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Heiß, Heißer, Frankfurt

Okay, die Luftfeuchtigkeit ist natürlich auf Hawaii höher. Aber davon abgesehen war die Mainova IRONMAN European Championship 2019 ein wahres Extremsportereignis. Bei Temperaturen von bis zu 40 Grad geriet der Wettkampf zur Hitzeschlacht. Zum Vergleich: Die Oktober-Temperaturen auf Hawaii, wenn dort der Ur-Ironman stattfindet, liegen im statistischen Mittel knapp über 30 Grad. Ein Rennen also, das noch lange in Erinnerung bleiben wird – auch bei den Mainova-Staffeln, der Mainova-Frauen-Promi-Staffel und bei Mainova-Athletin Maria, die trotz der Hitze ihre Wunschzeit unterbot und sich nun Ironwoman nennen darf. In Erinnerung bleibt dieser von mittlerweile insgesamt vier Mainova Frankfurt IRONMAN auch, weil der Sieg bei den Frauen durch ein echtes Drama mit TV-Liveübertragung entschieden wurde.

Die Atmosphäre in Frankfurt wird oft als einzigartig gelobt und das wurde auch in diesem Jahr bewiesen. Klar, für die Zuschauerinnen und Zuschauer ist ein Sommer-Traumtag natürlich verlockender als niedrige Temperaturen oder gar Regen. Für die Athleten und Athletinnen aber war es extrem anstrengend, für viele sicher auch eine Qual, anders lässt es sich wohl kaum beschreiben. Mit einer Zeit von 7:56:02 blieb Jan Frodeno zwar unter acht Stunden und konnte sich den Europameister-Titel sichern. Aber er war mehr als sechs Minuten langsamer als der aktuelle, von ihm selbst 2015 aufgestellte Streckenrekord. 

Sechs Minuten, so groß war auch der Vorsprung, den die führende Frau Sarah True einen knappen Kilometer vor dem Ziel vor der Zweitplatzierten Skye Moench (beide USA) hatte. Dennoch konnte sich dann Moench mit einer Zeit von 9:15:31 den Sieg sichern, nachdem True in dem höchst dramatischen Finish kurz nach einer Versorgungsstation und vor laufenden Live-Kameras zusammengebrochen war. Sie wurde von Sanitätern aus dem Rennen genommen, konnte sich aber glücklicherweise schnell wieder erholen und musste somit auch nicht stationär ins Krankenhaus. Zweite wurde Imogen Simmonds aus der Schweiz, Dritte Jen Annett aus Kanada.

Erfolgreiche Mainova-Athleten 

Auch die Mainova-Staffeln und -Athletinnen blicken auf einen anstrengenden, aber auch sehr erfolgreichen Tag zurück. Die Mainova-Promi-Frauen-Staffel konnte in einer Zeit von 09:38:05 finishen. Vor allem die beiden Schwimmerinnen Marietta Uhle und Laura Kleinert zeigten eine Top-Zeit. Die von der Mainova unterstützte, prominente Frauen-Staffel aus ehemaligen und aktuellen Top-Athletinnen zeigte einmal mehr die Möglichkeiten und Leistungsfähigkeit von Frauen. Mainova unterstützt seit längerem bereits Amateursportlerinnen und -sportler und legt großen Wert darauf, speziell Frauen zusätzliche Energie zu verleihen. Die prominenten Vorbilder sollen, ebenso wie Amateursportlerin Maria Andreas, möglichst vielen Frauen die Kraft und den Mut geben, Ausdauersportarten zu betreiben und sich auch in Wettkämpfen untereinander und auch mit Männern zu messen. Alle fünf Mainova-Staffeln kamen ins Ziel, was an einem Tag wie diesem schon eine Leistung für sich darstellt. Und zudem allesamt mit guten Zeiten unter 11:30h.

Amateur-Athletin Maria unterbietet Wunschzeit 

Maria Andreas hatte bei der Trau-Dich-Aktion von Mainova eine exklusive 1:1-Betreuung durch Top-Athletinnen gewonnen. Die 35-Jährige ist ein gutes Beispiel für die hohen Ambitionen, die Frauen haben können: Sie ist erst seit einem Jahr als Triathletin aktiv und hat in dieser Zeit lediglich einige kürzere Distanzen absolviert. Nun wollte sie es auf der IRONMAN-Distanz wissen und vertraute dabei auf ihre mentale Stärke. Zusammen mit dem Coaching durch die erfahrenen Mainova-Teamkapitäninnen Daniela Bleymehl und Nicole Leder sowie ihrer guten Vorbereitung hat das geklappt und mit einer Zeit von 13:55:41 kann sie sich ab jetzt IRONWOMAN nennen. Sie war zudem eine gute Stunde schneller im Ziel als sie im Vorfeld erwartet hatte.

Pech für Daniela Bleymehl nach tollem Auftakt 

Nur Daniela Bleymehl (geb.: Semmler) hatte trotz eines guten Starts letztendlich Pech. Nach einem Rückstand von nur 2:07 auf die Führende nach der ersten Schwimmrunde verließ sie den Langener Waldsee als sechste der Frauenwertung. Auf dem Rad holte Daniela dann kräftig auf und verfolgte lange in einer Vierer-Gruppe die zu diesem Zeitpunkt führende Imogen Simmonds. Schlussendlich stieg sie als Vierte vom Rad, wobei die Führungsgruppe im Sekundentakt die Wechselzone erreichte. Dann kam aber der Einbruch für Daniela Bleymehl, die schon auf der ersten von vier Laufrunden von Magenkrämpfen gequält wurde. Nachdem diese auch durch eine Zeitlang Gehen statt Laufen nicht besser wurden, gab sie das Rennen wegen Magen-Darm-Problemen auf. So wurde Amateursportlerin Kirsten De Baey in 10:10:21 die beste deutsche Frau (Platz 7). Zu erwähnen ist allerdings, dass Daniela Bleymehl nur 7 Tage später mit persönlicher Bestzeit den dritten Platz bei der Challange Roth erreichen konnte.

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