Fraport-Chef will mehr lärmabhängige Landegebühren

Der Frankfurter Flughafen will die Landegebühren noch stärker von der Lärmbelastung abhängig machen. "Wir wollen die Anreize so setzen, dass die Luftfahrtgesellschaften animiert sind, leisere Flugzeuge einzusetzen", sagte Fraport-Chef Stefan Schulte der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung".

Frankfurt. Fluglärm: Hausbesitzer verkaufen Immobilie an Fraport. Foto: Boris Roessler /ArchivAußerdem forderte er beim Thema Lärmschutz mehr Unterstützung vom Staat. "Ich wünsche mir, dass öffentliche Forschungsgelder auch verstärkt in die Schallreduzierung an Flugzeugen investiert werden."

Proteste nehmen zu

Seit der Inbetriebnahme der neuen Landebahn im vergangenen Herbst haben die Proteste wegen des Fluglärms in der Rhein-Main-Region und in Rheinhessen zugenommen. Nach Angaben des Fraport-Vorstandschefs haben sich in einem speziellen Programms für besonders lärmgeplagte Regionen inzwischen 92 Hauseigentümer entschieden, ihre Immobilie an Fraport zu verkaufen. Sie hätten ein Angebot erhalten, bei dem der Verkehrswert von einem neutralen Gutachter ohne Berücksichtigung der Landebahn ermittelt wurde. In den betroffen Zonen lägen etwa 230 Immobilien mit 500 Wohneinheiten.

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