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Besonderer Abend mit Training und Anekdoten

„Die Läuferinnen und Läufer beim Marathon bringen die Energie auf die Straßen der Region – genauso, wie Mainova die Energie in Form von kundenspezifischen Lösungen in die Region bringt.“ Griffiger kann man kaum beschreiben, warum Energiedienstleister Mainova sich für den Mainova Frankfurt Marathon und den Mainova Ironman engagiert. Julia Brähler, Leiterin Sponsoring und Nachhaltigkeit bei der Mainova AG, erklärte so im Interview mit hr-Moderator Dirk Froberg auf dem Gelände des MTV Kronberg das Mainova-Engagement für den Laufsport in der Region.

„Die Läuferinnen und Läufer beim Marathon bringen die Energie auf die Straßen der Region – genauso, wie Mainova die Energie in Form von kundenspezifischen Lösungen in die Region bringt.“ Griffiger kann man kaum beschreiben, warum Energiedienstleister Mainova sich für den Mainova Frankfurt Marathon und den Mainova Ironman engagiert. Julia Brähler, Leiterin Sponsoring und Nachhaltigkeit bei der Mainova AG, erklärte so im Interview mit hr-Moderator Dirk Froberg auf dem Gelände des MTV Kronberg das Mainova-Engagement für den Laufsport in der Region.

Zuvor hatten sich am Mittwoch, den 10. Oktober, bereits ab 18:00 Uhr rund 100 Läuferinnen und Läufer auf der Sportanlage eingefunden. Denn natürlich ging es nicht nur um ein nettes Get-together. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des sechswöchigen Mainova-Lauftrainingsprogramms und zahlreiche weitere Marathonteilnehmer über die volle Distanz ebenso wie Staffelstarter und Prominente trafen sich vor dem geselligen Teil zum gemeinsamen Training. Im Anschluss an diese Stunde in verschiedenen Trainingsgruppen ging es in das Veranstaltungszelt, um sich mit Speisen und Getränken zu stärken und seine Mitläufer kennenzulernen. Dirk Froberg, Moderator beim Hessischen Rundfunk, hat sehr abwechslungsreich und unterhaltsam durch den Abend geführt. Und selbst dieser Teil stand noch im Zeichen der Vorbereitung, denn Streckenchef und Diplomsportlehrer Dieter Bremer stellte gemeinsam mit Petra Wassiluk die Laufstrecke und ihre Besonderheiten vor. Mit seinem großen Hintergrundwissen und den vielen Anekdoten gestaltete er aber auch diesen Teil sehr lebhaft.

Zuvor berichtete Julia Brähler im ersten Gespräch des Abends nicht nur über die Motivation der Mainova für ihr Engagement, sondern erläuterte auch dessen Ansätze. So dient beispielsweise die Zusammenarbeit mit den prominenten Teamkapitänen – von denen Olympia-Marathonläufer Julian Flügel und Ex-Eintracht-Profi Thomas Zampach anwesend waren - Profi-Triathletin Daniela Sämmler musste leider krankheitsbedingt kurzfristig absagen – dazu, „den Menschen in unserer Region etwas Besonderes und Einzigartiges zu bieten“, so Brähler. „Die Profisportler üben nicht nur eine Vorbildfunktion aus, sie sind durch ihre bodenständige, nahbare Art auch tolle Mentoren für die Hobby-Athleten. Diese können mit ihnen ins Gespräch kommen, von ihnen lernen und gemeinsam Spaß am Sport haben. Da geht es weniger um Leistung, als um das gemeinsame Erlebnis.“ Dabei verfolgt Mainova auch das Ziel, die Frauenquote beim Marathon zu erhöhen. Schon beim Mainova Ironman im Sommer ging die Frauenstaffel „Mainova Women for Sports Relay by Laura Philipp“ für einen höheren Frauenanteil im Triathlon und generell bei fordernden Sportarten und in Wettkämpfen an den Start. Häufig trauen sich Frauen lange und fordernde Distanzen nicht zu. Außerdem haben sie oft schlechtere Trainingsbedingungen als Männer. „Deshalb möchten wir Frauen unterstützen“, so Brähler, „auch heute sind wieder einige Kandidatinnen im Zelt, die nach ihrem diesjährigen Start in der Staffel 2019 die Gesamtdistanz angreifen wollen. Dabei wollen wir sie begleiten.“

Nach Brähler sprach eine Frau mit hr-Moderator Dirk Froberg, die eindrücklich zeigt, zu welchen Leistungen Athletinnen in der Lage sind – selbst im Hobby-Bereich. Kerstin Bertsch ist die aktuelle Weltrekordhalterin über die Halbmarathondistanz mit Doppel-Babyjogger. Sie möchte in diesem Jahr in Frankfurt den Weltrekord über die volle Marathon-Distanz samt ihrem Doppel-Babyjogger aufstellen, also in Begleitung von zwei ihrer drei Kinder. Froberg fragte nach, mit welcher Belohnung sie sich für ihr anstrengendes Trainingsprogramm samt der insgesamt drei Kinder motiviert? „Ich alleine belohne mich überhaupt nicht, denn es ist ja eine Teamleistung von mir und den drei Kids. Sie müssen alle drei bei jedem Training dabei sein und mitmachen. Deshalb belohne ich uns alle zusammen, indem wir nach dem Marathon jeden Indoorspielplatz und jeden sonstigen Wunsch umsetzen, den die drei haben. Alles außer Training, das ist unsere gemeinsame Belohnung“, so Bertsch. Sie hatte als „schnellste Mutter der Welt“ im März dieses Jahres beim Mainova Frankfurt Halbmarathon einen Weltrekord aufgestellt.

Auch der Staffel-Teamkapitän Julian Flügel weiß, dass Frauen häufiger auf die Kinder aufpassen als Männer und deshalb oft im Sport kürzertreten. Auch bei ihm und seiner Frau ist das so, deshalb hat diese sich nun auch einen Babyjogger gekauft. Denn neben seiner Karriere als Läufer, die ihn bis zu Olympia 2016 in Rio de Janeiro geführt hat, arbeitet Flügel auch fast Vollzeit. In den vorderen Reihen, bei den Profis, kann Flügel heute keine große Ungleichheit mehr feststellen. Aber bei Freizeitsportlern gebe es diese durchaus. „Ich bin schon lange nicht mehr nach einer Frau ins Ziel gekommen“, so Flügel. „Aber natürlich würde ich genau wie bei jedem Mann versuchen, Frauen auch noch auf den letzten Metern zu überholen, wenn mir das mal wieder passiert.“

Thomas Zampach, der Ex-Eintracht-Profi, der seinem Bruder eine Niere gespendet hat, hätte kein Problem damit, nach oder gleichzeitig mit einer Frau einzulaufen. „Gerne auch Hand in Hand“, witzelte Zampach, der ebenfalls eine Mainova-Staffel anführt. „Ich will jeden meiner Staffelteilnehmer zumindest eine kurze Strecke lang begleiten, so dass auch jeder was von seinem Teamkapitän hat“, kündigte Zampach an. Denn wenn er nur die letzte Etappe mitlaufe, „haben meine Staffelteilnehmer gar nichts von mir.“ Zampach, der schon in seiner Zeit als Profi-Fußballer mit vielen Aktionen aufgefallen ist, zeigte zudem, dass man auch im mittleren Alter noch beeindruckende sportliche Leistungen locker angehen kann. Er sei dieses Jahr „aus der Hose heraus“ beim Halbmarathon in Marbella gelaufen und hat sich nun vorgenommen, nächstes Jahr in Frankfurt, zwei Monate vor seinem 50. Geburtstag und mit bekanntlich nur einer Niere, die Volldistanz zu wagen.

Ob er dann wohl mit Petra Wassiluk mithalten kann? Die ehemalige deutsche Langstreckenläuferin, die 2001 deutsche Meisterin im Halbmarathon war und deren persönliche Bestzeit auf der Volldistanz bei 2:32:59 steht, kündigte überraschend an, kommendes Jahr ebenfalls nochmal starten zu wollen. Schließlich fällt ihr 50. Geburtstag nächstes Jahr exakt auf den Tag des Marathons in der Mainmetropole. Wassiluk, die als Trainerin für Daniela Sämmler und deren Mann sowie für die Organisatoren des Frankfurt Marathons arbeitet und auch die Mainova-Taunus-Staffeln trainiert, will sich mit dem Einlauf in die Festhalle und deren großartige Atmosphäre an diesem Tag selbst beschenken - denn diesen gab es zu ihrer aktiven Zeit noch nicht.

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