800 Jahre Adler: Buch über das Frankfurter Stadtwappen

Frankfurt. Das Wappen von 1583. F.:Institut für Stadtgeschichte Seit fast 800 Jahren ist der Adler das Wappen Frankfurts. Der Historiker Konrad Schneider präsentiert die Geschichte des Siegels in einem Buch.

Erstmals 1219 trat Frankfurt mit einem eigenen, noch wappenlosen Siegel auf: Dies markiert die Geburtsstunde der Bürgerschaft und damit der Stadt als eigener Gemeinde. Seit dem 13. Jahrhundert führt die Stadt einen silbernen Adler im roten Feld als Wappen, das sie fortan auf Grenzsteinen, Uniformen oder den Stadttoren als Hoheitszeichen anbringen ließ. Und heute trifft man ihn – nur geringfügig verändert – auf den Fahnen am Römer, auf städtischen Briefbögen, Etiketten des Frankfurter Weingutes, der Livree des Hochzeitspförtners am Römer oder als Steinrelief an vielen öffentlichen Gebäuden.

Kaum etwas in der sich fortwährend verändernden Main-Metropole hat eine so lange und ungebrochene Tradition wie das Stadtwappen. Doch welche Vorbilder hatte der Frankfurter Adler? Woher kommen die Stadtfarben? Und was hat das Stadtsiegel von 1219 mit dem heutigen Logo der Kommune zu tun? Diesen Fragen ist Konrad Schneider, stellvertretender Leiter des Instituts für Stadtgeschichte, in einer gerade erschienenen Publikation des Instituts für Stadtgeschichte nachgegangen. Unter dem Titel "Der Frankfurter Adler. Wappen, Siegel und Fahnen der Stadt Frankfurt am Main und ihrer Stadtteile" zeichnet der Autor die historische Entwicklung und vielfältige Nutzung der Frankfurter Hoheitszeichen nach und widmet sich dem Wandel, den es im Lauf der Jahrhunderte bis zum heutigen städtischen Corporate Design durchlief.

Eine Episode war dabei die Kontroverse um das im Stil der Neuen Sachlichkeit gestaltete Signet von Hans Leistikow in den 1920er Jahren. Er brach erstmals radikal mit den Traditionen und zog mit seinem als "Frankfurter Stadtmaikäfer" diffamierten Entwurf einen Sturm der Entrüstung auf sich.

Die Publikation ist im Institut für Stadtgeschichte sowie im Buchhandel erhältlich. Erschienen ist es in Henrich Editionen, Preis: 14,90 Euro, ISBN 978-3-921606-85-8.red

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