Mainzer Sorgen bleiben
In Windeseile aus den Niederungen der Tabelle vorstoßen ins sichere Mittelfeld - das ist der Plan des FSV Mainz 05 für die Bundesliga-Rückrunde. Doch zu viele verletzte oder kranke Spieler sind ein großes Handicap.
Von Detlef Rehling
Mainz. ![]()
Thomas Tuchel sucht nach Verstärkungen. Foto: dpa Die Formkurve steigt beim FSV Mainz 05, doch die personellen Sorgen bleiben und könnten noch in kurzfristige Aktivitäten auf dem Transfermarkt münden. "Wir sind selbst überrascht von der Vielzahl der Verletzten, aber ein Schnellschuss nützt uns nichts", sagte Trainer Thomas Tuchel vor dem Rückrundenstart in der Fußball-Bundesliga am Sonntag (17.30 Uhr) bei Bayer Leverkusen.
Intern werden potenzielle Kandidaten diskutiert. "Qualität muss sein. Ein Neuer muss uns kennen, sollte gegen uns gespielt haben, sollte wissen, wie wir ticken", ergänzte der 37-jährige Coach.
Wirbel um Sandro Wagner
Weil unter der Woche eine Limousine mit Bremer Kennzeichen vor der Mainzer Geschäftsstelle parkte, vermutete eine lokale Zeitung den Werder-Stürmer Sandro Wagner als Neuzugang.
Doch Wagner zieht es wohl nach Kaiserslautern, und FSV-Manager Christian Heidel konterte via Spaß-SMS an die Bild-Zeitung (Donnerstag): "Wayne Rooney hat seinen Bentley ganz hinten links geparkt, ist aber nur beim Aldi einkaufen." Soll heißen: Die Mainzer werden ihre Transfers auch künftig unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die Bühne bringen.
Konkurrenzfähigkeit ist für Tuchel der Leistungsmaßstab für den Start in Leverkusen. Das 5:0 im letzten Test am Mittwoch gegen den Zweitligisten VfL Bochum vermittelte Selbstvertrauen nach zuvor zwei müden Freundschaftsspielen.
"Das war eine kleine Lehrstunde in Sachen Umkehrspiel", adelte VfL-Coach Andreas Bergmann das 05-Spiel in den ersten 63 Minuten, als die vermeintliche Startelf von Leverkusen auf dem Platz stand. "Dieser Sieg gegen einen Zweitligisten hilft uns weiter, gibt uns Zutrauen. Kaufen können wir uns für das 5:0 aber nichts. Wir wollen am Sonntag ein unangenehmer Gegner sein", meinte Tuchel.
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