Ernst August Prinz von Hannover kommt zur kirchlichen Trauung seines Sohnes Christian in Limas Altstadt.
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Ernst August Prinz von Hannover hat eine Anklage am Hals.

Randale in Österreich

Skandal-Prinz nach mehreren Ausrastern angeklagt: Ernst August von Hannover drohen mehrere Jahre Gefängnis

  • Momir Takac
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Ernst August von Hannover hat sich bereits viele Skandale geleistet. Vier Vorfälle aus dem Sommer könnten für den Prinzen aber empfindliche Konsequenzen haben.

  • Ernst August Prinz von Hannover sorgte im Sommer 2020 mit mehreren Ausrastern für Schlagzeilen.
  • Dafür drohen dem Urenkel des letzten Deutschen Kaisers Konsequenzen.
  • Der Adlige ist in Österreich angeklagt worden.

Wels - Im Sommer hatte sich Ernst August von Hannover mehrere Ausfälle in Österreich geleistet. Der Skandal-Prinz musste sogar zwei Nächte in Gewahrsam verbringen, ehe er unter Auflagen wieder entlassen wurde.

Die Vorfälle im Almtal könnten für den 66-Jährigen ein böses Nachspiel haben. Wie die Bild berichtet, ist gegen Ernst August von Hannover Anklage erhoben worden. Die Staatsanwaltschaft Wels bestätigte dies dem Blatt. Demnach drohen dem Prinzen bis zu drei Jahre Gefängnis. Er soll in allen vier Fällen „im Zustand voller Berauschung“ gehandelt haben, heißt es. Wie die Bild weiter schreibt, soll dies durch ein Gutachten eines Sachverständigen festgestellt werden.

Ernst August von Hannover: Prinz soll Angestellte und mehrmals Polizisten bedroht haben

Am 14. und 15. Juli 2020 soll Ernst August von Hannover Polizisten und seine Angestellten bedroht haben. „Dem Be­schuldigten wird vorgeworfen, wiederholt Polizeibeamte mit Gewalt und durch gefährliche Drohung an verschiedenen Amtshandlungen zu hindern versucht und dabei auch teil­weise am Körper verletzt zu haben“, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wels. Anschließend wurde Ernst August in die Psychiatrie eingewiesen.

Nur wenige Tage später soll der 66-Jährige erneut einen Polizeibeamten bedroht haben - diesmal mit einem Baseballschläger. Der letzte Skandal, um den es hier geht, ereignete sich am 7. September in der Jagdhütte des Adligen in Grünau.

Ernst August von Hannover verbrachte zwei Tage im Gefängnis

Die Staatsanwaltschaft schilderte ihn wie folgt: Der Welfenprinz soll „die Verglasung des Esszimmerfensters des im Eigentum der Herzog-von-Cum­berland-Stiftung stehenden Wohnhauses beschädigt und das dortige Angestellten-Ehepaar samt deren Tochter durch gefährliche Drohung zum Verlassen des von ihnen bewohnten Gebäudes zu nötigen versucht“ haben. Nach diesem Vorfall wurde er verhaftet und für zwei Tage in die Justizanstalt Wels gebracht.

Ein Gutachten soll Ernst August, der 2019 wegen eines Tumors* behandelt werden musste, zu den Tatzeiten für nicht zurechnungsfähig erklärt haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er sich mit Alkohol und Medikamenten selbst in diesen Zustand versetzte.

Prinz Ernst August von Hannover soll Alkohol von Angestellten bekommen haben

Dadurch sei der Tatbestand des Paragrafen 287 StGB („Begehung einer mit Strafe bedrohten Handlung im Zustand voller Berauschung“) erfüllt. Laut Bild sollen die Angestellten seines Sohnes den Prinzen mit Alkohol versorgt haben. Immerhin, Ermittlungen wegen des Verdachts der Beleidigung eines Polizisten wurden eingestellt.

Ernst August Prinz von Hannover fiel in der Vergangenheit immer wieder durch Skandale auf. Er entstammt dem Geschlecht der Welfen und ist ein Urenkel des letzten Deutschen Kaisers Wilhelm II. (mt) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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