Bilderstrecke: Das ist Martin Amedick
Die Frankfurter Eintracht hat Martin Amedick verpflichtet. Wir stellen den Neuzugang vor. Fotos: dpa/archivEintracht: Helmes-Wechsel platzt, Amedick kommt
Eintracht Frankfurt hat sich nach der Decke gestreckt, doch für die erhoffte Verpflichtung von Patrick Helmes hat es nicht gereicht. Der Wechsel des Wolfsburger Stürmers scheitert an den Finanzen. Dafür kommt Martin Amedick aus Kaiserslautern.
Frankfurt. ![]()
Neuzugang in Frankfurt: Martin Amedick wechselt an den Main. Foto: dpa Als die Transferperiode am Dienstagabend um Punkt 18 Uhr zu Ende ging, lösten sich die letzten Hoffnungen von Eintracht Frankfurt auf eine Verpflichtung von Patrick Helmes in Luft auf. Trotz intensiver Bemühungen haben die Hessen den Angreifer nicht vom Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg loseisen können und müssen das Projekt Wiederaufstieg ohne ihren Wunsch-Stürmer bewältigen.
«Der Wechsel ist an den unterschiedlichen finanziellen Vorstellungen gescheitert. Wir haben ein Angebot abgegeben, es hat viele Gespräche gegeben, aber am Ende hat sich nichts bewegt», kommentierte Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen den letztlich erfolglosen Transferpoker.
Dafür gab es kurz vor Toreschluss der Wintertransferperiode eine personelle Rochade in der Abwehr. Innenverteidiger Martin Amedick wechselt vom Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern an den Main, wo der 29-Jährige am Dienstag einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2014 erhielt.
Endgültig fix ist auch die Ausleihe des 20 Jahre alten Mittelfeldspielers Mohammad Abu vom Premier-League-Spitzenreiter Manchester City. Der Nationalspieler aus Ghana kommt bis zum Saisonende. Dafür verlässt Linksverteidiger Georgios Tzavellas die Hessen und spielt künftig in Frankreich für den Zweitligisten AS Monaco.
Bis zuletzt hatte Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner am letzten Tag der Transferperiode mit Hochdruck an der Verpflichtung von Helmes gearbeitet. Der Wolfsburger erschien am Dienstag sogar auf der Transferliste, doch am Ende konnte die Eintracht keinen Vollzug vermelden. «Wir haben im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten alles versucht, um ihn zu verpflichten. Doch aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen konnte dieser Wechsel nicht realisiert werden», sagte Hübner.
Dabei hatte die Eintracht ihr bisheriges Angebot, das eine Ausleihe plus Kaufoption beinhaltete, sogar noch einmal erweitert. «Wir sind nochmals an unsere Grenzen gegangen», erklärte Hübner. Doch das Bemühen blieb erfolglos.
Eine Alternative für den Sturm hatten die Frankfurter nicht verfolgt. «Die sportliche Leitung ist von der Qualität innerhalb des Kaders überzeugt», bekräftigte Hübner. Auch Bruchhagen hält die Eintracht für stark genug, um die Rückkehr in die Bundesliga realisieren zu können. «Das Ziel bleibt das gleiche. Ich glaube, wir sind so aufgestellt, dass wir es schaffen können», sagte er.
Mithelfen soll Abwehrspieler Amedick, dessen Kontrakt sowohl für das Oberhaus als auch für die 2. Liga gültig ist. Über die Transfermodalitäten mit Kaiserslautern sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte die Eintracht mit.
«Jetzt ist die Zeit, ein neues Projekt anzugehen», begründete Amedick seinen Gang in die 2. Liga. Probleme mit FCK-Trainer Marco Kurz seien für den Wechsel nicht verantwortlich gewesen. «Das kann ich dementieren», sagte Amedick dem Pay-TV-Sender «Sky Sport News».
Der blonde 1,94-Meter-Hüne absolvierte für die «Roten Teufel» seit 2008 insgesamt 65 Zweitliga-Partien sowie 40 Bundesligaspiele. «Wir freuen uns, dass wir mit Martin Amedick einen erfahrenen Abwehrspieler hinzugewinnen können», sagte Hübner.
Getrennt haben sich die Frankfurter von Tzavellas. Der 24 Jahre alte Grieche war im Sommer 2010 zu den Hessen gekommen und absolvierte 30 Einsätze für die Eintracht. Unter Trainer Armin Veh war Tzavellas in dieser Saison aber nur noch zweite Wahl.


Umfassend über den Lieblingsverein informieren lassen. Gratis. Und bequem per Mail.
Kommentare
transferticker ticker schrieb am 31.01.2012 13:22 Uhr
Transfer-Ticker
Amedick hat zur Eintracht gewechselt.
Wolfgang Gast schrieb am 31.01.2012 13:52 Uhr
Amedick
Typisch SGE, einen jungen Mann mit Perspektiven sprich Bell läßt man ziehen und holt sich wieder einen Vorruheständler. Unser Scouting, Managment eigentlich egal was amateurhaft ohne gleichen. Bin nur gespannt was sie noch auf die Matte bringen. Für mich war es die letzte Dauerkarte, da muß man nicht mehr hin.
Adlergruß W.K.
A. W. schrieb am 31.01.2012 14:22 Uhr
Besser als die Schildkröte ...
... ist er wohl allemal. Jetzt haben wir mit Butscher, Anderson und Amedick drei Zweitligataugliche Innenverteidiger. Jedenfalls hier sollte es für den Aufstieg genug sein. Blöderweise muss man dazu auch noch Tore schießen ...
Stefan Spang schrieb am 31.01.2012 15:12 Uhr
Personalscouting muß überdacht werden!
Konsequenterweise sollte man jetzt aber auch zugeben, daß man mit Schildenfeld voll danebengegriffen hat. Wie oft soll das eigentlich noch vorkommen ? Es wird Zeit, daß die Spieler so vorab beobachtet und gecheckt werden, daß solche gravierenden Fehleinschätzungen nicht mehr vorkommen. Übrigens hat man jetzt mindestens 5 IV für zwei Plätze und keinen der Seb. Jung bei einer Verletzung vertritt. Eine etwas seltsame Personalplanung. Aber vielleicht tut sich ja noch was...
. Ritchie schrieb am 31.01.2012 18:37 Uhr
Noch so ein...
Loser von der Resterampe, der woanders kläglich gescheitert ist.
Ich gebe meine Dauerkarte mit ab Wolfgang.
Eugen Richter schrieb am 31.01.2012 18:52 Uhr
Stürmer gesucht, Abwehrspieler geholt ?
Soll der Amedick jetzt der benötigte Ersatz für Gekas sein ?
Wie kann man einen Top-Stürmer ohne Ersatz ziehen lassen ?
Muß man das verstehen ?
mydatul mydatul schrieb am 31.01.2012 19:22 Uhr
super sturm
danke eintracht 30 jahre fan und bezahle immer eure ticketpreise nie beschwert aber nun ist schluss gekas verscherbeln und nix im sturm tun 2 - 3 jahre 2 liga werden das ergebnis sein danke komme wieder wenn bruchhagen weg ist.
Nino G. schrieb am 31.01.2012 19:57 Uhr
Super
Und wer schießt die Tore?
Erwin Weishäupl schrieb am 31.01.2012 20:02 Uhr
Kein Plan B
Schon auf den Gedanken zu kommen, den Helmes zu verpflichten, ist absurd. Wie wollte den denn die klamme Eintracht überhaupt bezahlen?
Wie man gesehen hat, hat die Eintracht aber auch keinen Plan B (das ist schon sehr fahrlässig) und sollte der Idrissou noch länger ausfallen, haben die Adler ein großes Problem. Das wird dem Veh noch öfters als ihm lieb ist,die Zornesröte ins Gesicht treiben. Wenn sich Düsseldorf und Fürth keine größeren Ausrutscher leisten, wird es für die Eintracht sehr schwer, einen der ersten beiden Plätze zu erreichen. Mal sehen, was die Wundertüte Eintracht diese Saison noch bringt?
Hans-Günther Raitz schrieb am 31.01.2012 20:22 Uhr
Wenig gelernt
Vor einem Jahr wurde in der Winterpause durch unterlassene Neuver-
pflichtungen der Abstieg besiegelt, jetzt könnte Ähnliches in Richtung Aufstieg geschehen. Wo waren die Alternativen zu dem beabsichtigten Helmes-Transfer? Professionalität sieht anders aus. Es ist doch beachtlich, dass sich Mainz 05 einen Zidane leisten kann. Der hat beim Deutschen Meister bestimmt nicht für einen Apfel und ein Ei gekickt und ist in Mainz machbar. Ich bleibe dabei, bei den richtig wichtigen Personalien ist Eintracht nur der Verlierer, dafür ein guter Abnehmer für weniger gefragte Spieler. Es war somit sehr fahrlässig, den 7-Tore-Gekas ersatzlos gehen zu lassen, auch wenn dieser mitunter schwierig war. Sollte Idrissou wochenlang ausfallen -was zu befürchten ist- wird es noch enger.