Hier haben die Kinder den Rhythmus im Blut

Roder Grundschüler zeigen ihr Können bei einem Hausmusikabend

Alle meine Entchen ist nicht nur was für Kleinkinder, und die Bremer Stadtmusikanten fühlen sich auch fernab der Hansestadt wohl. Das und mehr erlebten die Besucher des Hausmusikabends.

Von Monika Schwarz-Cromm

Rod an der Weil. Josephine, Jasmin und Alicia versuchten, den Winter mit ihren Blockflöten zu vertreiben. Foto: Schwarz-CrommDas konnte sich sehen und vor allem hören lassen: Aus 19 Programmpunkten bestand der Hausmusikabend am Donnerstag in der Grundschule im Weiltal.

Schon zu Beginn gab’s einen Höhepunkt – die Rhythmusgruppe des dritten und vierten Schuljahrs um Yunus Barbaros Kuru nahm die Zuhörer mit auf eine rhythmische Reise zu "Mother Earth". Ob Tamburin, Rasseln, Regenmacher, rollene Kugeln, Xylofon, eine große Trommel oder ein Klavier, die Kinder bewiesen Rhythmusgefühl und führten mal schnell, mal langsam, mal laut, mal leise durch sämtliche Passagen. Mit begeistertem Applaus dankten die Zuhörer.

14 Klavierspieler reihten sich danach ins Programm ein, mal zu zweit, mal als Solisten. Erstklässler Max freute sich über den lauten Applaus, den er für seine Interpretation des "Prelude" erhielt. Vierhändig boten Anna und Lea das Kinderlied "Hänschen klein" dar. Und Mara zeigte nach Noten, dass "Alle meine Entchen" nicht nur ins Repertoire von Kleinkindern gehört. Mit Hut und Schal setzte sich Mantas ans Klavier. Der Schüler der Klasse 3 a begeisterte mit "Amely".

Vierhändig mit Freude

Die Lehrerinnen Elisabeth Meisemann und Stefanie Keiper wollten da mit ihrem Können nicht länger hinter dem Berg halten. Voller Freude am gemeinsamen Spiel intonierten sie vierhändig den "Norwegischen Tanz Nummer 2".

Doch es sollten auch die jungen Flöten- und die Gitarrenspieler nicht vergessen werden sowie Henrik mit seiner Geige. Der kleine Künstler war zwar zunächst nicht auffindbar, konnte dann aber doch noch gefunden werden und mit seiner Mutter Olga Wehr, die ihn am Klavier zu "Minuet" begleitete, auftreten. Und er machte seine Sache gut.

Magdalena ist Schülerin der Klasse 3b und begleitete sich selbst mit der Gitarre zum Lied "Kleine Taschenlampe brenn". Dem Winter sagten Josephine, Jasmin und Alicia mit ihren Flöten ade, auch wenn sie damit nicht gegen die kalten Temperaturen draußen ankamen.

Zum Abschluss waren alle gefragt. Denn alle Gäste und Kinder sangen gemeinsam zur Klavierbegleitung von Stefanie Keiper, nach einer Pause, in der für alle belegte Brötchen bereitstanden, die gerne gegessen wurden. Schließlich könne mit dem Erlös der Brötchen und den anschließend gesammelten Spenden den Kindern in der Partnerschule Kenia ein Mittagessen bezahlt werden, wie Schulleiterin Sabine Pohlmann erklärte.

Dann ging es weiter im Programm mit den Bremer Stadtmusikanten, einem Spiel, das die Chor- und die Theatergruppe gemeinsam einstudiert hatten. Ob die Musikalität oder die Schauspielkunst, an der Grundschule im Weiltal gibt es sehr viele kreative Talente.

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