Wenn im Park getrunken wird . . .

Brennpunkte gibt’s auch in Schmitten – Jugendbetreuerin ist für Ältere nicht mehr zuständig

Am Wiegerfelsen, am Ley-Häuschen, beim Rewe-Markt und im Park halten sich häufig Alkoholiker auf. Sie hinterlassen oft ihren Müll – und scheinen Jugendlichen Alkohol zu kaufen.

Von Gerrit Stolte

Schmitten. Manche Menschen meinen, ihre Probleme nur mit Alkohol lösen zu können. So weit, so schlecht. Richtig schlecht wird‘s jedoch, wenn diese Menschen der Jugend dabei helfen, auf den Geschmack von Alkohol zu kommen. Das scheint in Schmitten der Fall zu sein, wie bei der Sitzung des Jugend-, Sozial- und Tourismusausschusses im Kindergarten in Brombach klar wurde.

Jugendpflegerin Manuela Hohmann hatte am Ende ihres Jahresberichts auch auf Alkoholprobleme bei einigen Jugendlichen hingewiesen. "Treffpunkte sind der Park, das Ley-Häuschen, der Wiegerfelsen und der Rewe." Zum Teil würden die jungen Menschen schon von "lass rewen" sprechen. Vor allem im Park seien aber deutlich ältere Menschen alkoholisiert anzutreffen. "Die sind dann nicht mehr in meiner Zuständigkeit", sagte Hohmann. Allerdings würden einige dieser Älteren den Jugendlichen Alkohol kaufen. "Das Wechselgeld dürfen sie dann behalten", sagte sie.

Keine Möglichkeiten?

Weitere Probleme wären der Müll und der Lärm, wie Dr. Uwe Ewerdwalbesloh (FDP) klarmachte. Eine rechtliche Grundlage, um die Menschen von den Plätzen zu verweisen gebe es jedoch nicht, zumal sich die Betroffenen bewusst zurückhalten würden, wenn man sie anspreche. Der Ausschuss fand denn auch keine Lösung, wie dem Problem beizukommen sei.

Weniger problematisch gestaltet sich offensichtlich die Bewertung der Arbeit von Hohmann, die von den Ausschussmitgliedern mit Beifall belohnt wurde. Hohmann berichtete, dass der Jugendraum in Oberreifenberg, für den bekanntlich gerade ein neuer Vorstand gewählt wurde, vorrangig von 12- bis 17-Jährigen frequentiert werde. "In Schmitten sind jüngere und ältere Teilnehmer dabei."

In beiden Räumen gebe es feste Angebote, wobei der Mädchentreff in Oberreifenberg mittlerweile aufgelöst worden sei. "Da kamen nur vier Mädchen, und die hatten kein Problem damit, wenn Jungen dabei waren", sagte Hohmann. Erfolgreich seien im vergangenen Jahr der Rettungsschwimmkurs mit 77 Teilnehmern und – bedingt – das Berufsfindungsseminar gewesen. Bei der ersten Auflage seien mit mehr als 15 Personen zu viele Teilnehmer dabei gewesen. "Im Herbst waren es dann nur noch sechs, und das war viel produktiver."

Die Seminare soll es auch im kommenden Jahr geben. Darüber hinaus plant Hohmann die Einrichtung einer Ausbildungsbörse im Internet. Neben Kinderwochen, Sommerferienspielen, Aktionstagen und Ausflügen soll 2012 auch ein Fußballturnier stattfinden. Hohmann: "Das wollen wir mit dem JFC Eintracht Feldberg organisieren."

Eigene Homepage

Auf Anregung von Regina Nase (UBB) soll die Arbeit von Hohmann in den Schmittener Nachrichten vorgestellt werden. Zudem denken die Ausschussmitglieder darüber nach, auf der Homepage der Gemeinde mehr Platz für die Jugendbetreuung zur Verfügung zu stelle. Denkbar ist auch die Einrichtung einer separaten Seite.

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