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Ehrenplakette der Stadt

Nader Maleki hat jetzt einen Orden

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Auszeichnungen hat er schon viele – das Bundesverdienstkreuz am Bande, die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt und im vergangenen Jahr erhielt er aus den Händen von Wissenschaftsminister Boris Rhein die Ehrenurkunde für Kunst und Kultur.

Auszeichnungen hat er schon viele – das Bundesverdienstkreuz am Bande, die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt und im vergangenen Jahr erhielt er aus den Händen von Wissenschaftsminister Boris Rhein die Ehrenurkunde für Kunst und Kultur. Allein ein Orden fehlte ihm in seiner Sammlung: der Hessische Verdienstorden. Seit gestern hat er auch den. Bei der jüngsten Ausgabe der Finanzplatzgespräche des International Bankers Forum (Ibf) überreichte der hessische Finanzminister Thomas Schäfer  dem bald 71-Jährigen diese Auszeichnung. Dafür habe er viel und lange gearbeitet, sagte Maleki. „Es waren keine einfachen 30 Jahre“, erklärte der Ausgezeichnete, der auch ein wenig emotional wurde. „Ich habe Zuhause eine Vitrine, in die ich meine Auszeichnungen lege“, erzählte Nader Maleki nach der Vergabe beim gemütlichen Beisammensein, bei dem er immer wieder Gratulationen entgegennahm. „Das ist eine Würdigung meiner jahrelangen Arbeit“, sagte er überglücklich.

 „Das muss ich auch erstmal verkraften“, gab er zu bedenken, beglückwünschte dann aber in seiner Dankesrede Thomas Schäfer zur guten Entscheidung, ihm den Verdienstorden zu überreichen. Nur in einem Punkt habe der Finanzminister geirrt. „Ich bin nicht kürzer getreten“, betonte Maleki. Das Gegenteil sei der Fall. Um seine Motivation müsse sich niemand Sorgen machen. Das machte er im Verlauf seiner kurzen Ansprache in den Räumen der Aka Bank an der großen Gallusstraße deutlich. Seine Ideen manage er wie Melodien. Und davon habe er immer und ständig welche im Kopf, erklärte Maleki. Und weil er findet, dass der Ton zwischen der Hauptstadt Deutschlands und der Hauptstadt des Geldes nicht immer harmoniere, rief er ein Programm mit dem englischen „Frankfurt meets Berlin, Berlin meets Frankfurt“ ins Leben.

Geld, so hob Maleki hervor, sei nie seine Antriebsfeder gewesen, „ich mache das alles nur, weil es Spaß macht“, und das nimmt ihm jeder der mehr als 50 Gäste in dem Raum ab. Hauptgrund des Treffens, bei dem auch Bettina Sark-Watziner, Vorsitzende des Finanzausschusses des Bundestags zu Gast war, war übrigens die Auseinandersetzung mit den Finanzplatz Frankfurt und auch die ungeklärte Frage, wie der Finanzmarkt Europa nach dem Brexit, dem Ausstieg Englands aus dem europäischen Staatenverbund, aussieht.

Viel Lob gab es von Finanzminister Thomas Schäfer für Nader Maleki. Der Träger des Verdienstordens, Gründer des International Bankers Forum, dessen Präsident er heute ist, sei „der Spiritus Rektor“ solcher Veranstaltungen. Übrigens ist das Ibf Deutschlands größter, privat organisierter Berufsverband für Banker mit rund 1000 Einzel- und 45 institutionellen Mitgliedern. Es sei gut und richtig, ihm diese Auszeichnung zu verleihen, die übrigens vier Zacken habe. „Zwei für den Ausgezeichneten, eine für seine Frau und eine für sein Engagement“, so Schäfer, der findet, dass Maleki sich seinen Einsatz auf für die Zukunft bewahren solle. Auf Malekis Werdegang und Lebensgeschichte ging der Finanzminister auch ein. Er erwähnte dessen Anfänge bei der Deutschen Bank und seine Entscheidung, nach dem gewaltsamen Tod von Alfred Herrhausen, auszusteigen und sich selbstständig zu machen. „Er entschied sich dafür, etwas für und am Finanzplatz zu tun, ohne die Fesseln eines großen Konzerns“, so Schäfer. „Das ist ihm hervorragend gelungen und ist eine enorme Leistung“, findet Schäfer weiter. Er schätze an Maleki dessen Authentizität, Glaubwürdigkeit und Beharrlichkeit. „Nader Maleki ist jemand, der sich nicht zu schade ist, sich für seine Veranstaltungen einzusetzen und er lebt die Finanzplatz-Kommunikation wie kein anderer und engagiert sich auch im sozialen Bereich“, zählte der Finanzminister auf.

Die Deutsche Bank spielt im Berufsleben des Nader Maleki eine wichtige Rolle. 1979 hatte er dort angefangen, direkt nach dem Studium in München und seiner Promotion an der Universität Dortmund. Maleki zeige, dass der Finanzplatz auch eine „dienende Funktion, auch zugunsten des Gemeinwohls“, habe. Das hob Finanzminister Thomas Schäfer in seiner Ansprache deutlich hervor.

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