Luxusprobleme bei der Eintracht
Der auf nahezu allen Positionen entbrannte Konkurrenzkampf kann der größte Trumpf der Eintracht werden, birgt aber auch die größte Gefahr. Denn in diesem Bereich sind brisante Fragen zu beantworten: Wie lange gibt sich Mohamadou Idrissou mit einer Rolle als Einwechselspieler zufrieden? Wie lange bringt Kapitän Pirmin Schwegler Geduld auf, wenn er nicht unter den ersten Elf steht?
Wie lange hält Constant Djakpa still, der seinen Stammplatz aus der Vorrunde an Heiko Butscher verloren hat? Lauter "Luxusprobleme" und nicht die einzigen, die der Trainer mit all seiner Erfahrung gelassen angeht. Im bisherigen Saisonverlauf ist es Veh gut gelungen, gegenüber den Spielern glaubhaft zu bleiben. Gerade zuletzt hat er ein Zeichen gesetzt, als er Jimmy Hoffer in der Mannschaft beließ, obwohl Idrissou im Grunde als "gesetzt" gilt.
Ganz ähnlich stellt sich die Situation vor dem Spiel am Sonntag in Paderborn im Mittelfeld dar, wenn Schwegler, der auch gestern wieder mit dem Team trainierte, zurückkehren wird. "Besser so als anders", sagt Veh, der im ausgeglichen besetzten Kader mehr Chancen als Risiken sieht.
Fast alle Spieler sind nahezu gleichwertig zu ersetzen, wenn der Gesamtzustand der Mannschaft stimmt. Das ist die beruhigende Erkenntnis der letzten Wochen, in denen die Eintracht auch ohne die vermeintlich "Unersetzlichen" wie Idrissou und Schwegler nicht nur erfolgreich, sondern auch gut gespielt hat.
Der Konkurrenzkampf hat zwei weitere positive Aspekte. Zum einen kann der Trainer jederzeit auf Formkrisen oder Ausfälle reagieren, ohne Substanzverlust zu erwarten. Zum anderen kann sich kein Spieler auf Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen, weil der Kollege schon auf seine Chance lauert. Die Voraussetzungen sind also bestens, es liegt nun an Spielern und Trainer auch zu ernten, was sie gesät haben.
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Kommentare
Stefan Schmitt schrieb am 24.02.2012 09:42 Uhr
Endlich gegen Spitzenteam siegen
Wird Zeit das Eintracht endlich bei seiner letzten Gelegenheit gegen ein Spitzenteam aus den Top 5 gewinnt. Seit dem ersten Spieltag hat Eintracht gegen ein Spitzenteam wie damals Fürth nicht gewonnen. 4 Remis zu Haus. Jetzt wäre ein Auswärtssieg bei schwächelnden Paderborner schon Pflicht um die Tabellenführung zu behaupten denn danach kommen die vier unangenehm spielenden Ostklubs u.a mit Cottbus und Rostock. Also endlich am Sonntag einen Dreier holen der in Duseldorf dank Schiri versagt blieb.Am besten mit Idrissou, Hoffer, Meier, Matmour, Kittel und Köhler mit einer totalen Offensive spielen.