03.02.2012 Eintracht Frankfurt

Hübner: "Zufriedenheit ist ein schlechter Ratgeber"

Helmes, Gekas, Tzavellas & Co: Für Sportdirektor Bruno Hübner war die „Transferperiode II“ eine stressige Zeit. Mit ihm unterhielt sich unser Mitarbeiter Roland Stipp.

Frankfurt. Hat einen strammen Marsch durch die Strapazen der winterlichen Transferperiode hinter sich: Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner.Hat einen strammen Marsch durch die Strapazen der winterlichen Transferperiode hinter sich: Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner.Hat einen strammen Marsch durch die Strapazen der winterlichen Transferperiode hinter sich: Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner. Herr Hübner, konnten Sie im Winter eigentlich Urlaub machen?

Bruno Hübner: Ich war mit meiner Familie über die Feiertage beim Skifahren in Obertauern. Auch wenn es zwischen den Jahren eher ruhig ist, auf dem Handy war ich immer erreichbar.

Jedenfalls sind Sie sicher froh, dass die sogenannte Transferperiode II endlich vorbei ist? Für Sie war das ja sicher eine stressige Zeit?

Hübner: Das stimmt, aber jetzt beginnt die Planung für die Zukunft und die Tagesarbeit – das ist auch nicht wenig.

Sind Sie damit zufrieden, was Sie und Heribert Bruchhagen für die Eintracht erreichen konnten? Und wie zufrieden ist Trainer Armin Veh mit Ihnen?

Hübner: Zufriedenheit ist immer ein schlechter Ratgeber. Allerdings haben die drei handelnden Personen im Rahmen ihrer Möglichkeiten denke ich, das Machbare erreicht.

Es wurde wochenlang über den Wechsel von Patrick Helmes von Wolfsburg zur Eintracht spekuliert und diskutiert. Das sieht Ihnen gar nicht ähnlich – meistens weiß doch gar niemand, mit wem Sie gerade verhandeln...

Hübner: Auch das stimmt. Allerdings war der Spieler so begehrt, und so in der Öffentlichkeit. Durch dieses frühe Statement von Patrick Helmes, dass er nur zu Eintracht Frankfurt wechselt und er allen anderen Vereinen eine Absage erteilt hatte, wurde das Thema einfach publik und war nicht mehr haltbar.

Gab es ein Leck, durch das Informationen an die Öffentlichkeit gelangt sind? Und war das vielleicht einer der Gründe dafür, dass es mit Helmes am Ende nicht geklappt hat?

Hübner: Das Leck lag nicht bei Eintracht Frankfurt, sondern es war eben oben aufgeführt.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Kein Plan B


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Kommentare

A. W. schrieb am 03.02.2012 11:42 Uhr

Was leider nicht gefragt wurde

Wieso entwickeln sich die jungen Leute nicht weiter oder zurück? Rode, Jung, Bell etc.
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Was ist eigentlich das Konzept von Eintracht Frankfurt? Gibt es eine Idee, wie man zu eine Überraschungsmannschaft werden könnte?
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Wieso hat ein bisher mittelprächtiger Verein aus England ein weltweites Scouting-Netz, ein mittelprächtiger Verein aus Deutschland aber nicht? Oder hat erst der Scheich eine Scout-Armee mitgebracht?
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Wieso versagen die paar Scouts, die wir haben, in schöner Regelmäßigkeit?
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Woran liegt es, dass bei den letzten Zugängen nicht mehr ganz so viele Nieten dabei waren wie noch unter Funkel und Skibbe? Musste dazu erst jemand auf die revolutionäre Idee kommen, Informationstechnik einzusetzen, die komplizierter ist als die Play-Taste am DVD-Player?
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Wieso ist Bruchhagen immernoch da, wenn er nichtmal seinem Freund Felix einen Bankdrücker aus den Rippen leiern kann?
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Tja, Fragen über Fragen. Vielleich beim nächsten Interview...

Ralf S schrieb am 03.02.2012 12:02 Uhr

Planlos

Mir blutet das Herz, wenn ich von der Planlosigkeit des Herrn Hübner lese. Für den Fall des Nichtaufstiegs scheint er keinen Plan zu haben, beim gescheiterten Helmes-Transfer hatte er auch schon keinen Plan B. Was hat sich denn zum Positiven verändert, seid die Eintracht einen Sportdirektor hat? Das Herr Bruchhagen nicht mehr so oft Interviews geben muss, bei denen er immer sehr gequält wirkte? Der Rheinhesse Hübner steht jedenfalls für Verpflichtungen wie Bell, Schildkrötenfeld, Dominik Schmidt oder auch die Rückkehr von Alvarez. Doch weshalb holt er ihn, wenn er dem (ehemals) eigenen Nachwuchs das Talent abspricht? Hier fehlt die klare Linie, ein Masterplan, der alle Eventualitäten einer geplatzen Verpflichtung, eines gescheiterten Aufstiegs, Verletztungen von Leistungsträgern usw. berücksichtigt. Ein 3 bis 5 Jahresplan ist bei der momentanigen sportlichen Leitung nicht zu erkennen, das ist Stückwerk, was da betrieben wird. Und hier hat sich mit Herrn Hübner nichts zum Positiven verändert, er macht da weiter, wo Bruchhagen seit Jahren rumgeeiert ist, im Mittelmaß. Bezeichnend sind da Verpflichtungen wie Lehmann, Amedick oder Butscher, die das Niveau des Kader eher untermauern statt es anzuheben. So glänzen auch weiterhin Spieler wie Köhler und Meier, die - bei allem Respekt vor dem, was sie in den letzten Jahren für die Eintracht teilweise gezeigt haben und deren Treue zur SGE Anerkennung verdient - doch nur Mittelmaß sind. Wo führt das hin? Falls die Eintracht aufsteigt, sind erhebliche personelle Verbesserungen notwendig, sonst gehts gleich wieder gegen den Abstieg. Bei dem Scouting eines Herrn Hübners in Verbindung mit den Verpflichtungen der Vergangenheit, die Herr Bruchhagen zu verantworten hat (Caio natürlich, Fenin, Altintop, Gekas, Korkmaz, Tzavellas usw. - teuer, und alle mit Söldnermentalität ausgestattet, kein Herzblut für die Eintracht - und zu allem Überfluß leider auch keine deutschen Spieler), sehe keine Perspektive die Eintracht in den sportlichen Sphären zu etablieren, die das Umfeld mit Stadt und Stadion und vor allem mit diesen Fans schon lange verdient hätte.

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