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Die neuen Fahrkartenautomaten im Test
20 ihrer 600 Automaten hat die Frankfurter Verkehrsgesellschaft jetzt mit Touchscreens ausgestattet
Die VGF stellt nach und nach an ihren Haltestellen neue Automaten auf. Höhere Kundenfreundlichkeit und die Möglichkeit, bargeldlos zu bezahlen, seien die Vorzüge der Fahrkartenautomaten. Wir haben sie getestet und nach ein bisschen Suchen das richtige Ticket gefunden.
Frankfurt. ![]()
Sie finden sich bereits an 20 Haltestellen in der Stadt: die neuen Automaten der VGF. Sie stehen beispielsweise an der Konstablerwache und am Hauptbahnhof, am Merianplatz, im Nordwestzentrum, an der Messe, am Höchster Bahnhof.
Größter Unterschied zu den gewohnten Ticketmaschinen: Die neuen werden über einen berührungsempfindlichen Bildschirm (Touchscreen) bedient. Der Ziffernblock und die lange Tabelle mit Fahrzielen und den dazugehörigen Nummern sind verschwunden. In den nächsten Jahren sollen alle 600 Fahrkartenautomaten so aussehen, die Umrüstung kostet pro Stück 16 000 Euro, ein neuer Automat sogar 30 000 Euro.
Der Neue gibt sich freundlich: "Hallo, ich bin’s – der neue bargeldlose Fahrkartenverkäufer. Bei mir können Sie Fahrkarten (Einzelfahrkahrten und Zeitkarten) kaufen. Das geht ganz einfach – Sie müssen nur der Beschreibung am Bildschirm folgen", lautet das Versprechen auf einem Infoschild über dem Bildschirm. Vertrauenerweckend.
Auf dem Bildschirm wird zuerst angeboten, was die meisten Kunden wünschen: Ein Ticket für die "Kurzstrecke" oder die "Einzelfahrt Frankfurt", zum vollen Preis oder zum ermäßigten. Der Kauf ist mit einer Berührung auf dem Bildschirm erledigt. Anders als früher kann man die Fahrkarte bar oder mit EC- oder Kreditkarte bezahlen. An 16 der neuen Automaten wird derzeit sogar nur die bargeldlose Option angeboten. Keine Minute, und man hat sein Ticket.
Wir versuchen ein kniffligeres Manöver und lösen eine Monatskarte. Auf dem Bildschirm gibt es aber nur die Schaltfläche für "Wochenkarten". Heißt es auf der Begrüßungstafel nicht "Sie müssen nur der Beschreibung am Bildschirm folgen"? Doch da ist keine Beschreibung.
Ein VGF-Mitarbeiter gibt den entscheidenden Tipp: Man müsse blättern. "Wie? Blättern?" Dafür gibt es einen roten Pfeil am rechten Bildrand, der nach unten weist. Berührt man ihn, ändert sich der Bildschirmausschnitt, der Button "Monatskarte" wird sichtbar. Danach geht alles wie gewohnt.
Kommt mal kein Experte vorbei, könnte eine Suchfunktion helfen. VGF-Sprecherin Dana Vietta hält es für fraglich, ob eine solche Hilfe sinnvoll wäre: Die Fahrgäste könnten die Automaten dann als Infoportal nutzen und sie für andere Fahrgäste blockieren, die nur schnell eine Karte kaufen möchten. Doch der Tipp sei hilfreich, denn noch sind die neuen Automaten in der Testphase, die VGF sammelt noch die Kritiken. Was vielen Kunden nicht gefällt, wird in der Software noch geändert. med



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