Wohnungen statt Ruine

Wohnungen für Familien, Normal- und Geringverdiener wünschen sich die Grünen so schnell wie möglich auf dem Vickers- und Krankenhausgelände.

Bad Homburg. Als einen ersten Schritt zur Verbesserung der prekären Wohnsituation begrüßen die Grünen den jüngsten Magistratsbeschluss, der grünes Licht für die Entwicklung von zwei Gebieten gab. Vor allem für Normal- und Geringverdiener, Familien und Singles sei die künftige Erschließung von Vickers- und Krankenhausgelände ein Segen.

Seit Jahren sei nur geredet worden, "jetzt geht es endlich los", kommentiert der baupolitische Sprecher der Grünen, Bardo Röhrig, den quasi Startschuss für den Bau von Wohnungen. Für die Umweltpartei liegt der Fokus bei beiden Gebieten auf aufgelockertem Geschosswohnungsbau, auf energiesparendem Bauen in Passivhausbauweise, Nutzung der Dächer für regenerative Energien und auf einer guten Durchgrünung. "Wir wissen, was wir wollen. Dafür brauchen wir keinen städtebaulichen Wettbewerb", nennt Röhrig, der auch Vorsitzender des Bau- Planungs- und Umweltausschusses ist, die gewünschte Marschrichtung. Ein Wettbewerb würde eine Verzögerung von 15 Monaten bringen. "Wir aber wollen nach dem Krankenhausumzug Baurecht haben, damit es gleich losgehen kann."

Beitrag zu Karneval

Über die Frage, ob auf dem 0,7 Hektar größeren Krankenhausgelände weniger oder gleich viele Wohnungen entstehen sollen, wie auf dem kleineren Vickersgelände, darüber könne man diskutieren. Die Grünen könnten sich auf dem Krankenhausgelände auch eine verdichtete Bebauung mit mehr Geschosswohnungen statt Einzelhäusern vorstellen.

Nicht nachvollziehen kann man die Überraschung des Landrats. "Wenn wir jetzt nicht anfangen, haben wir, wenn die Kliniken Ende 2013 umziehen, kein Planungsrecht." Einen Bebauungsplan zu entwickeln, dauere nun einmal fast zwei Jahre. Deshalb sei es höchste Zeit, so der Grünen- Sprecher. "Wir wollen dort Wohnungen schaffen und nicht eine Ruine stehen haben, wie wir das beim alten Landratsamt in der Louisenstraße zehn Jahre lang erlebt haben.

Für Kopfschütteln sorgte der Vorschlag der CDU, auf dem Vickersgelände ein Kongress-Zentrum zu bauen. "Das ist wohl ein Beitrag zur laufenden Karnevalkampagne", polemisiert Röhrig, Dieser Vorschlag zeige nur, dass sich die Homburger CDU von einer sachgerechten und konstruktiven Mitarbeit ausgeklinkt habe.red

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