De Maizière holt Ex-Staatssekretär Wichert zurück

Berlin. Peter Wichert, damals Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, und Bundeswehr-Generalinspekteur Schneiderhan waren am 26. November 2009 vom neuen Verteidigungsminister Guttenberg entlassen worden. Foto: Wolfgang KummÜberraschendes Comeback im Verteidigungsministerium: Der frühere Staatssekretär Peter Wichert - wegen der Kundus-Affäre vom damaligen Minister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) entlassen - sitzt jetzt im Beirat für Innere Führung.

Guttenbergs Nachfolger Thomas de Maizière (CDU) holte Wichert in seinen Beraterstab. Das Ministerium bestätigte am Samstag einen entsprechenden Bericht der "Leipziger Volkszeitung".

Guttenberg hatte den Staatssekretär sowie Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan Ende 2009 entlassen, weil er sich von ihnen nicht hinreichend über die Kundus-Affäre informiert fühlte. Bei dem auf deutschen Befehl erfolgten Bombardement zweier Tanklastzüge waren im September 2009 in der Nähe von Kundus (Afghanistan) mehr als 90 Menschen getötet worden.

Später wurde der Vorwurf der Akten-Unterschlagung wieder zurückgenommen. Wicherts jetzige Berufung gilt als eine Art Wiedergutmachung. Der Beamte war unter verschiedenen Ministern fast 15 Jahre lang als Staatssekretär tätig. Bereits am vergangenen Dienstag bekam er von de Maizière die Ernennungsurkunde überreicht.

Der Beirat für Innere Führung soll den Verteidigungsminister bei Fragen von Aufbau, Struktur und Haltung der Bundeswehr beraten. Insgesamt gehören dem bereits 1958 gegründeten Gremium 26 Mitglieder aus verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens an.



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