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Ein Berg der Abenteuer

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Auch für Radfahrer ist der Hoherodskopf wegen der schönen Aussicht ein lohnendes Ausflugsziel.
Auch für Radfahrerinnen und Radfahrer ist der Hoherodskopf wegen der Aussicht ein Ausflugsziel. © Stefan Weil

Sommerrodelbahn, Kletterwald, Baumkronenpfad: Der Hoherodskopf im Vogelsberg lädt zu vielerlei Unternehmungen für die ganze Familie in den Ferien ein

Der Hoherodskopf ist mit 768 Metern die zweithöchste Erhebung des Vulkangebirges Vogelsberg. Der oberhessische Hausberg zieht schon seit vielen Jahren Besucherinnen und Besucher aus nah und fern an. In der Sommersaison von Mai bis Oktober ist der Hoherodskopf an Wochenenden und an Feiertagen mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erschlossen. Die Radbusse des „Vogelsberg-Expresses“ bringen Radelnde aus allen Himmelsrichtungen zum Hoherodskopf. Auch die Wetterau und das Rhein-Main-Gebiet sind angeschlossen.

Besonders reizvoll ist die 750 Meter lange Sommerrodelbahn auf der „Rennwiese“. Allein oder zu zweit macht die Schlittenfahrt in der engen Metallwanne eine Menge Spaß, vor allem in den Steilwandkurven. Die Geschwindigkeit lässt sich mit der eingebauten Bremse gut regulieren. Bergauf muss niemand seinen Schlitten ziehen. Der Lift, der im Winter auch die alpinen Skiläuferinnen und Skiläufer zur Bergstation nach oben befördert, ist eine bequeme Aufstiegshilfe. Und als Zugabe gibt es auf Wunsch ein „Blitzerfoto“ von der rauschenden Talfahrt.

Ganz anderen Nervenkitzel bietet der „Kletterwald“. Der Einstieg befindet sich direkt am großen Parkplatz auf dem Hoherodskopfplateau. In Höhen bis zu 15 Metern über Seile und Klettersteige durch den Wald zu klettern und über Seilrutschen rasant zu Boden gleiten, das ist schon ein ganz spezielles Erlebnis. Für kleine und große Kletternde (Mindestalter sieben Jahre) ist eine 15-minütige Einführung von ausgebildeten Fachkräften Pflicht. Sie erklären den richtigen Umgang mit dem Kletterhelm und dem Sicherungssystem. Nach fehlerfreiem Durchlauf steht dem Spaß – und dem Nervenkitzel – auf den verschiedenen familienfreundlich angelegten Parcours mit bezeichnenden Namen wie Megarutschen Risiko, Red Gecko, Fun, Vulkan, Nature Fitness, Seilrutschen oder Profi nichts mehr im Weg. Wer lieber unten bleiben will, kann die Abenteuer in luftiger Höhe gut vom Boden aus verfolgen.

An der Taufsteinhütte kann man im Weinfass nächtigen.
An der Taufsteinhütte kann man im Weinfass nächtigen © Stefan Weil

Gleich nebenan lockt der Baumkronenpfad. Der Eingang befindet sich neben dem Café Baumhaus. 600 Meter lang ist der Pfad auf – auch für Kleinkinder – gesicherten Hängebrücken, die sich zwischen mächtigen alten Buchen in bis zu 15 Metern Höhe spannen. Spektakulär ist die längste Hängebrücke mit über 50 Meter. Von einer Aussichtsplattform lässt sich bei schönem Wetter sogar die Skyline von Frankfurt genießen. Weniger Blicke aus ungewohnten Perspektiven, dafür Geschicklichkeit und etwas Ballgefühl sind beim Adventure Minigolf gefordert. Auf der neu gestalteten Anlage mit einem kleinen Baumbestand wird auf naturnahen Kunstrasenbahnen gespielt. Felsen, verschlungene Pfade und Sandbunker sind bei dem Spaß für die ganze Familie zu überwinden. Auch in einen bunten Vulkankegel muss eingelocht werden.

Wandertour zur Niddaquelle

Naturwissenschaft zum Anfassen und Erleben. Das steht bei einem Besuch im Galileo Erlebniswald der Sinne direkt neben dem Informationszentrum Hoherodskopf im Vordergrund. Auf spielerische Art und Weise experimentieren, entdecken, staunen, forschen und erleben ist das Motto an vielsagenden Stationen wie „Denkender Besen“, „Kamera Obscura“, „Streifenspiegel“ oder „Turm von Hanoi“. Das Informationszentrum des Naturparks Vulkanregion Vogelsberg gibt in seiner Naturerlebnisausstellung vielfältige Einblicke in die Pflanzen- und Tierwelt des Vogelsberges. Auch die Entstehung des größten erloschenen europäischen Vulkangebirges wird durch Informationstafeln anschaulich erläutert.

Der Hoherodskopf ist aber auch Ausgangspunkt für Wanderangebote. Zu ausgiebigen Touren durch die herrliche Landschaft lockt ein gut ausgebautes Netz von Wegen. Besonders beliebt ist der Höhenrundweg zu den Forellenteichen und der Niddaquelle und rund um das Hochmoor „Breungeshainer Heide“. Der 13 Kilometer lange Premiumwanderweg „Gipfeltour“ mit Überquerung des Bilsteins hat ebenfalls am Hoherodskopf seinen Ausgangspunkt. Aber auch ein gemütlicher Spaziergang rund um das Plateau bietet ein intensives Naturerlebnis. Fernblicke bis ins Gießener und Marburger Land oder über die sich tief im Tal bis zum Horizont erstreckende Wetterau sind ein besonderes „Höhenerlebnis“. Bei klarem Wetter reicht der Blick bis in den Taunus zum Altkönig und großen Feldberg oder bis in die Ausläufer des Odenwaldes. Der Hoherodskopf zieht aber auch Radfahrerinnen und -fahrer an. Zum nahen Vulkanradweg besteht eine Zufahrt. Für Mountainbike-Fans sind besondere Touren wie der Wildsau-Trail, der Hirsch-Trail oder der Fuchs-Trail eingerichtet.

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Einen Riesenspaß haben die Familien bei der rasanten Fahrt auf der Sommerrodelbahn Hoherodskopf. © Joachim Legatis

Gastronomie kommt natürlich auch nicht zu kurz. Mehrere Cafés, Gasthäuser und Restaurants locken mit leckeren Gerichten oder erfrischenden Getränken. Am Fuße des Hoherodskopf ist das Restaurant Taufsteinhütte seit vielen Jahren eine gute Adresse für Genießerinnen und Genießer. Das Traditionshaus hält für länger verweilende Gäste etwas Besonderes bereit: eine Übernachtung im Weinfass. Inhaber Jürgen Carnier verspricht ein „besonderes Erlebnis“ beim Schlummern und Entspannen mit Blick auf die Silhouette des Hoherodskopfes.

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