Klicken Sie aufs Bild, um über eine Karte zu Meldungen Ihrer Region zu gelangen.
Verzweifelter Kampf gegen Mörder und Viren
In Wien gehen die Grippeviren um – und in dem neuen ARD-"Tatort: Kein Entkommen" mit Harald Krassnitzer eine brutale serbische Killertruppe.
![]()
Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) befragen Verkehrspolizist Bindmayer (Johannes Silberschneider). Foto: ARDMoritz Eisner (Harald Krassnitzer) erlebt seinen neuen Wiener Fall wie im Fieberwahn. Gut, dass Kollegin Bibi Fellner (Adele Neuhauser in ihrem zweiten "Tatort"-Auftritt) dem geschwächten Sonderermittler nicht nur mit einem wirksamen Hausmittel (heiße Zitrone, Honig, ein Glas Schnaps, frische Knoblauchzehen) beisteht, sondern auch mit ganzer Tatkraft und gesundem Menschenverstand. Es gibt viele Gegner für das neue Ösi-Duo: Heimtückische Grippeviren treiben ebenso ihr Unwesen wie die Mitglieder einer serbischen Killergang.
Auf Alkoholabstürze verzichtet die suchtgefährdete Kriminalpolizistin diesmal komplett. Volle Einsatzfähigkeit ist auch vonnöten – denn durch Wien zieht sich eine Spur der Gewalt: Eine paramilitärische Organisation ehemaliger serbischer Freischärler, die bislang im Untergrund agierte, mordet plötzlich am helllichten Tag und auf offener Straße.
"Sveti Tigar" ("Heilige Tiger") – so heißt die in Wien abgetauchte Macho-Truppe um den finsteren Radovan Jurkic (Gennadi Vengerov), den sie den "Schlächter" nennen. Aufgeschreckt wurden die ultranationalen Killer durch einen Ex-Mitstreiter: Mirko Gradic (Christoph Bach überzeugt auf ganzer Linie) ist vor Jahren im Balkankrieg desertiert und lebt nun als braver Bürger mit kleiner Familie unter falschem Namen mitten in Wien. Er weiß genug über Kriegsgräuel, Vergewaltigungen und "ethnische Säuberungen", um die Anführer der "Sveti Tigar" hinter Schloss und Riegel zu bringen. Sein Leben hängt am seidenen Faden . . .
Als die "Sveti Tigar" Gradic zu Hause aufspüren, gelingt dem einstigen Elitekämpfer eine spektakuläre Flucht. Gradic will auspacken – doch längst sind die serbischen Killer hinter seiner Frau Elisabeth (Monica Reyes) und Söhnchen Max (Samuel Jung) her. Der atemlose Fall zieht ungeahnte Kreise, bald sind auch Interpol und Gerichtshof eingeschaltet. Doch Eisner stellt sich mutig jeder Herausforderung: Schießereien, Verfolgungsjagden – es geht um Leben und Tod.
Regisseur Fabian Eder, der mit Lukas Sturm auch das Drehbuch verfasste, begibt sich auf gefährliches Terrain. Natürlich sind seine Ex-Freischärler rein fiktiv, aber der ganze Balkankrieg-Hintergrund ist authentisch nacherzählt. Besonders in der eindringlich gezeichneten Welt der serbischen Auswanderer dürfte man kaum begeistert sein von dem Bild, das hier vermittelt wird: die serbische Gemeinde als ein zumindest teilweise eingeschworener, machistischer, fremdenfeindlicher Mikrokosmos, in dem nichtserbische Männer "schwule Weicheier" sind und Polizistinnen als Huren beschimpft werden. Gut, dass Bibi Fellner ihre eigene Weise hat, auf solche Anfeindungen zu reagieren.tsch
"Tatort: Kein Entkommen". 5. Februar, ARD, 20.15 Uhr


Bereichern Sie Ihr Wissen über das Christentum - lernen Sie in unsere Serie alles über die Religion. Von A wie Abel bis Z wie Zölibat.
Bereichern Sie Ihr Wissen über die große Weltreligion - lesen Sie unsere Serie! Hier zum Herunterladen als PDF-Sammlung.
Sport und Naturerlebnis in einem: Im Hochtaunus bieten sich reichlich Möglichkeiten zum Golfen.
Umfassend über den Lieblingsverein informieren lassen. Gratis. Und bequem per Mail.
Folge uns unter