Die Titelseite der Frankfurter Neue Presse vom 27.05.2012 als PDF zum Downloaden.
INFORMATION So entwickelte sich die europäische Trägerraketenfamilie seit den 60er Jahren
Einigkeit oder Uneinigkeit Europas zeigte sich auch in der Entwicklung einer eigenen Trägerrakete, um selbstständig und damit billiger Satelliten in den Erdorbit zu bringen. Am Beginn stand die dreistufige 31,68 Meter hohe Europarakete. Sie wurde von Großbritannien, Frankreich und Deutschland in drei Typen für die Eldo (European Launcher Development Organisation) von 1964 bis 1970 entwickelt, und zwar in Woomera, Australien. Sie sollte etwa 1200 Kilogramm Nutzlast in den Erdorbit bringen, war aber insgesamt kein großer Erfolg und wurde auch nie kommerziell eingesetzt.
Die 1975 gegründete Esa entwickelte aus der Europa-3-Rakete die Familie der Ariane-Trägerraketen. Der erste Start einer Ariane 1 (47 m, Nutzlast 1,85 Tonnen), die durch leistungsfähigere Stufen und mehrere seitlich gebündelte Feststoffbooster bis zur Ariane 4 verbessert wurde, fand am 24. Dezember 1979 statt. Abgelöst wurden diese Modelle durch die in den 80er und 90er Jahren entwickelte 55 Meter hohe Ariane 5, die sich im Design erheblich von ihren Vorgängern unterscheidet. Das betrifft vor allem die beiden seitwärts montierten Feststoffbooster. Der Erststart erfolgte am 4. Juni 1996. Auch diese Rakete kann im Aufbau modifiziert werden und so 6 bis 10 Tonnen Nutzlast transportieren. Sie ist bis heute das "Arbeitspferd" der Esa geblieben. Alle Mitglieder der Ariane-Familie konnten sogenannte Doppelstarts vornehmen, also zwei Satelliten auf einmal ins All hieven.
Eine weitere Ergänzung erhielt diese in Europa entwickelte Trägerraketenfamilie durch die ab 2009 von den Russen übernommene Sojus-Rakete. Sie brachte am 21. Oktober 2011 die ersten beiden Satelliten des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo ins All. mack
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