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Wenn der Strom ausfällt
Kein Licht und keine Heizung: Rotes Kreuz probt für den Ernstfall
Übung beim Roten Kreuz: Die Friedrichsdorfer Helfer haben einen Stromausfall simuliert. Dabei kam auch die Katastrophenschutz-Küche zum Einsatz.
Friedrichsdorf. Was passiert, wenn der Strom ausfällt, noch dazu bei dieser Kälte? Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Friedrichsdorf wollte wissen, wie es ist, wenn Licht und Heizung ausgehen, und hat dazu eine Übung gemacht. Denn die meisten modernen Heizungen funktionieren nur, wenn Strom vorhanden ist. Wenn bei Minusgraden nicht mehr geheizt werden kann, verschärft sich die Situation schnell. Auch Straßenverkehr und S-Bahn könnten beeinträchtigt werden, erklärte Marius Bergermann, stellvertretender Zugführer und Übungsleiter. "Als größte Hilfsorganisation in Friedrichsdorf wären wir natürlich eine Anlaufstelle für viele Betroffene."
Die Übung sah so aus: Angenommen wurde, dass die DRK-Unterkunft in Burgholzhausen unter Leitung des Zugführers Torsten Michels als kurzfristige Anlaufstelle für Menschen eingerichtet werden sollte, die zu Hause keinen Strom und keine Heizung mehr haben. Von dort aus könnten die Menschen dann bei Bedarf in größere Unterkünfte gefahren werden. Zur Vorbereitung wurden schon in der Vorwoche die Heizkörper heruntergedreht. "Natürlich würde auch unsere Heizung zunächst ausfallen. Erschwerend kommt noch die hereinbrechende Dunkelheit hinzu."
Lichtmast und Zeltheizung
Zuerst galt es also, Strom- und Wärmeversorgung für das Gebäude herzustellen. Andreas Opp, Leiter der Technikgruppe, setzte mit seinen Helfern Stromgeneratoren, Lichtmasten und große Zeltheizungen ein. "Theoretisch könnten wir mit unserem Strom auch die reguläre Heizungsanlage wieder in Betrieb nehmen", erklärte er. "Uns ging es aber auch darum, möglichst flexibel zu bleiben, und da bieten sich die mobilen Geräte an." Und während die technischen Kräfte noch Kabel verlegten, besprach Nicole Michels mit den Helfern ihrer Betreuungsgruppe bereits die Einrichtung der Unterkunft: "Die Menschen wollen oder können natürlich nicht stehend warten und sollen bei uns auch eine kleine warme Mahlzeit bekommen. Wir müssen also überlegen, wie wir für möglichst viele Leute einen guten Platz schaffen können." Gleichzeitig bereitete die Einsatzleitung unter Zugführer Michels die Registrierung der Betroffenen vor und ließ einen Rettungswagen bereitstellen – sicher ist sicher. Als die Unterkunft wieder hell und wohlig warm war, kam auch schon die warme Suppe aus der Katastrophenschutz-Küche des DRK in Seulberg. Die Stärkung war den Einsatzkräften sehr willkommen und schmeckte nach getaner Arbeit umso besser.
Die Einsatzeinheit des DRK Friedrichsdorf leistet mit Führung, Sanitätsdienst, Betreuung, Verpflegung und Technik umfassende Hilfe – und all das vollständig ehrenamtlich. "Wir sind also auf Freiwillige angewiesen und freuen uns immer über Menschen, die Lust auf eine spannende Mitarbeit bei uns haben", so Bergermann. Mehr Informationen über das DRK in Friedrichsdorf gibt es im Internet unter der Adresse http://www.drk-friedrichsdorf.de . Telefonisch ist die Ortsvereinigung unter der Nummer 07 00–61 38 11 12 erreichbar.
Wer selbst Vorsorge für einen Stromausfall oder einen anderen Notfall treffen möchte, der findet beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe umfangreiche Informationsmaterialien, die Internet-Adresse lautet: http://www.bbk.bund.decg


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