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Kampf gegen den Alkoholmissbrauch
Drei JU-Verbände unterstützen die Arbeit des Zentrums für Jugendberatung und Suchthilfe
Immerhin 300 Euro haben die JU-Verbände aus Usingen, Wehrheim und Neu-Anspach bei ihrem Fußballturnier für den guten Zweck gesammelt. Bei dem wurde aber leider Alkohol verkauft.
Usingen. ![]()
Andreas Pichl (links) und Bärbel Debus freuen sich über eine Geldspende der Jungen Union aus dem Usinger Land. Foto: PierenImmer mehr Jugendliche haben ein Alkoholproblem. Auch im Usinger Land greift der Nachwuchs schon mal zur Flasche, die allzu oft mit Hochprozentigem gefüllt ist. Und viele Jugendliche machen das ganz bewusst. Das ist auch den Mitgliedern der Jungen Union aus Usingen, Wehrheim und Neu-Anspach nicht verborgen geblieben. "Wenn man bei Partys nicht die Kontrolle über sich verliert, ist das für manch einen ein Zeichen, dass es eine schlechte Party war", sagt der Eschbacher Lukas Hille.
Die wachsende Sorge um Alkoholmissbrauch unter Schülern beschäftigt die Nachwuchspolitiker aus dem Usinger Land schon länger. Und sie engagieren sich auch in der Problemlösung. Um die Arbeit des Zentrums für Jugendberatung und Suchthilfe für den Hochtaunuskreis in der Suchtprävention zu unterstützen, hat die JU der Usinger Außenstelle der Einrichtung eine Spende über 300 Euro überreicht.
Diese stammt aus den Überschüssen, die bei einem Fußball-
Gaudi-Turnier im November erzielt wurden. "Habt ihr denn bei dem Fußball-Turnier Alkohol verkauft?", fragte Mitarbeiterin Bärbel Debus die jungen Männer. "Ja, das haben wir", so die ehrliche Antwort von CWS-Schulsprecher Sebastian Sommer aus Wehrheim "Alkohol gehört in unserer Gesellschaft dazu. Bier ist eine legale Droge. Ein Verbot hilft nicht weiter." Der Usinger Maximilian Schneider (23) ergänzte, dass eine Kerb ohne Alkohol nie erfolgreich sein könne, weil in der Gesellschaft Alkohol und Spaß leider automatisch gleichgesetzt würden.
Im weiteren sehr persönlich geführten Gespräch der Jungkonservativen mit der Mitarbeiterin der Drogenberatung war man sich einig, dass junge Menschen lernen müssen, mit allem verantwortungsvoll umzugehen, was ihnen in der Öffentlichkeit begegnet – also auch mit Alkohol. "Doch muss bei öffentlichen Veranstaltungen immer Alkohol ausgegeben werden?", fragte Debus provokant mit Anspielung auf den nicht unumstrittenen Stand der Bad Homburger JU beim Laternenfest in der Kurstadt, bei dem das Bier sehr günstig verkauft wird.
Immer jünger
"Die Zahl der Suchtkranken im Hochtaunuskreis ist relativ konstant. Problematisch ist aber, dass bereits Zehn- und Elfjährige zur Flasche greifen und das riskante Absturzsaufen zunimmt", meinte Debus. "Mit unserem Präventionsprogramm ,Halt‘ arbeiten wir gegen diese Tendenzen. Alkohol darf für junge Menschen nicht wichtig werden, weil diese irrtümlicherweise meinen, er würde Erleichterung verschaffen. Vieles findet im Kopf statt."map



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