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Mehr Licht am Weiher?
Parlament sucht nach Wegen, dem Vandalismus zu begegnen
Von "grenzenloser Empörung" und "unerträglichem Vernichtungswillen" sprach der CDU-Abgeordnete Michael Dill, mehr Licht ins Dunkel wünschte sich Astrid Gemke von der FDP, und Klaus Deitenbeck (Grüne) zitierte das biblische Gleichnis vom verlorenen Sohn.
Steinbach. Der immer wiederkehrende Vandalismus am Steinbacher Weiher erregt die Gemüter der Steinbacher Bürger und fand einmal mehr den Weg ins Parlament. Diesmal als gemeinsamer Antrag der Koalition. Der Magistrat solle nach geeigneten Möglichkeiten suchen, die Zerstörung der Weiheranlage künftig zu verhindern, die Kosten möglicher Maßnahmen zu ermitteln und dem Präventionsrat zur Beratung vorzulegen,
Michael Dill war der Auffassung, dass man der Zerstörungswut nur mit hohen Strafen beikommen könne. Strenge Bestrafungen müssten aber wohl ein frommer Wunsch bleiben angesichts "vieler lächerlicher Gerichtsurteile". Weil eine Überwachung des Weihergeländes nach Aussagen der Verwaltung rechtlich nicht möglich sei, sollte überlegt werden, ob Bewegungsmelder mit Schall- und Leuchtsignalen sinnvoll seien, sagte Dill. In Erwägung gezogen werden sollten auch eine häufigere Beobachtung des Geländes durch Zivilstreifen besonders Freitag- und Samstagnacht. Im Übrigen sorgten nicht nur der Vandalismus am Weiher, sondern auch der Überfall auf eine junge Frau am Steinbacher Bahnhof dafür, dass sich viele Steinbacher unsicher fühlten.
Wunderbarer Treff
Astrid Gemke (FDP) sprach sich für eine bessere Beleuchtung des gesamten Platzes durch Laternen oder Beleuchtungsanlagen aus. Die Dunkelheit begünstige den Vandalismus. Es wäre schade, wenn man der Situation nicht Herr werden würde, der Weiher sei schließlich ein wunderbarer Treffpunkt für die jungen Leute, sagte Gemke.
Die Empörung von Michael Dill könne er nachvollziehen, nicht aber dessen Forderung nach harten Strafen, sagte Grünen-Fraktionschef Klaus Deitenbeck und zitierte das Gleichnis vom verlorenen Sohn. Man müsse versuchen, junge Leute wieder auf den rechten Weg zu bringen, das gelinge oft genug, meinte Deitenbeck.
Bürgermeister Dr. Stefan Naas (FDP) wollte die Auffassung Dills, in Steinbach hätten viele Bürger ein Gefühl der Unsicherheit, nicht teilen. "Die Polizeistatistik spricht eine andere Sprache, danach ist es in Steinbach eher ruhig." Der Überfall am Bahnhof sei ein einmaliger Vorfall gewesen und könne nicht zur Bewertung der Sicherheitslage in Steinbach herangezogen werden.
Natürlich sei nicht hinzunehmen, dass das Weihergelände in jüngster Vergangenheit drei Mal heimgesucht worden sei. Und Naas wusste: "Die üblichen Verdächtigen waren es nicht." Der Rathauschef schlug vor, es zunächst einmal mit einer stärkeren Beleuchtung des Weihers zu probieren. Möglicherweise könnte der Präventionsrat, der lange nicht aktiv gewesen sei, Ideen beisteuern.new


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