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Pfarrer Buschmann ist tot
"Wir wollen dem Leben halten, was das Leben uns verspricht." Dieser Satz von Nietzsche war der Leitgedanke von Pfarrer Uwe Buschmann.
Von Dorit Lohrmann
Rod am Berg. ![]()
Nur kurz Pfarrer in Rod am Berg: Uwe Buschmann. Foto: loh Pfarrer Uwe Buschmann ist tot. In der Nacht von Montag auf Dienstag erlag er einer schweren Krankheit. Heute wäre er 57 Jahre alt geworden. Buschmann hatte im September die vakante Pfarrstelle in Rod am Berg angetreten. Der bis dahin in Hünfelden-Kirberg lebende Pfarrer hatte sich nach einem neuen Wirkungskreis umgesehen, nachdem Gerüchte über ein Fehlverhalten aufgetaucht waren.
In Rod am Berg erwarb sich der Geistliche auf Anhieb die Zuneigung der Kirchengemeinde. "Er war so charmant und charismatisch", beschreibt ihn Kirchenvorstandsvorsitzender Rüdiger Wittke, der Buschmann ebenso nachtrauert wie viele andere Gemeindemitglieder. "Er gehörte sofort dazu."
Und das, obwohl Buschmann ziemlich unkonventionell auftrat: Er zog mit seiner großen Schar an Tieren, Hunden, Katzen, Geflügel und Schafen nach Rod am Berg, und er hatte lange Haare, trug einen Bart und Ohrringe. Sein Outfit hatte sich der Geistliche nach eigenen Angaben bei seiner Arbeit als Gefängnispfarrer in der Jugendvollzugsanstalt Rockenberg zugelegt, weil er bei den jugendlichen Straftätern so besser ankam.
Schon kurz nach seinem Antritt in Rod am Berg musste Uwe Buschmann ins Krankenhaus. Nur drei Gottesdienste und einige wenige Konfirmandenstunden konnte er wegen seiner schweren Krankheit übernehmen. Lediglich an den Kirchenvorstandssitzungen konnte er noch teilnehmen.
Bis zum Schluss habe Uwe Buschmann seine Gelassenheit und gute Laune beibehalten, sagt Rüdiger Wittke. Wie seine Gemeinde habe wohl auch er daran geglaubt, dass er eines Tages wieder gesund werde.
Pfarrer Uwe Buschmann hinterlässt fünf erwachsene Kinder. Laut seiner Familie soll der Verstorbene am Montag in Hünfelden-Ohren beigesetzt werden. Die Kirchengemeinde Rod am Berg wird für ihren Pfarrer am Sonntag, 12. Februar, von 10.30 Uhr an einen Gedenkgottesdienst halten.


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