Romney gewinnt knapp Vorwahl im US-Staat Maine

Washington. Nach Niederlagen in gleich drei Staaten hat Mitt Romney in der Kandidaten-Kür der US-Republikaner wieder Oberwasser. Foto: Jim Lo ScalzoZurück auf Erfolgskurs: Mit einem Vorwahlsieg im Bundesstaat Maine hat Mitt Romney seine Favoritenrolle im Rennen der US-Republikaner unterstrichen.

Allerdings fiel das Ergebnis eher knapp aus: Für den Ex-Gouverneur und Multimillionär Romney stimmten 39 Prozent, der radikalliberale Kongressabgeordnete Ron Paul erhielt 36 Prozent.

Zwar gab sich Romney nach den Resultaten demonstrativ siegessicher. Die Wähler in Maine hätten "eine klare Botschaft abgegeben, dass es höchste Zeit ist, einen Außenstehenden nach Washington zu schicken", meinte er in einer Stellungnahme. Doch wer tatsächlich am 6. November gegen Präsident Barack Obama antritt, gilt weiterhin als offen.

Allerdings landeten die anderen beiden Konkurrenten Romneys in Maine abgeschlagen auf den hinteren Plätzen. Der erzkonservative, stark religiös orientierte Ex-Senator Rick Santorum kam auf 18 Prozent. Der ehemalige Parlamentspräsident Newt Gingrich holte lediglich sechs Prozent der Stimmen, wie die republikanischen Partei Samstagabend (Ortszeit) mitteilte.

Zudem hatte die Abstimmung in dem kleinen Bundesstaat im Nordosten der USA eher symbolische Bedeutung. Lediglich knapp 5600 Republikaner beteiligten sich. Zudem werden die Delegierten für den Nominierungs-Parteitag erst im Mai bestimmt.

Die nächsten Vorwahlen stehen bereits am 28. Februar an, in den Bundesstaaten Arizona und Michigan. Doch immer stärker wird klar: Eine echte Vorentscheidung fällt erst beim "Super Tuesday" am 6. März - dann wird auf einen Schlag in zehn Bundesstaaten gewählt.

Romneys war erheblich unter Druck geraten, nachdem er erst am vergangenen Dienstag in gleich drei Bundesstaaten verloren hatte. In Colorado, Minnesota und Missouri war Santorum überraschend als Sieger hervorgegangen.

Romney, der als eher moderater Politiker gilt, betont immer wieder, er sei am besten geeignet, Obama im November zu schlagen. Bei einem Duell Obama-Romney sagen einige Umfragen gar ein Kopf-an-Kopf-Rennen voraus.

Mit seinem Sieg in Maine kann Romney auf insgesamt vier Vorwahl-Siege blicken, darunter im wichtigen Staat Florida. Santorum gewann ebenfalls viermal. Gingrich kam nur auf einen Sieg, Paul ging bisher leer aus.

Eher unerwarteten Zuspruch erhielt Romney bei einem Treffen sozial-konservativer Republikaner in Washington. In einer Umfrage bei der Conservative Political Action Conference (CPAC) votierten 38 der Teilnehmer für den Ex-Gouverneur. Santorum erhielt 31 Prozent.



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