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Drei Monate nach Bekanntwerden des schweren Missbrauchs eines Kindes in Staufen bei Freiburg hat der erste Prozess begonnen.

Insgesamt acht Verdächtige

Im Missbrauchsfall Staufen beginnt der erste Prozess

Drei Monate nach Bekanntwerden des schweren Missbrauchs eines Kindes in Staufen bei Freiburg beginnt der erste Prozess. Für die heute (8.30 Uhr) startende Verhandlung gebe es erhöhte Sicherheitsvorkehrungen, sagte ein Gerichtssprecher.

Drei Monate nach Bekanntwerden des schweren Missbrauchs eines Kindes in Staufen bei Freiburg beginnt der erste Prozess. Für die heute (8.30 Uhr) startende Verhandlung gebe es erhöhte Sicherheitsvorkehrungen, sagte ein Gerichtssprecher.

Grund sei das erwartete große Zuschauer- und Medieninteresse. Angeklagt vor der Jugendschutzkammer des Landgerichts Freiburg ist ein 41 Jahre alter Mann deutscher Staatsangehörigkeit. Er soll, wie andere auch, einen heute neun Jahre alten Jungen aus Staufen vergewaltigt und hierfür Geld gezahlt haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der Angeklagte wegen schweren Kindesmissbrauchs vorbestraft.

Geplant sind den Angaben zufolge zunächst drei Verhandlungstage. Ein Urteil könne es demnach in der nächsten Woche geben. Dem Mann droht nach Angaben der Staatsanwaltschaft bei einer Verurteilung eine langjährige Haftstrafe. Weitere Prozesse folgen. In dem Fall gibt es insgesamt acht Verdächtige, sie sitzen alle in Untersuchungshaft.

Der Junge war nach Angaben der Polizei von mehreren Tätern wiederholt und an mehreren Orten in und um Freiburg missbraucht und vergewaltigt worden. Seine Mutter (47) und ihr wegen schweren Kindesmissbrauchs vorbestrafter Lebensgefährte (39) hätten ihn hierfür gegen Geld im Internet angeboten. Zudem soll das Paar aktiv an den Misshandlungen beteiligt gewesen sein. Der Prozess gegen die beiden beginnt den Angaben zufolge am 11. Juni, ebenfalls vor dem Landgericht Freiburg.

Der Junge ist inzwischen in staatlicher Obhut. In dem Prozess gegen den 41-Jährigen ist er laut Gericht Nebenkläger. Persönlich vor Gericht erscheinen muss er aber nicht. Vertreten werde er von einer Anwältin, die sich auf Opferschutz spezialisiert habe (Az.: 6 KLs 160 Js 30350/17).

(dpa)

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