Einigkeit beim Sparen

Und ein Sperrvermerk kommt auch noch

Was das Sparen angeht, so waren sich die Gemeindevertreter am Mittwochabend im Dorfgemeinschaftshaus Arnoldshain einig. Beim Thema Windenergie machte die FWG dem Rest einen Strich durch die Rechnung.

Von Anja Petter

Schmitten. Jetzt wird gespart! Einstimmig haben die Schmittener Gemeindevertreter beschlossen, im laufenden Jahr bei den Sach- und Dienstleistungsausgaben der Gemeinde 230 000 Euro zusätzlich einzusparen. Ebenfalls beschlossen wurde der von der FWG bereits im Haupt- und Finanzausschuss gemachte Vorschlag, 65 000 Euro zusätzlich – beispielsweise bei Büromaterial, Wartungen, Beratungsleistungen und Weiterbildungen – zu kürzen und dies stattdessen für Straßenreparaturen und Gebäudeinstandhaltungen auszugeben. Allerdings: Die Summe wird, wie von der CDU vorgeschlagen, mit einem Sperrvermerk versehen – trotz des Protestes des Ersten Beigeordneten.

"Die Verwaltung hat das sehr gut gemacht", lobte Bernhard Eschweiler (FWG) die von den Rathausmitarbeitern vorgelegte Streichliste. Die 65 000 Euro zeigten, dass es noch mehr Einsparpotenzial gebe. Und es sei gut, dass dieses Geld nun für die Bürger ausgegeben werde.

Auch Karsten Ratzke zeigte sich mit der "Fleißarbeit" zufrieden und würdigte den Sparansatz der FWG. "Wir sind auf dem richtigen Weg", meinte der Fraktionsvorsitzende der CDU, und dies sah auch sein Kollege von der SPD so. Die Kürzungen seien ein Kompromiss, aber: "Wir sind erst am Anfang eines langen Weges", stellte Hermann Schlanke fest.

Mut und Mehrheiten

"Endlich nehmen wir das Sparen ernst", freute sich auch Bernhard Mosbacher (Grüne). Bislang sei Entsprechendes nie in die Tat umgesetzt worden. "Aber jetzt haben wir den Mut und die Mehrheiten."

Dass es lediglich Kürzungen in einzelnen Bereichen gibt und die Gebäude trotzdem saniert werden, freute Bodo Maxeiner, und er sprach sich auch für den Sperrvermerk aus. "Wenn das Geld gebraucht wird, können wir noch mal reden", meinte der UBB-Fraktionschef. Schließlich wisse man ja noch gar nicht, ob Straßenreparaturen anstünden.

Das sah der Erste Beigeordnete Georg Goik (Grüne), der zuvor von Bernhard Mosbacher noch gelobt worden war ("Er hat die Interimszeit mit einem Ausrufezeichen beendet"), anders. "Der Sperrvermerk schnürt die alltägliche Arbeit ein", meinte der Vertreter von Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG). Und: "Die Verwaltung wird gestraft für das, was sie getan hat." Zu der Summe von 230 000 Euro, die immerhin fünf Prozent der ursprünglich kalkulierten Ausgaben entspricht, meinte er: "Das ist ein bemerkenswerter Brocken."

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