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Rechenbrett und Physiklabor
Am Tag der offenen Tür konnten Eltern und Schüler das Angebot an der Rhein Main International Montessori School (RIMS) genau unter die Lupe nehmen.
Von Katja Schuricht
Friedrichsdorf. ![]()
Luis (links) und Tobi an einem speziellen Rechenbrett, dem "quadrionominal squary". Foto: ksp Die Lösung muss eine Zahl mit sehr vielen Nullen sein, das steht schon fest. "Die Aufgabe, die wir uns gestellt haben, lautet 4617 hoch zwei", verrät Luis. Der Zehnjährige hat es sich mit seinem Freund Tobi auf einem Teppich bequem gemacht. Zum Rechnen verwenden die beiden ein spezielles Rechenbrett und verschiedenfarbige Perlen. So sieht Matheunterricht nach Montessori-Art aus.
Am Tag der offenen Tür an der Rims, der Rhein Main International Montessori Schule, hatten Eltern und Kinder die Gelegenheit, sich in den beiden Schulgebäuden umzusehen und in die Fachräume und auch in den Unterricht der Ganztagsschule hineinzuschnuppern.
Im Physiklabor beispielsweise führten Andreas, Kai und Florian Besuchern eine sogenannte Influenzmaschine vor, die mit Elektrostatik Blitze erzeugt. Die Fünftklässler luden zu einer U-Boot-Partie ein. Eine abgedunkelte Ecke im Klassenraum wurde dank selbst kreierter Bullaugen und 3-D-Bilder mit Meerestier-Motiven zur Miniatur-Unterwasserwelt. Die 5 b präsentierte ein selbst geschriebenes Theaterstück. Und Kinder, die Lust auf die Montessori-Rallye hatten, lernten ganz nebenbei ein paar Brocken Englisch, Spanisch und Französisch.
"Vor allem Eltern, deren Kinder im Sommer in die fünfte Klasse kommen, nutzen die Gelegenheit, unsere Schule beim Tag der offenen Tür kennenzulernen", erläutert Schulleiterin Dr. Vivien Annel. "Für die fünften Klassen haben wir schon seit 2010 eine Warteliste. Da diese immer länger wird, überlegen wir, ob wir eine dritte fünfte Klasse eröffnen."
Kleine Klassen
Die große Resonanz, so die Schulleiterin, liegt vor allem daran, dass die Eltern sich für ihre Kinder kleinere Klassen wünschen. Auch G 8 sei ein Grund. Zwar halte die Rims selbstverständlich die hessischen Lehrpläne ein. "Dennoch ist die Struktur bei uns eine andere. Die Schüler haben jedes Fach im 90- Minuten-Takt, das bringt Ruhe in den Schultag. Zudem unterrichten wir nur vier Fächer am Tag."
Hinzu komme, dass es am Gymnasium der Rims kleinere Klassen mit maximal 16 Schülern gibt. Unser Leitmotiv ist, den Schülern eine angenehme Lernatmosphäre zu schaffen."
Seit acht Jahren gibt es die Rims in Friedrichsdorf, und seitdem wächst die Schulgemeinde stetig. "Derzeit haben wir über 300 Schüler. Da wir langsam räumlich an unsere Grenze kommen, werden wir jetzt in unserem Kinderhaus Casa, in dem die Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren betreut werden, im Souterrain neue Räume für die Oberstufe sowie einen Computerraum schaffen."


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