Die Titelseite der Frankfurter Neue Presse vom 24.05.2012 als PDF zum Downloaden.
Im Sommer trennen sich die Wege
...von Fußball-Süd-Verbandsligist SG Anspach und Trainer Stephan Häuser – Zum Abschied Klassenerhalt
Zum Saisonende werden sich bei Fußball-Verbandsligist SG Anspach die Wege des Vereins und seines bisherigen Trainers Stephan Häuser trennen – in beiderseitigem Einvernehmen.
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Höhen und Tiefen gemeinsam durchlebt: SG Anspachs Trainer Stephan Häuser (li.) und Manager Michael Caspari. Foto: Storch "Wir haben in den gemeinsamen, mehr als zweieinhalb Jahren alle Höhen und Tiefen erlebt, haben in guten wie in schlechten Zeiten fest zusammengestanden, was sicherlich nicht alltäglich ist", zieht Michael Caspari, Manager des Fußball-Süd-Verbandsligisten SG Anspach schon zum jetzigen Zeitpunkt ein positives Resümee der gemeinsamen Zusammenarbeit mit Trainer Stephan Häuser, die nach Ende der laufenden Runde in beiderseitigem Einvernehmen, wie von Häuser und Caspari betont wird, ausklingen wird.
Junge Spieler geformt
"Wir haben in dieser gemeinsamen Zeit einiges zusammen erreicht", fügt Trainer Häuser hinzu, "wir haben neue Spielsysteme einstudiert, die Umstellung auf Abwehrkette eingeführt. Ich konnte auch viele junge Spieler aus unteren Klassen holen und in ihrer Leistung weiterbringen", wobei Häuser vor allem auf Talente wie Andre Stoss (19), "Ferdi" Idic (21), Vincenzo Carotenuto (25) oder Malte Strothmann (23) verweist.
Häuser lässt die bis dato gemeinsame Zeit bei der SGA schon einmal ein wenig Revue passieren: "Ich habe im November 2009 in Anspach angefangen. Die Mannschaft war Tabellenvorletzter der Verbandsliga und nicht mehr zu retten – weil das Team meiner Meinung nach vollkommen falsch zusammengestellt war." Dessen ungeachtet wurde die SGA Kreispokalsieger und konnte auch das Hallenmasters 2010 gewinnen. Auch das Erreichen des Endspiels im Regionalpokal war "ein toller Erfolg unserer Mannschaft".
Nachdem er bereits an seiner vorherigen Wirkungsstätte den Aufstieg mit der SpVgg 05 Bad Homburg 2009 in die Gruppenliga Frankfurt/West feiern konnte, gelang Häuser mit der SG Anspach ebenfalls ein Aufstiegscoup: 2011 ging‘s zurück in die Verbandsliga Süd. "Sozusagen wie Phönix aus der Asche", zieht Anspachs Manager Caspari einen treffenden Vergleich. Für Häuser auch im Nachhinein noch immer ein "tolles Ding": "Welch eine Leistung, direkt nach dem Abstieg wieder aufzusteigen! Das aktuelle Beispiel Eintracht Oberursel zeigt, wie schwer es ist, gleich wieder Erfolg zu haben." Und auch 2011 erreichte die SGA das Kreispokalfinale gegen die Usinger TSG.
"Wir stehen derzeit relativ stabil in der Verbandsliga Süd auf einem guten zehnten Platz – aber", so Michael Caspari, "ich warne davor, schon von einem guten Weg in Richtung Klassenverbleib zu sprechen. Aufgrund unserer gravierenden Verletztenmisere – es wäre sicherlich toll für den Stephan gewesen, wenn er bei uns mal eine Runde mit komplettem Kader hätte spielen können – wird es meiner Meinung nach noch recht schwer für uns, den Ligaerhalt zu schaffen, den ich dem Stephan, dem wir für seine bis dato bereits geleistete Arbeit überaus dankbar sind, zum Abschied von ganzem Herzen wünsche!"
Aus Häusers Sicht ist der aktuelle zehnte Tabellenplatz, auf dem sein Team überwintert hat, ebenfalls "überraschend und nach dem Ausfall zahlreicher Stammspieler fast schon sensationell". Häuser ergänzt: "In einem Gespräch mit dem Vorstand ist die sehr angespannte Personalsituation besprochen worden. Es ist zu hoffen, dass wir den Klassenerhalt auch ohne Neuzugänge packen werden."
Das Vorab-Fazit des im Sommer scheidenden Häuser: "Ich habe die Anforderungen des Vereins mehr als erfüllt. Mit dem Klassenerhalt am Saisonende in der Verbandsliga wäre das Maximum erreicht. Mehr geht hier nicht. Daher ist nach knapp drei Jahren meine Aufgabe am Ende der Runde hier erfüllt."
Noch keine Tendenzen
Gedanken an einen Nachfolger hat Michael Caspari "noch nicht verschwendet. da haben wir hier auch noch gar keine Idee, es gibt auch noch überhaupt keine Tendenzen. Überstürzen müssen wir ja angesichts des frühen Zeitpunkts auch gar nichts. Vielmehr heißt es für uns jetzt, alle Kräfte zu bündeln, um bis zum Saisonende mit dem Stephan gemeinsam den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen." gg


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