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Starke Frauen beim Mainova IRONMAN Frankfurt

„Ob beim Laufen, beim Yoga oder beim Triathlon, Sport hat schon immer zu meinem Leben gehört. Auch nach meiner aktiven Zeit als Leistungssportlerin hat sich nichts daran geändert“, sagt Marietta Uhle. Die Schwimmerin war beispielsweise Deutsche Kurzbahnmeisterin 1999 über 50 und 100 Meter im Schmetterlingsstil und hatte sich mit zahlreichen weiteren Erfolgen für das deutsche Schwimm-Nationalteam qualifiziert. Marietta startet als Erste in der Frauenstaffel. „Zu schwitzen und zu zeigen, dass man kämpfen kann und sich auch das ein oder andere Battle mit Männern zu liefern, ist einfach großartig. Es stärkt jede Frau, denn jeder Tropfen Schweiß bringt das Selbstbewusstsein eine Stufe höher. Im Job und im Leben. Außerdem bringt es ein Lächeln auf unser Gesicht, weil wir stolz auf uns sind. Und zu sehen, dass meine Tochter genau dies mit neun Jahren schon begriffen hat, ist es alleine Wert.“

„Ob beim Laufen, beim Yoga oder beim Triathlon, Sport hat schon immer zu meinem Leben gehört. Auch nach meiner aktiven Zeit als Leistungssportlerin hat sich nichts daran geändert“, sagt Marietta Uhle. Die Schwimmerin war beispielsweise Deutsche Kurzbahnmeisterin 1999 über 50 und 100 Meter im Schmetterlingsstil und hatte sich mit zahlreichen weiteren Erfolgen für das deutsche Schwimm-Nationalteam qualifiziert. Marietta startet als Erste in der Frauenstaffel. „Zu schwitzen und zu zeigen, dass man kämpfen kann und sich auch das ein oder andere Battle mit Männern zu liefern, ist einfach großartig. Es stärkt jede Frau, denn jeder Tropfen Schweiß bringt das Selbstbewusstsein eine Stufe höher. Im Job und im Leben. Außerdem bringt es ein Lächeln auf unser Gesicht, weil wir stolz auf uns sind. Und zu sehen, dass meine Tochter genau dies mit neun Jahren schon begriffen hat, ist es alleine Wert.“

Auf Marietta folgt Anna-Lena Pohl vom Erdinger Perspektiv-Team. Sie stammt aus Kassel, studiert derzeit und ist seit 2011 als Triathletin aktiv. Anna-Lena startet in der Bundesliga und hat bereits europäische Erfahrungen gesammelt. „Auch wenn Triathlon ein Sport ist, bei dem Männer und Frauen oft gemeinsam an der Startlinie stehen, fallen wir Sportlerinnen medial jenseits der Fachmagazine leider immer noch manchmal unter den Tisch. Noch ein Ansporn, immer besser zu werden und mehr Frauen für Triathlon zu begeistern!“ Anna-Lena ist der Überzeugung, dass Frauen es im Ausdauersport den Männern gleichtun sollten. Sie liebt Triathlon, weil es abwechslungsreich ist und ihr die Möglichkeit gibt, Grenzen auszutesten und das Beste aus sich rauszuholen.

Auf der Rad-Distanz folgt dann eine echte IRONMAN-Legende: Nicole Leder hat 2007 den IRONMAN Frankfurt gewonnen und ging insgesamt viermal als Siegerin auf der Langdistanz aus IRONMAN-Wettkämpfen hervor. Ihre exzellente sportliche Karriere weist außerdem mehrere Siege auf der Langdistanz der deutschen Triathlon-Meisterschaften auf und über fast 20 Jahre hinweg zahlreiche vordere Platzierungen bei hochklassigen Wettbewerben weltweit. Seit ihrem Karriereende 2013 gibt Nicole ihren Erfahrungsschatz an interessierte Menschen weiter, unter anderem als Sachbuchautorin und Markenbotschafterin für das Team Erdinger Alkoholfrei. „Wir sind acht sportliche Frauen aus verschiedenen Sportarten und Generationen, aber uns alle vereint die Leidenschaft für den Sport. Schon während meiner Profikarriere und dann noch intensiver nach Abschluss dieser ist es mir ein Anliegen, Frauen für den Sport und die Bewegung zu begeistern.“

Auf Nicole folgt Lea Keim, die 2017 ihren ersten Triathlon bestritten und dabei sofort einen Platz auf dem Podium der BaWü-Liga erreicht hat. Triathlon bedeutet für die Medizinstudentin Freiheit und Lebensfreude pur. „Durch den Wettkampfgedanken kommen dazu noch klare Disziplin und eine gewisse Portion Ehrgeiz.“

Fabienne Amrhein findet: „Bei vielen Frauen überwiegt zu Beginn oft die Unsicherheit. Viele trauen sich nicht, den ersten Schritt zu wagen und mit dem Sport loszulegen und einfach mal zu schauen was passiert. Ist die erste Hürde aber überwunden und das Feuer entfacht, dann haben wir Frauen eine große Freude daran und lassen uns nicht mehr so leicht davon abbringen.“ Die amtierende deutsche Meisterin im Marathon ist gelegentlich Trainingspartnerin von Laura Philipp und wird im Sommer bei der Marathon-EM in Berlin starten. Sie geht als erste der drei Staffel-Läuferinnen ins Rennen. „Das Wir-Gefühl und der soziale Zusammenhalt, wie er beispielsweise in Laufgruppen, Vereinen oder Teams existiert, ist für viele von uns ein überaus positiver Aspekt, weshalb wir uns gerne zu gemeinsamen Trainingsstunden verabreden. Frauen sind oft ausgesprochen diszipliniert und strukturiert – eine Eigenschaft, die vor allem im Leistungssport von besonderer Bedeutung ist.“

Auf Fabienne folgt mit Christine Schleifer eine weitere hochklassige Läuferin. Sie ist früher im Bundeskader gelaufen und lässt bis heute immer wieder ihre sportliche Klasse aufblitzen mit sehr schnellen Zeiten über zehn Kilometer und im Halbmarathon. Als Ehefrau des IRONMAN Sebastian Kienle (Hawaii-Gewinner 2014) kennt sie die Triathlon-Welt im Training wie auch auf den Reisen zu Wettkämpfen. „Egal ob früher beim Fechten oder Tennisspielen oder heute auf dem Rennrad oder beim Joggen, meist waren und sind es mehrheitlich Männer, die mir begegnen. Das ist schade. Sport ist so vielfältig, es findet sich eigentlich für Jede und Jeden eine passende Sportart, die Spaß macht. Traut Euch, sucht Euch Gleichgesinnte und legt los! Auch nach Beendigung des Leistungssports laufe ich noch immer mit Begeisterung.“

Anna Hahner betrachtet die Frauenstaffel von Laura Philipp und Mainova auch in einer historischen Dimension: „Vor 100 Jahren durften Frauen nicht an anstrengenden Sportarten teilnehmen, heute gibt es keine olympische Disziplin mehr, die nur Männern vorenthalten ist. Ich bin stolz darauf, dass Frauen sich heute gleichberechtigt quälen dürfen und diese Erkenntnis lässt mich auch schneller laufen. Niemand muss Marathon laufen, ich darf Marathon laufen und das habe ich starken Frauen wie Kathrine Switzer zu verdanken.“ Switzer meldete sich 1967 als K.V. Switzer für den Boston-Marathon an, obwohl Frauen damals nur auf Distanzen bis 800 Meter für Wettkämpfe zugelassen waren. Als der Renndirektor nach dem Start bemerkte, dass eine Frau mit offizieller Startnummer mitlief, versuchte er ihr vor laufenden Kameras mitten im Rennen die Startnummer vom Trikot zu reißen, was Switzer mit der Hilfe ihres Freundes verhinderte. Sie finishte in 4:20 Stunden und wurde aus der US-Leichtathletik-Union ausgeschlossen. Fünf Jahre später, als Frauen erstmals in Boston zugelassen waren, wurde sie in 3:29:51 Stunden Dritte. Über eine Stunde weniger braucht heute Anna für die 42,195 Kilometer. Sie hat mit 2:26:44 Stunden auf dem Marathon die stärkste sportliche Leistung im Team von Laura Philipp vorzuweisen und wird als Schlussläuferin nochmal richtig Gas geben. „Laufen ist für mich das größte Gefühl der Freiheit. Der innerste Antrieb kommt aus mir selbst, ich laufe für mich. Ich möchte sehen, was ich zu leisten in der Lage bin und wo meine Grenzen sind. Gleichzeitig finde ich es großartig, wenn ich mit dem Laufen andere Menschen erreichen und in ihnen etwas bewegen kann. Ein Mensch, eine Frau, die Sport macht, die sich bewegt oder laufen geht, hat eine andere Ausstrahlung und Körpergefühl, das möchte ich vermitteln“, sagt Anna.

Zwei weitere starke Frauen

Neben der mit aktuellen und ehemaligen Wettkämpferinnen besetzten Frauenstaffel gehen zwei weitere starke Frauen für das Frauen-Thema über die Gesamtstrecke ins Rennen beim Mainova IRONMAN Frankfurt 2018. Nadine Schmidt aus Butzbach und Jana Schütt aus Marburg haben über ein Gewinnspiel von Laura Philipp und Mainova einen Platz bekommen. Nadine hat sich, sofort nach dem Gewinn ihres Startplatzes, in die Vorbereitung gestürzt: „Ich betreibe Triathlon seit einigen Jahren mit großer Leidenschaft und habe den Mut, in nur drei Wochen Vorbereitungszeit den Mainova IRONMAN Frankfurt in neuer persönlicher Bestzeit zu finishen. Ich kann, wie Laura, Frauen zum Triathlon motivieren indem ich zeige, dass man trotz großer Anstrengung immer mit einem Lächeln und Freude im Ziel ankommt und es schafft im Wettkampf über sich hinaus zu wachsen!“ Auch Jana Schütt aus Marburg ist absolut leistungsbereit, obwohl sie als Mutter von fünf Kindern und wegen ihrer Verpflichtungen durch die Arbeit und das eigene Haus ihren aktuellen Trainingsstand nicht gut einschätzen kann. „Ich habe vor der Geburt meiner Kinder, die heute zwischen acht und einem Jahr alt sind, schon dreimal einen IRONMAN gefinisht und es ist mein absoluter Traum, das am 8. Juli in Frankfurt erneut zu schaffen.“

Zitate der beiden Gewinnerinnen als grafisch hervorgehobene Freisteller:

Jana Schütt:„Ich habe vor der Geburt meiner fünf Kinder schon dreimal einen IRONMAN gefinisht und es ist mein absoluter Traum, das am 8. Juli in Frankfurt erneut zu schaffen.“

Nadine Schmidt:„Ich habe den Mut, in nur drei Wochen Vorbereitungszeit den Mainova IRONMAN Frankfurt in neuer persönlicher Bestzeit zu finishen.“

Infos und Bilder zur Mainova Women for Sports Relay by Laura Philipp:

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