23.01.2012 Fraport Skyliners

Devin Gibson hinterlässt Eindruck

Der Skyliners-Neuzugang war als Kurzzeit-Ersatz vorgesehen – und ist schon nicht mehr wegzudenken

Der selbstbewusste Spielmacher hat seinen Stellenwert in rasanter Geschwindigkeit gesteigert.

Von Jörg Daniels

Frankfurt. Devin Gibson im Hessen-Derby gegen Gießen. Foto: HübnerDevin Gibson im Hessen-Derby gegen Gießen. Foto: HübnerDevin Gibson im Hessen-Derby gegen Gießen. Foto: Hübner Devin Gibson beließ es nicht bei seinem Drei-Punkte-Wurf zum 52:57. Als Nachspiel folgte ein mehrmaliges Kopfnicken des Spielmachers der Fraport Skyliners im Hessenderby gegen die Gießen 46ers. So, als wollte der Frankfurter Basketballprofi seinen Stellenwert für seinen neuen Klub zur Schau stellen. Dieser ist in der Tat in kurzer Zeit rasant gewachsen – Gibson, der sich von Spiel zu Spiel steigerte, setzte bei seinem dritten Einsatz für den Bundesliga-Verein die meisten Glanzpunkte in der Fraport Arena.

Die 65:78-Niederlage aber konnte auch Gibson nicht verhindern. Jener Jungprofi, der sich abermals gedulden musste. Viereinhalb Minuten dauerte es diesmal, bis der 22-Jährige den Starter auf der Position eins, Michael Thompson, ablöste. Und schon traf er zum 6:10. Zum Schluss stellte Gibson einige Bestmarken auf: Ihm gelangen nicht nur 21 Punkte und vier Ballgewinne. Er zog außerdem zehn Fouls. Nicht zu vergessen, dass ihm in der Rolle des Bälleverteilers kein Ballverlust unterlief.

An der Aufholjagd nach dem katastrophalen Fehlstart war Gibson maßgeblich beteiligt. Zwischenzeitlich lagen die Frankfurter mit 17 Punkten hinten. Er aber empfand das als Herausforderung. Kein Wunder, sei die mentale Stärke doch eine seiner großen Vorzüge, sagte der Point Guard. Den Skyliners verpasst er mit seiner Ausstrahlung auf dem Feld eine neue Präsenz – und das, obwohl ihm kaum Zeit blieb, sich einzugewöhnen. Der 22-Jährige stieß erst Anfang Januar zum Team – als Ersatz für den Langzeitverletzten Justin Gray. Gibson war zuvor nie in Europa. Vier Jahre spielte der US-Amerikaner an der Universität in San Antonio. Zuletzt erzielte er dort als Kapitän durchschnittlich 17 Punkte pro Spiel und wurde als "Southland Conference Men’s Basketball Student-Athlete of the Year 2011" ausgezeichnet, weil er als Student auch gute Noten produzierte.

In Frankfurt besitzt er einen Kurzzeit-Vertrag bis Mitte Februar. Die Skyliners haben eine Option, ihn bis zum Saisonende zu binden. Schon jetzt hat sich Gibson dafür empfohlen. Das 1,82 Meter große und 90 Kilo schwere Kraftpaket motiviert und treibt seine Mitspieler an. Er ist athletisch und selbstbewusst genug, mit Macht zum gegnerischen Korb zu ziehen. Eine Eigenschaft, die den Tabellenzwölften variabler macht, weil sich Thompson auf diesem Gebiet zurückhält. Über seinen Rivalen wollte sich Gibson nicht äußern. Auf die Frage, ob er demnächst von Beginn an auf dem Feld stünde, sagte er: "Das entscheidet Trainer Muli Katzurin."

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Interessante Blicke zwischen Katzurin und Davidson


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84:77
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85:83
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