und Mädchen aus der Kita Zauberwald auf der Baustelle und trotzten der Kälte. Galt es doch etwas Besonderes zu feiern: den ersten Spatenstich für den großen Anbau. Und fröhlich sangen sie am Mittwoch zur Melodie "Von den blauen Bergen kommen wir": "Wenn die Bagger erst mal rollen und ein Stück der Erde holen, werden wir uns ganz schön dolle freuen."

Wie berichtet, soll der zweistöckige, langgestreckte Anbau entlang der Straße Kleine Schmieh entstehen und an den ersten Turm der städtischen Kita andocken. Läuft alles wie geplant, werden im neuen Trakt dann vom Frühjahr kommenden Jahres an Kleinkinder (bis drei Jahre) betreut.

Drei U3-Gruppen mit insgesamt 30 Plätzen sind vorgesehen, von denen zehn geteilt werden können. Das bedeutet: Eine Familie nutzt das Betreuungsangebot beispielsweise an zwei Tagen in der Woche, eine andere an drei Tagen. Die 30 neuen Plätze sind nach Auskunft der Stadt zwar noch nicht vergeben, aber es gibt bereits Anmeldelisten.

"Aus Elternsicht finde ich es gut, dass es hier im Gebiet nun auch ein U3-Betreuungsangebot gibt", sagt Kathrin Bieling-Schramm. Das erleichtere die Lebensorganisation. "Für die Kita und die Erzieherinnen ist es eine Herausforderung", fügt die Mutter hinzu, die sich im Hort-Elternbeirat der Einrichtung engagiert.

Von einer "schönen Herausforderung" spricht Annette Gallmann, stellvertretende Leiterin der Kita. Bei der Frage nach dem neuen Konzept – ursprünglich waren ja nur zwei Betreuungsgruppen mit je zehn Plätzen für die Kita Zauberwald vorgesehen – verweist sie an Peter Hartmann, Leiter des Geschäftsbereichs Familie, Bildung und Soziales im Rathaus. Dass es nun in den vergangenen drei Monaten noch einmal Änderungen gegeben habe, "war natürlich irritierend", fasst er als Stimmungsbild für das Kita-Team zusammen. Schließlich seien alle Beschlüsse gefasst gewesen. Auch von der Einrichtung eines Familienzentrums im neuen Anbau waren die Erzieherinnen und Erzieher ausgegangen.

Wie berichtet, hatte die Koalition aus SPD, Grünen und OBG mit Blick auf die angespannte Haushaltslage auf eine Überarbeitung der Planung gedrängt, weil ihrer Ansicht nach bei 20 Betreuungsplätzen und Baukosten von 1,5 Millionen Euro das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht gestimmt hatte. Nun werden 1,7 Millionen Euro investiert. Die Stadt hofft auf einen Landeszuschuss in Höhe von 400 000 Euro – 15 000 Euro pro Platz.

"Wir gehen mit dem Projekt bei der Kinderbetreuung weiter voran", betonte Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) gestern bei der Feier. Er griff gemeinsam mit Kita-Leiterin Barbara Strauß, Kämmerer Thorsten Schorr (CDU), Peter Hartmann und Michael Weise, Leiter des städtischen Betriebs BSO, gern zum Spaten, um den offiziellen Startschuss für das Bauvorhaben zu geben. Den Auftrag dazu hat das Unternehmen Otto Heil aus Bad Kissingen erhalten, das die Turnhalle und das Betreuungszentrum für die Grundschule Mitte gebaut hat.mj

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