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Jetzt bleibt die Wärme in den Räumen
Sanierung des Gemeinde- und des Pfarrhauses in Arnoldshain ist zwar abgeschlossen, aber: Sturm hat Schäden verursacht
Rund 260 000 Euro hat die Sanierung von Pfarrhaus und Gemeindezentrum in Arnoldshain gekostet. Doch die nächsten Arbeiten stehen schon an.
Von Gerrit Stolte
Arnoldshain. ![]()
Das Gemeindezentrum (vorne) und das Pfarrhaus wurden 2011 für rund 260000 Euro saniert. Fotos: Stolte Die Kirche auf dem Berg, etwas darunter das Pfarrhaus im Stil eines englischen Landhauses und noch weiter bergab das großzügige Gemeindezentrum – man ist geneigt von einer
Postkartenidylle für die Protestanten zu sprechen – erst recht seit der Sanierung der beiden unteren Gebäude.
Vor allem für das Anfang des vorigen Jahrhunderts erbaute Pfarrhaus, in dem seit einigen Wochen der neue Pfarrer Christoph Wildfang wohnt. Beim Gang durch die beiden Stockwerke möchte man gern mit dem Pfarrer tauschen. Ein Schiffsplanken-Boden, sehr hohe Decken und Türen, warme Farben. Die Räume sind groß, nur spartanisch eingerichtet und wirken dennoch warm und einladend. Besonders die beiden Gästezimmer, eines in Orange und eines Grün. "Ein Hindu-Zimmer und ein muslimisches Zimmer", wie der Pfarrer betont. "Ökumene hört nicht bei den Christen auf."
Die Einrichtung mit zum Teil antiken Möbeln sowie die farbliche Gestaltung gehen auf das Konto des Pfarrers. Doch das Haus wurde auch für rund 130 000 Euro saniert. Wie Manfred Maurer, Vorsitzender des Kirchenvorstands und des Fördervereins Laurentius, mitteilt, ging‘s dabei vor allem um die Wärmedämmung am Dach sowie die Erneuerung der Fenster. "Das war problematisch, weil wir das Gebäude wegen des Denkmalschutzes nicht verkleiden durften." Bei den vielen Winkeln und Kanten musste auch bei der Isolierung des Daches ein Kompromiss eingegangen werden. "Die Dämmung ist nicht direkt unter dem Dach angebracht, sondern weiter innenliegend in einer durchgehenden Schicht", sagt Maurer.
Fast wie das Original
17 Fenster wurden in dem alten Gebäude erneuert, wobei darauf geachtet wurde, dass sie äußerlich den Jugendstil-Originalen nachempfunden sind. "Im Wintergarten sind noch die alten Fenster vorhanden, das ist aber auch aus energetischer Sicht in Ordnung", sagt Pfarrer Wildfang. Vor allem weil bei der Sanierung eine zusätzliche Wand eingezogen wurde, die mit einer modernen Tür versehen wurde.
Die Fenster wurden auch im Gemeindezentrum erneuert und bekamen neue Rahmen. Bei den vom Wiesbadener Architekten Claudius Beckmann geplanten Arbeiten stand ebenfalls die Wärmedämmung im Mittelpunkt. Im Ober- und Untergeschoss wurde die Dämmschicht erneuert, die Betonwände zusätzlich von innen gedämmt. Im August 2011 waren die Arbeiten begonnen worden, im November war alles fertig. "Es waren alles Arbeiten, die von Fachleuten gemacht werden mussten", betont Maurer. "Deshalb haben wir alles extern vergeben müssen."
Alles extern vergeben
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Alt und Neu am Pfarrhaus in Arnoldshain. Während das linke Fenster komplett erneuert wurde, ist beim Wintergarten alles beim Alten geblieben.Dafür waren die Gemeindemitglieder beim Sammeln von Spenden für die Sanierung fleißig. Die hat insgesamt 133 000 Euro gekostet. Auf dem Topf des Dorferneuerungsprogramms des Landes Hessen und von der Landeskirche gab‘s 98 725 Euro. Der Gemeindeanteil lag bei 34 275 Euro.
Mit insgesamt drei Benefizkonzerten, einer Vernissage, einem Spielkartenquartett sowie über Spendenaufrufe kamen bis zum 11. Januar insgesamt 28 400 Euro zusammen. Eigentlich zu wenig, aber die evangelische Gemeinde nahm im vergangenen Jahr an einem Bonifikationsprogramm der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau teil. "Für drei gespendete Euro gab‘s von der Landeskirche einen Euro zusätzlich", so Maurer. Insgesamt sind über Spenden also mehr als die benötigten 34 275 Euro zusammengekommen.
Es ist also noch etwas Geld vorhanden, und das wird auch gebraucht. Im Gemeindezentrum soll mittelfristig die Heizungsanlage erneuert werden. Und auch am Pfarrhaus fallen weitere Arbeiten an. Durch den Sturm haben sich Dachschindeln gelöst, eine ist ganz weg. "Es dringt Feuchtigkeit ein", sagte Pfarrer Wildfang. Ob die Spenden dafür verwendet werden können, steht jedoch noch nicht fest. "Die waren ja zweckgebunden für die Sanierung des Gemeindehauses und nicht für das Pfarrhaus gedacht", betont Maurer.



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