Wer bist Du denn? Besucherinnen und Besucher sind an den Ställen des Bio-Betriebs Kapellenhof ausdrücklich erwünscht.
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Wer bist Du denn? Besucherinnen und Besucher sind an den Ställen des Bio-Betriebs Kapellenhof ausdrücklich erwünscht.

Ferien zu Hause

Hofführung zu gewinnen: Vom Melkstand zur Käserei

Ein Hof im Main-Kinzig-Kreis zeigt, wie Schafmilch verarbeitet wird

Das weiße Schaf mit der bunten Eistüte auf dem Holzschild leuchtet Radfahrern und Wanderinnen von weitem entgegen. Die Botschaft ist klar: Hier lohnt sich eine Rast! Doch die Bioschafskäserei Kapellenhof, die in Hammersbach direkt an der Regionalparkroute „Hohe Straße“ etwa 28 Kilometer nordöstlich von Frankfurt liegt, hat außer Schafmilch-Eis noch mehr zu bieten. In der Selbstbedienungs-Hütte warten Joghurt, Frischkäse, Schafskäse, Camembert sowie Fleisch und Wurstwaren gekühlt auf die Kundschaft.

Nachfrage steigt

Die „Produzenten“ leben gleich nebenan. Laut blökend begrüßen die Lacaune-Schafe, eine französische Milchrasse, eine Familie, die sich gerade dem Gatter am offenen Stall nähert. Vorsichtig strecken die beiden Kinder den neugierigen Tieren ihre Hände entgegen. Gegenüber weidet ein anderer Teil der Herde auf den Wiesen, die ebenfalls zum Kapellenhof im nahen Weiler Hirzbach gehören. Landwirtschaft zum Anfassen, im wahrsten Sinn des Wortes.

Verlosung

Heute verlosen wir eine Hofführung am Hofgut Kapellenhof in Hammersbach für 10 Personen.
Wer mitmachen möchte, findet die Angaben in der gedruckten Ausgabe oder im E-Paper. Damit Sie keine Verlosung oder Aktion verpassen, bieten wir ein Abonnement für die Zeit der Aktion an. Alle Infos zum Sommerabo.

„Wir freuen uns, wenn die Leute und vor allem die Kinder zu den Ställen gehen und unsere Schafe anschauen“, erklärt Betriebsleiter Pascal Küthe. „Wir wollen zeigen, wie Landwirtschaft aussehen kann.“ Dies tun der 38-Jährige und seine rund ein Dutzend Angestellten auch bei Hofführungen. Hier erfahren Gäste beim Rundgang vom Stall über den Melkstand zur Käserei, wie viel Milch ein Schaf gibt, wie aus der Milch Käse gemacht wird – und wie er schmeckt.

Die Abgrenzung zur industriellen Produktion ist Küthe wichtig: „Ich stehe selbst noch regelmäßig in der Käserei und arbeite mit“, sagt er, „sonst verliert man das Gespür für das Produkt. Außerdem merkt man dadurch, wo wir Arbeitsabläufe anpassen müssen.“

Vor allem zuletzt war dies nötig. Denn die Pandemie hat bei vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern ein stärkeres Bewusstsein für ihr Konsumverhalten ausgelöst, stellt Küthe fest. Dadurch sei auch die Nachfrage bei der Bioschafskäserei gestiegen, wodurch der Betrieb, der erst 2017 gegründet wurde, schnell gewachsen sei.

Die Bioschafskäserei zu einem beliebten Haltepunkt geworden. Küthe und sein Team haben auf einer Wiese Tische und Bänke aufgestellt. Wer möchte, kann hier zwischen zwei Bäumen auf einer „Slackline“ balancieren – oder eben einfach beim Blöken der Schafe sein Eis genießen.

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