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Ein Marathon, tausend bewegende Geschichten

2:07:08 und 6:37:53 – zwischen diesen beiden Zahlen liegen rund 4,5 Stunden, deutlich über 25.000 Menschen und tausend bewegende Geschichten. 2:07:08 ist die Siegerzeit des Äthiopiers Fikre Tefera beim Mainova Frankfurt Marathon. Er ging nur knapp zwei Sekunden vor seinem Landsmann Dawit Wolde durchs Ziel. Gut 4,5 Stunden länger benötigte die langsamste Frau und die übrigen Finisher waren vor allem an ihrer persönlichen Herausforderung interessiert. Dahinter verbarg sich aber auch so manche ganz besondere Geschichte.

Etwa die von Mainova-Teamkapitän und Ex-Eintracht Profi und Fußballgott Thomas Zampach. Er trat an um zu beweisen, dass man auch mit nur einer Niere – die andere hat er vor wenigen Jahren seinem Bruder gespendet – einen Marathon laufen kann. Trainiert wird Zampach von Petra Wassiluk, die in den 90er Jahren große Erfolge im Langstreckenlauf feierte. Heute trainiert sie andere Top-Athleten und arbeitet im Organisationsteam des Mainova Frankfurt Marathon. Petra Wassiluk selbst hatte sich den Start zum 50. Geburtstag geschenkt, der just auf den Wettkampftag fiel. Dabei begleitete sie Thomas Zampach auf der Strecke. „Ohne Petra hätte ich das heute hier nicht geschafft, sie hat es immer wieder geschafft, dass ich mich aufraffe“, sagt Thomas Zampach. „Das war hart – aber es hat sich gelohnt.“ Tatsächlich hatte der Ex-Fußballer, trotz toller Leistungen in der Mainova-Trainingsgruppe, einen schlechten Tag erwischt und musste immer wieder, von Krämpfen geplagt, Pausen einlegen. Petra Wassiluk dehnte ihn, die Zuschauer fieberten mit. „Bei Thomas wären die 3:30 Uhr drin gewesen, ich weiß nicht, warum das heute nicht ging – aber ich bin so stolz auf ihn, dass er es durchgezogen hat“, sagte Petra Wassiluk nach dem Lauf. Auch wenn er sein Ziel, an die 3:30 Stunden heranzulaufen, verfehlt hat: Den Kampf gegen seinen inneren Schweinehund hat er gewonnen. Und so dürfte es wohl vielen gegangen sein. Sogar Läufer, die einen mehrere Kilogramm schweren Baumstamm mitschleppten, wurden gesichtet. Andere traten in fantasievollen Kostümen an. Und laut der Hessenschau legte Julius Brink, Olympiasieger 2012 im Beach-Volleyball, sogar eine Rast an einer Tankstelle ein und kaufte sich dort etwas zu snacken.

Petra Wassiluk und Thomas Zampach.

So entspannt ging es vorne im Feld natürlich nicht zu, aber auch dort agieren keine Laufmaschinen, sondern Menschen mit Gefühlen. Das enge Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden erstplatzierten Männer dürfte diesen ebenso viele Emotionen abverlangt haben wie Kraft oder wie Katharina Steinruck der zehnte Platz der Frauen. Die Frankfurterin, die für die Leichtathletikgemeinschaft Eintracht startet, erreichte gleich mehrere ihrer Ziele: Sie lief als schnellste Deutsche, verbesserte ihre persönliche Bestzeit um mehr als eine Minute auf 2:27:26 und lief ganz locker Olympianorm . Für ihren Vereinskollegen Homiyu Tesfaye lief es auf der ersten Hälfte auch noch super. Mit einer Zeit unter 65 Minuten für den Halbmarathon war er dicht dran an der Spitzengruppe. Allerdings brach der bislang vor allem auf der Mittelstrecke erfolgreiche Läufer in der Schlussphase ein. Er beendete den Marathon in 2:18:30 Stunden und verpasste damit die Olympianorm um mehr als sieben Minuten.

Emotionale, inspirierende, motivierende Laufgeschichten wie diese rund um den Mainova Frankfurt Marathon bewegen viele Menschen. Und das ist der Grund, warum Mainova schon seit Jahren auf den Marathon und den Laufsport in der Region setzt. Mainova bewegt und verbindet Profis und Breitensportler, die vier, fünf oder sechs Stunden brauchen für 42,195 Kilometer. Durch Trainingsprogramme in der Vorbereitung und Promistaffeln bringt Mainova die Region mit Energie zum Laufen.

Aktive Vorbilder, Profisportlerinnen und Mainova-Teamkapitäninnen sind auch Anna und Lisa Hahner. Mit der Aktion „Ein Zwilling kommt selten allein“ suchten die beiden Top-Läuferinnen im Vorfeld nach einem weiteren weiblichen Zwillingspaar. Gestartet sind sie mit den Schwestern Alicia und Annika aus Goldbach bei Aschaffenburg als Staffel-Team. Mit dieser Aktion unterstützten sie das Mainova-Ziel, mehr Frauen für Lauf- und Ausdauersport zu begeistern. „Wir werben hier zum vierten Mal für mehr Frauen im Ausdauersport – und hatten einen Riesenspaß mit Alicia und Annika.“ Das sahen auch die beiden Hobby-Athletinnen so: „Ein einzigartiges Erlebnis! Ja, wir laufen auch schon länger. Aber dass wir mal mit Anna und Lisa gemeinsam in Frankfurt einlaufen, das bleibt unvergesslich. Danke an die beiden und danke Mainova, dass ihr das unterstützt!“

Anna und Lisa Hahner mit den Schwestern Alicia und Annika aus Goldbach.

Die Zwillingsstaffel war nicht die einzige Promistaffel mit Mainova-Teamkapitänen. Triathlon- Nachwuchstalent Anna-Lena Pohl, zweifacher Hawaii-Champion Normann Stadler und Daniela Bleymehl, aktuell auf Platz 3 der deutschen Triathletinnen demonstrierten, wie schön die Verbindung von Leistungs- und Breitensport funktionieren kann. „Mainova verbindet mit ihren Aktionen die unterschiedlichen Menschen, verschiedene Sportarten und Spitzenathleten mit Breiten- und Freizeitsportlern. Da herrscht im gesamten Team immer eine tolle Stimmung und es macht unglaublich Spaß“, beschrieb Daniela ihren Eindruck.

Das Team Mainova bestand aus 50 Einzelstartern und 50 Staffeln, insgesamt 250 Starter. Darunter waren nicht nur die prominenten Teamkapitäne, sondern auch Gewinner aus Verlosungen sowie Mainova-Kunden. Und 53 Mitarbeiter, davon 17 als Einzelstarter auf der vollen Distanz, nutzten den Tag, um ihre ganz persönliche Marathon-Geschichte zu schreiben.

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