Die Titelseite der Frankfurter Neue Presse vom 27.05.2012 als PDF zum Downloaden.
Mehr als eine Diskomaus
Von Frank Magdans
Pixie Lotts Musikvideos, die auf Youtube stehen, lassen sich hierzulande zwar nicht anschauen, aber immerhin ist zu erkennen, dass die Anzahl der Aufrufe immens ist. Im Fall der Single "All About Tonight" gab es bislang über acht Millionen Zugriffe.
Das hat zwei Gründe: Zum einen ist es der perfekte Ohrwurm für die Tanzfläche, zum anderen spiegelt der Text das Lebensgefühl junger Frauen wider. Mit "Kiss The Stars", dem fünften Stück auf ihrem zweiten Studioalbum "Young Foolish Happy", verhält es sich ganz ähnlich.
Es wäre allerdings fatal, der 20-jährigen Britin nur den Stempel einer Diskomaus aufzudrücken. Schließlich beginnt das Album mit einer Darbietung, die viel mehr von ihrem gesanglichen Potenzial zutage bringt: "Come Get It Now" entpuppt sich als lässig dahingroovende Nummer, die sich auf dem Niveau von Joss Stone bewegt. Dasselbe lässt sich von "Nobody Does It Better" sagen, mit dem feinen Unterschied, dass die Musiker beim Tempo hier einen Gang höher schalten.
Wenn Pixie Lott kein Talent hätte, dann hätte Stevie Wonder sicherlich auch nicht Okay gesagt und für "Stevie On The Radio" seiner Mundharmonika Töne entlockt. Darüber hinaus gibt die Sängerin mehrere Balladen zum Besten, wovon einem in erster Linie das von Klavier und Streichern getragene Lied "Everybody Hurts Sometimes" unter die Haut geht.
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