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Die Erinnerungen "Ein Idiot kennt keinen Schmerz" von Jackass-Star Steve-O sind nun auch auf Deutsch erschienen.

Jackass-Star Steve-O: Mein krasses Leben

München - Dass Steve-O bekloppt ist, weiß jeder, der seine MTV-Shows "Jackass" und "Wildboyz" schon mal gesehen hat. Nun hat er ein heftiges Buch über sein Leben geschrieben: Ein Buch mit hoehem Ekelfaktor und schonungsloser Offenheit.

Er hat sich den Hodensack an seinen Oberschenkel getackert, in einem Tümpel voller Elefantenkot gebadet und todesmutig das Privatleben von Tigern erkundet – es gibt fast nichts, was Stephen Glover, bekannt als "Steve-O", nicht getan hat, um Aufmerksamkeit zu erregen. In seinen Erinnerungen "Ein Idiot kennt keinen Schmerz" (Riva-Verlag, 19,99 Euro) lässt er sein heftiges Leben Revue passieren.

Die weltweit zehn häufigsten Suchbegriffe 2011 bei Google

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Platz 10: iPad2 © dpa
Platz 9: Der 2011 verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs © dpa
Platz 8: Fukushima © dpa
Platz 7: Sängerin Adele © dpa
Platz 6: iPhone 5 (kommt erst im Jahr 2012 auf den Markt) © dpa
Platz 5: Das Computer-Spiel Battlefield 3 © dpa
Platz 4: Casey Anthony (re.) wurde in einem spektakulären Prozess in den USA vom Vorwurf des Mordes an ihrer Tochter freigesprochen. © dpa
Platz 3: Jackass-Star Ryan Dunn. Er starb 2011 bei einem Autounfall. © dpa
Platz 2: Google + © dpa
Platz 1: youtube-Sternechen Rebecca Black © dpa
Stephen „Steve-O“ Glover: Ein Idiot kennt keinen Schmerz. 19,99 Euro. Erschienen im riva Verlag, München 2012.

In der MTV-Kultserie "Jackass" und später in der Extremreiseshow "Wildboyz" führte er jede Menge Mutproben, Stunts und Experimente am eigenen Körper vor, bei denen er nicht selten seine Gesundheit aufs Spiel setzte. Die Sendung machte ihn berühmt, und je irrer seine Stunts wurden, desto durchgedrehter wurde auch sein Leben. Er wurde süchtig nach Alkohol, Drogen und Ruhm und betrachtete bald sein ganzes Leben als einen einzigen todesmutigen Stunt. Unter anderem erfahren wir, das Steve-O und sein Partner Chris Pontius bei "Wildboyz" gelegentlich extreme Szenen drehten, nur um ihrem Arbeitgeber MTV ans Bein zu pinkeln:

"Einmal heuerten wir eine ganze Menge russischer Nutten an, die mit uns eine Orgienszene filmen sollten. Wir trugen dabei dicke, plüschige Eisbär-Kostüme, die Nutten nur Eisbären-Köpfe. Mit einer dieser russischen Nutten hatte ich als Eisbär verkleidet sogar tatsächlich Sex vor laufender Kamera. [...] Der Grundgedanke hinter all dem war, dass wir der Verwaltungsabteilung von MTV aus Spaß jedes Mal auch möglichst schrilles Filmmaterial liefern wollten, das nach den Vorgaben des Senders nicht akzeptabel war. Es wird wohl niemanden überraschen, dass der Eisbär-Porno nie gesendet wurde."

Diese Stars ziehen sich für Tiere aus

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Die Weltweite Kampagne zum Schutz für Tiere lockt regelmäßig Prominente vor die Kamera. Für die Tierschutzorganisation PETA lassen sie die Hüllen fallen. Zum Beispiel Schauspielerin Alexandra Kamp für die Aktion „Rettet die Robben“. © Marc Rehbeck für PETA
Daniela Katzenberger ließ 2011 die Hüllen fallen. © Marc Rehbeck  / PETA
Hier ein weiteres Motiv © Marc Rehbeck  / PETA
Das östereichische Tattoo-Model Sandy P. Peng © PETA
Olympia-Schwimmerin Amanda Beard posiert für die Aktion „Lieber nackt als Pelz“. © SebreePhoto.com
Joanna Krupa warb schon mehrmals für PETA. Sie ist sehr engagiert. © PETA
Schauspielerin Pamela Anderson. Das Bild gab es als Telefonkarte. © PETA
Buchautorin Ariane Sommer lässt sich für PETA ablichten. © Sylvie Blum
Schauspielerin Cosma Shiva Hagen setzt sich seit Jahren für Tiere in Not ein. © GABO für PETA
Joanna Krupa zog sich schon mehrmals für PETA aus. Diesmal protestiert die Kirche wegen Missbrauch von christlichen Symbolen. © PETA
Die Macher der Kampagne sind sehr kreativ. Hier lassen sie sich vom 50er Jahre-Stil inspirieren. Das Bild zeigt Bettina von der Gruppe „Suicide Girls“.
Auch die, inzwischen verstorbene Anne Nicole Smith setzte sich bei PETA für Tiere ein. Sie posierte wie Marilyn Monroe. © Robert Sebree
Das australische Model Imogen Bailey wurde für die Aktion „Hände weg von Hasen!“ fotografiert. © Rodney Evans, All Angles Photography
„Suicide Girl“ Coley. © PETA
Rocklady Doro Pesch mag kein „echtes Leder“ tragen. © Marc Rehbeck
Schauspielerin Eva Mendes scheut sich nicht für Tiere die Hüllen fallen zu lassen. © Don Flood
Schauspielerin Franka Potente und Sänger Bela B. für PETA. © Olaf Heine / Upfront
Playmate Janine Habeck posiert für die Aktion „Hände weg von den Hasen!“ © Marc Rehbeck
Model Keeley Hazell fühlt sich ohne Pelz wohler. © PETA
Das „Suicide Girl“ Fynne ist lieber tätowiert, als das sie Nerz trägt. Name der Kampagne „Ink not Mink!“. © PETA
Playmate Holly Madison zieht sich auch für PETA aus. © Christopfer Amerusoso
Fotomodell CARRÉ OTIS ist Vegetarierin. © PETA
Auch die deutsche Schwimmerin Antje Buschschulte graut die Vorstellung, auf einem Teller zu landen. © Marc Rehbeck
Pornodarstellerin Jenna Jameson präsentiert sich hier für den guten Zweck. © Gavin Bond
Model Joanna Krupa © www.sebreePhoto.com
Auch Männer ziehen sich für PETA aus: Das Bild zeigt LINKIN PARK - Sänger Chester Bennington. © PETA
Schauspielerin Lisa Fitz räkelt sich als Meerjungfrau. © PETA
Schauspielerin Nia Long wird für PETA nackt in der U-Bahn fotografiert. © PETA
Die Gruppe „No Angels“ zieht sich für die Kampagne „Lieber nackt als Pelz“ aus. © Marc Rehbeck
Moderatorin und Schauspielerin Nova Meierhenrich © Carlos Anthonyo
Deutschlands bekanntester Transvestit „Olivia Jones“ zeigt sich sehr freizügig. © Carlos Anthonyo
Miss Eurasia Mia Gray posiert für die Aktion „Lieber nackt als im Pelz!“ © Marc Rehbeck
Twilight-Star Christian Serratos ist eine der jüngern Schauspieler, die sich für PETA entkleiden. © Nick Saglimbeni / Slickforce Studios
Die Gruppe „Rick´s Cabaret“ nutzt die Chance auf das Unrecht gegenüber Tieren aufmerksam zu machen. © PETA
Die gesamte Gruppe „Suicide Girls“ beteiligte sich an der Aktion. Hier die blonde Rigel. © PETA
„Harte Schale, weicher Kern!“ Der ehemalige Basketball-Star zeigt seine Tatoos um auf das Leid der Nerze aufmerksam zu machen. © Ian Brooks
Schauspielerin Charlotte Ross in der Kampagne „Finger weg von Hasen“. © PETA
Schauspielerin Sadie Frost ist ihren vier Kindern ein gutes Beispiel. Sie macht auf die Quälerei an Tieren aufmerksam. © Bryan Adams
Aus der MTV-Serie „Jackass“ ist Steve-O bekannt. Im wahren Leben setzt er sich gerne für Tiere ein. © Bree Kristel Clarke
Auch Suicide-Girl Taye zeigt ihre Tattoos für PETA. © PETA
Vegetarismus ist aktiver Tierschutz. Das behaupten Stars wie Ariane Sommer. © Sylvie Blum
Peperoni haben nicht nur leuchtende Farben. Sie taugen auch als Mittel bei Erklältung und für romantische Schäferstündchen. Die australische Schauspielerin Sophie Monk präsentiert die rote Pracht. © SebreeFoto.com
Sängerin Concetta Kirschner, besser bekannt als Rapperin „Princess Superstar“. © Justin Borucki
Moderatorin Kerstin Linnartz möchte nicht auf dem Teller landen. © PETA
Pamela Anderson zeigt, wie sexy Gemüse sein kann. © PETA
Model Hana Nitsche © Antoine Verglas
Brigitte Nielsen (50) © obs/PETA Deutschland e.V./Paul Schirnhofer für PETA

Zuweilen wurde die "Wildboyz"-Stunts lebensgefährlich. Beinahe wurde Steve-O bei Dreharbeiten auch von einer Löwin zerfleischt.

"Ich saß dabei auf dem Ast eines Baumes und unter mir schlichen drei Löwen herum. Diese Situation beunruhigte mich durchaus ein bisschen, sodass ich irgendwann rief: "'Wie kann man eigentlich verhindern, dass einer der Löwen auf diesen Baum klettert und mich umbringt?' Der Tierexperte am Set entgegnete mit tiefster Überzeugung: 'Keine Sorge, Löwen klettern nicht auf Bäume.' Offensichtlich hatte das aber niemand der 140 Kilogramm schweren Löwin erklärt, die schließlich mühelos den Stamm hinaufkletterte und mich auf meinem Ast besuchte. [...] In jenem Moment war ich überzeugt, dass ich nun à la Siegfried und Roy daran glauben musste. In Anbetracht der Tatsache, dass die anderen unten am Boden in dieser Situation plötzlich ziemlich durchdrehten, war ich mit dieser Befürchtung offenbar nicht allein. Schleunigst wurde eine Leiter herbeigeschleppt und einer der Tierbetreuer lockte die Löwin mit ein paar Hühnchen vom Baum herunter. Die ganze Geschichte war dennoch ziemlich furchterregend."

Diese Geschichten gehören tatsächlich noch zu den harmloseren Erzählungen in "Ein Idiot kennt keinen Schmerz". Steve-O's Sex-Geschichten mit Groupies sowie seine Alkohol- und Drogen-Exzesse geben wir aufgrund des hohen Ekelfaktors lieber nicht wieder. Stichwort "Drogen": Schonunglos beschreibt der Stunt-Performer seine jahrelange, schwere Sucht. Es hätte nicht viel hätte gefehlt, dass Steve-O's Leben ähnlich tragisch geendet wäre wie das von Amy Winehouse. Doch der MTV-Star schaffte den Absprung: Seit zwei Jahren lebt er komplett clean und trocke. Mittlerweile ist er sogar zum Gesundheitsfanatiker geworden, der sich ausschließlich vegan ernährt. 

Für Jackass-Fans gilt die Empfehlung: "Lesen – aber nicht nachmachen!"

Stephen „Steve-O“ Glover: Ein Idiot kennt keinen Schmerz

19,99 Euro

Erschienen im riva Verlag, München 2012

ngf

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