Tuchel hat im Sturm die Qual der Wahl
Fünf Heimniederlagen scheinen vergessen: Die Coface Arena wird dank der breit aufgestellten Offensive langsam zu einer Festung für Mainz 05. Das soll jetzt auch Hannover 96 zu spüren bekommen.
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Mohamed Zidan traf gegen den FC Schalke 04 zur 1:0-Führung. Foto: Friso Gentsch Mainz. Die Abteilung Attacke des FSV Mainz 05 war schon lange nicht mehr so breit aufgestellt wie in diesen Tagen. Das Überangebot an Offensivkräften wird Trainer Thomas Tuchel bis zum Heimspiel der Fußball-Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr) gegen Hannover 96 noch ins Grübeln bringen. «Die Konkurrenzsituation wird zu Härtefällen führen. Aber so haben wir das ja auch haben wollen. Wir können je nach Aufgabe und Gegner reagieren», sagte der 38-Jährige am Donnerstag.
Nach seinem Debüt-Tor beim 1:1 auf Schalke hat Rückkehrer Mohamed Zidan die Nase vorn. «Er braucht Spiele, um wieder den Rhythmus zu finden. Er hat noch Luft nach oben», meinte Tuchel. Der Ägypter sei wertvoll für die Gruppe. «Er kommt mit einem Lachen ins Training, das steckt an. Bei den Übungen ist er professionell dabei», meinte der Mainzer Coach. Zidan bekomme die zu Teil werdende Aufmerksamkeit. «Er ist einer, der das verträgt, er genießt das, das stachelt ihn an», so Tuchel.
Seit Donnerstag ist in Adam Szalai die zweite Sturmhoffnung nach auskurierter Muskelverhärtung im Oberschenkel zurück im Teamtraining. Auch Andreas Ivanschitz brennt auf die Rückkehr in die Startelf. Die will Eric Maxim Choupo-Moting nach zuletzt guten Leistungen nicht verlassen. Zudem ist Sami Allagui vom Afrika-Cup zurück. «Wir müssen sehen, wie er den Temperaturunterschied verkraftet. 47 Grad lagen zwischen Afrika und hier. Vielleicht lassen wir ihn noch eine Woche raus, schließlich fehlte er in der Winterpause», erklärte Tuchel.
In der Defensive sind gegen Hannover kaum Änderungen zu erwarten. Radoslav Zabavnik hat sich erst einmal auf der linken Abwehrseite vor Malik Fathi geschoben. Der am Saisonende auslaufende Vertrag macht dem Slowaken Beine. Eine Entscheidung wird später in der Saison fallen. Klar ist dagegen, dass die Mainzer Torhüter Heinz Müller halten wollen. Auch der Kontrakt der einstigen Nummer eins läuft zum Ende der Runde aus. «Gespräche mit ihm haben Vorrang», sagte Tuchel.
Mit einem Heimspiel nach Mainzer Art soll Hannover in die Knie gezwungen werden. «Es muss unangenehm sein, bei uns antreten zu müssen. Wie früher in unserem Käfig am Bruchweg», sagte Tuchel. Er spricht allerdings mit Respekt von den Niedersachsen, die anders als sein Team auch in dieser Spielzeit im Vorderfeld der Tabelle angesiedelt sind. «Die sind taktisch hervorragend organisiert, laufstark und brandgefährlich im Umschalten», warnte der 05-Coach.
Als Richtung weisend bezeichnete Manager Christian Heidel die Spiele gegen Hannover, in Hoffenheim sowie gegen Kaiserslautern. Mit drei Siegen könnte der FSV ruhiges Fahrwasser erreichen. «Das entbindet uns aber nicht von der Aufgabe, erst einmal am Samstag eine starke Leistung zu bringen. Wir werden uns strecken müssen, um zu gewinnen», sagte Tuchel.
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