Lachen ist die beste Medizin

Klinik-Clowns können die Augen der Menschen im Haus Raphael auch künftig zum Leuchten bringen

Die Klinik-Clowns bleiben dem Alten- und Pflegeheim St. Raphael auch im Jahr 2012 erhalten – dank einer Finanzspritze der Wermelskirchen-Stiftung.

Von David Schahinian

Königstein. Frater Eberhard, Clown Rosa, Hermann Groß und Clown Lisa (von links) haben gut lachen. Durch die Wermelskirchen-Stiftung können die Klinik-Clowns auch weiterhin die Patienten im Haus Raphael erfreuen. Foto: dsc Mit dem Leuchtring haben die beiden Klinik-Clowns Rosa und Lisa etwas erfunden, um das sie viele Menschen beneiden werden. "Er bringt jeden zum Strahlen", versprachen sie im Vorfeld – und der Praxistest bestätigte sie. Ob sie das aus Leuchtstäben zusammengeklebte Schmuckstück sich selbst oder den Patienten der Demenzstation im Haus Raphael um den Hals legten, sofort zeigte sich ein Lächeln auf den Gesichtern.

Der Ring war am vergangenen Mittwoch allerdings nicht der einzige Grund zur Freude. Der Falkensteiner Hermann Groß überbrachte dem Alten- und Pflegeheim als Vertreter der Stiftung Wermelskirchen Königstein die gute Nachricht, dass die Finanzierung der Klinik-Clowns für das Jahr 2012 von der Stiftung übernommen wird. Die Stiftung setzt fort, was die Damen vom Lions Club "Königstein-Burg" angestoßen hatten.

"Ich habe vor einem halben Jahr in der Taunus Zeitung von den Klinik-Clowns gelesen und dem Vorstand der Stiftung vorgeschlagen, dieses Projekt zu unterstützen", erklärte Groß. Frater Eberhard vom Orden der Barmherzigen Brüder stellte heraus, wie wichtig die Besuche der Spaßmacher für die Patienten sind.

"Sie bringen eine positive Grundhaltung in das Haus, allein ein Lächeln kann sehr viel bewirken." Dies gelte nicht nur für die Bewohner selbst, sondern auch für die Mitarbeiter. Darüber hinaus wirke ein Besuch von Rosa und Lisa, die im richtigen Leben Barbara Ullrich und Sabine Brunk heißen, noch lange nach.

"Horch, was kommt von draußen rein…", so klang es bei der Spendenübergabe schon durch die Flure von St. Raphael, lange bevor die beiden überhaupt zu sehen waren. "Clowns sind prädestiniert dafür, spontan für Spaß zu sorgen", so Frater Eberhard. Pflegedienstleiterin Dagmar Schleifring pflichtete ihm bei: "Man merkt den Patienten sofort an, dass sie richtig aufblühen." Und so dauerte es nicht lange, bis einige von ihnen in das bekannte Lied einstimmten.

Das Programm von Rosa und Lisa, die ihr Handwerk an der Clownschule in Mainz gelernt haben, ist genau auf die Bedürfnisse der älteren Menschen zugeschnitten. Sie animieren sie zum Mitmachen und Mitsingen, treiben allerhand Schabernack miteinander und führen Zaubertricks vor. Auch wenn manche Patienten zunächst nur wenig zu reagieren scheinen, ist die Wirkung der Auftritte nicht zu unterschätzen. Schließlich ist seit langer Zeit bekannt, dass Patienten auch in einem fortgeschrittenen Stadium der Demenz vor allem über emotionale Erlebnisse und Erinnerungen angesprochen werden können.

Viele an sich unterstützenswerte Anfragen müsse die Stiftung leider ablehnen, erklärte Hermann Groß. "Die förderungswürdigen Projekte sind durch die Stiftungssatzung sehr eng begrenzt." Dazu gehören unter anderem die Förderung der Erziehung und Bildung der katholischen Jugend an Schulen und die Förderung des christlichen Menschenbildes in Bildung und Wissenschaft.

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