Duell auf Augenhöhe
Vor dem Spitzenspiel der 2. Fußball-Bundesliga gibt es bisher kaum sportliche Schlagzeilen
Eintracht-Trainer Armin Veh wiegelt ab: "Meisterschaft und Aufstieg werden nicht in Düsseldorf entschieden."
Frankfurt. ![]()
Fingerzeig: Mohamadou Idrissou scheint eine Option für die Startformation in Düsseldorf zu sein. Foto: Rhode Sie waren vor der Saison die Topfavoriten der 2. Fußball-Bundesliga, sie haben fast die gesamte Spielzeit über auf den Aufstiegsplätzen gelegen und sie treffen nun am Montagabend als Erster und Zweiter der Tabelle aufeinander. Und doch gibt es bisher vor dem Duell von Fortuna Düsseldorf und Eintracht Frankfurt kaum sportliche Schlagzeilen.
Das Spiel scheint in den Hintergrund getreten, spätestens nachdem die Polizei in Düsseldorf erhöhte Polizeipräsenz mit "mehreren Hundertschaften" angekündigt und der Sicherheitsbeauftragte der Fortuna das Verhältnis der Fangruppen als "feindschaftlich" bezeichnet hat. Erwartet werden in Düsseldorf rund 6000 Frankfurter Fans, das Kartenkontingent, das nach Hessen gegangen ist, war schnell ausgeschöpft. Liest man die Pressemitteilung der Polizei und Ordnungskräfte, werden Ausschreitungen geradezu erwartet, fast schon ein wenig herbeigeredet.
Dabei ist es "nur ein Fußballspiel", wie gestern Frankfurts Verteidiger Heiko Butscher betonte. Ein durchaus wichtiges zwar, aber kein entscheidendes, wie Frankfurts Trainer Armin Veh glaubt. "Am Montag wird nicht die Meisterschaft entschieden und nicht der Aufstieg", sagt er, "es geht nur um die beste Ausgangsposition." Abhängig ist dies auch davon wie die direkten Verfolger Greuther Fürth und SC Paderborn gegeneinander spielen. Bisher haben die fünf Spitzenteams in den direkten Duellen die Punkte fast gleichmäßig unter sich verteilt. In Düsseldorf treffen das heimstärkste Team der Liga und die zweitbeste Auswärtsmannschaft aufeinander. Und der DFB schickt als Schiedsrichter Fifa-Referee Dr. Felix Brych. "Auf Augenhöhe" seien die Mannschaften, glaubt Veh, "das kann ein richtig gutes Spiel werden". Beide Trainer müssen ihre Aufstellungen aufgrund von Sperren und Verletzungen verändern. Der Fortuna fehlt der gesperrte Kapitän Andreas Lambertz, der Eintracht der verletzte Kapitän Pirmin Schwegler. Für beide Mannschaften große Verluste, aber nicht unersetzlich. Mit dem Neuzugang aus Köln, Adam Matuschyk könne die Fortuna gleichwertigen Ersatz aufbieten, glaubt der Frankfurter Trainer. Er selbst wird wieder auf die Doppellösung mit Sebastian Rode und Matthias Lehmann im defensiven Mittelfeld vertrauen.
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Kommentare
Stefan Schmitt schrieb am 12.02.2012 19:37 Uhr
Montag der 13.
Für wem wird der 13. zum Unglückstag? Für Fortuna oder Eintracht! Wird endlich mal Zeit das Eintracht gegen ein Spitzenteam 90 Minuten guten Fußball zeigt und auswärts siegt. Eine Halbzeit gut spielen und die andere verschlafen reicht nicht.