Ganz ohne Politik geht es doch nicht

Trotzdem stand die Geselligkeit bei der FWG im Mittelpunkt

Keine Politik beim FWG-Neujahrstreffen: ein guter Vorsatz, den die Freien Wähler dann aber doch nicht ganz umsetzen konnten.

Arnoldshain. Beim Neujahrstreffen der Schmittener FWG wurde geredet, gegessen und ein bisschen Wintersport geschaut. Foto: Stolte Relativ ruhig sind die Freien Wähler der Feldberggemeinde ins neue Jahr gestartet: Sie trafen sich am Sonntagnachmittag im Bistro des Schwimmbads zum gemütlichen Beisammensein – und die Politik sollte dabei keine Rolle spielen.

Fast 30 Personen fanden den Weg in das kleine Lokal, so dass am Ende nicht für alle ein Sitzplatz vorhanden war. "Einige sind vom Spaziergang direkt hierhergekommen, um sich noch ein bisschen mit uns zu unterhalten", sagte FWG-Fraktionschef Thomas Willroth. Es wurde gequatscht, gegessen, das ein oder andere Glas getrunken, während im Fernseher Live-Berichte vom Wintersport zu sehen waren.

Bis 19 Uhr dauerte das Neujahrstreffen, und ganz ohne Politik ging’s natürlich doch nicht ab. Willroth: "Wir haben ein bisschen über die aktuellen Themen gesprochen." Ein wichtiger Aspekt dabei sind die neuen Entwicklungen zum Thema "Erneuerbare Energien". Die FWG hält es für verfrüht, schon bei der nächsten Gemeindevertretersitzung einen Antrag zum Thema Windenergie einzubringen. "Das ist uns einfach zu schnell. Die Bürger müssen bei diesem Thema stärker integriert werden."

Bei der ersten Sitzung der Energiekommission hatte der Fokus bekanntlich auf der Windkraft gelegen. Erster Beigeordneter Georg Goik (Grüne) hatte dies auch mit Verweis auf den Beschluss der Gemeindevertretung als richtig bezeichnet. Willroth sieht das etwas anders. "Wir sind nicht generell gegen die Windkraft, wollen aber, dass das Thema richtig bearbeitet wird." FWG-Vertreter Harald Rohnke habe sich mit seinem Ansichten in der Kommission jedoch nicht durchsetzen können.

Klausurtagung im März

Wie die FWG in der Frage der erneuerbaren Energien in Zukunft vorgehen will, wird sich Anfang März entscheiden. "Wir treffen uns am zweiten Samstag des Monats zu einer Klausurtagung in Groß-Gerau", sagte Willroth. "Wir wollen dazu ganz bewusst raus aus Schmitten." Er habe ursprünglich ein Treffen im Februar terminiert. "Da habe ich aber gleich was auf die Ohren bekommen, weil das mitten in der Faschingszeit gewesen wäre."

In Groß-Gerau will sich die FWG-Fraktion dann auch über weitere die Gemeinde bewegende Themen austauschen und die Positionen für die kommenden Jahre festlegen. "Da gehört sicherlich auch die Sommerrodelbahn dazu." Und auch die Finanzsituation der Gemeinde. "Wir wollen ja einen Vierjahresplan für die Finanzen aufstellen, und das können wir in der Fraktion auf dieser Klausur gut besprechen."

Übrigens: Marcus Kinkel war beim Treffen nicht dabei. Bekanntlich will sich der Verwaltungschef ein wenig aus der politischen Auseinandersetzung raushalten und mehr Gewicht auf seine Rolle als Bürgermeister aller Schmittener legen.gst

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