Gut gewappnet im Abstiegskampf
Der neue FSV-Trainer Benno Möhlmann geht optimistisch in den zweiten Saisonabschnitt der 2. Liga
Die Frankfurter treten heute in Duisburg an. Von einem "Endspiel" ist dabei noch keine Rede.
Von Jörg Daniels
Frankfurt. ![]()
Bei eisiger Kälte hilft es, zusammenzurücken: FSV-Trainer Benno Möhlmann (Mitte) bei seiner Abschlussansprache vor der Abfahrt. Foto: Imago Nicht alle Wünsche macht FSV-Trainer Benno Möhlmann wahr – und das, obwohl Dennis Cagara heute in Duisburg seiner neuen Mannschaft gerne geholfen hätte. "Ich bin mit 200 Prozent bereit, alles zu geben", sagte der Linksverteidiger, der sich am Dienstag den Bornheimern angeschlossen hatte. Zwei Tage später saß er dann bei der Pressekonferenz zwei Plätze von Möhlmann entfernt auf dem Podium und empfahl sich mit Worten für sein Debüt. Aber daraus wird nichts. Denn sein neuer Coach berief ihn nicht in den Kader für das Spiel gegen den MSV, das bei strengem Frost um 18 Uhr angepfiffen wird.
"Ich denke, dass der Klassenverbleib mit dieser Mannschaft auf jeden Fall zu schaffen ist", sagte Cagara, bevor er zum Abschlusstraining in Frankfurt antrat – und Möhlmann dabei offenbar nicht überzeugen konnte. In erster Linie wohl aus körperlichen Gründen. Auch Momar N‘Diaye, Sven Müller, Markus Hofmeier sowie Tobias Henneböle erhielten keinen Platz im Mannschaftsbus. Für sie fängt das Jahr 2012 sportlich also schlecht an.
Stürmer Ilian Micanski und Außenbahnspieler Chadli Amri hingegen können auf einen Einsatz hoffen. Ohnehin wäre Micanski erste Wahl gewesen, hätte den Neuzugang zuletzt nicht eine Oberschenkelverhärtung zurückgeworfen. Nun muss Möhlmann abwägen, ob es Sinn macht, die Leihgabe des 1. FC Kaiserslautern von Anfang an zu bringen. Macauley Chrisantus wäre dann wohl sein Sturmpartner. "Unsere Grundlage ist das 4-4-2-System", so Möhlmann. "Ich habe nicht vor, es im ersten Spiel anders zu machen." Sollte sich der Coach gegen Micanski entscheiden, bekäme Jutae Yun vermutlich den Vorzug vor Karim Benyamina. Im Gegensatz zu ihm verbesserte sich der Südkoreaner in der Vorbereitung.
Nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war in den zurückliegenden Tagen auch Amri. Dem Leihspieler aus Lautern machte das Sprunggelenk zu schaffen. Den Härtetest im Abschlusstraining bestand er jedoch. Gut möglich, dass Amri in Duisburg zunächst auf der Bank Platz nehmen wird. In diesem Fall würde Michael Görlitz auf der rechten Außenbahn sein Debüt feiern. Jener neue Spieler, der mit seiner Durchsetzungsstärke den lange vermissten Schwung in die Offensivaktionen bringen soll. "Ein bisschen fehlt noch, aber ich bin bereit", teilte Görlitz mit.
Vor dem Auftakt in den zweiten Saisonabschnitt sieht Möhlmann seine neue Mannschaft gut gewappnet im Abstiegskampf. "Wir haben wieder die Zuversicht und das Vertrauen in die eigene Leistung gewonnen, um gestärkt auf den Platz zu gehen." Versprechen aber will der Trainer nichts. Er sagte vor seiner Premiere: "Das Ziel Klassenverbleib können wir schaffen, keine Frage." Auf dem Weg dahin ist die Partie in Duisburg für ihn "kein absolutes Endspiel. Es ist kein Spiel um Sein oder Nichtsein".
Umfassend über den Lieblingsverein informieren lassen. Gratis. Und bequem per Mail.
Kommentare