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So schützen Sie sich vor den größten Fastnachts-Gefahren

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Wo viele Menschen auf engem Raum zusammen sind und ausgelassen feiern, kommt es besonders oft zu Straftaten. Vor allem Taschendiebstähle, Belästigungen, Beleidigungen und Schlägereien sind dann an der Tagesordnung. „Das war schon immer so“, erklärt Ines Rose, Leiterin des Kommissariats für Sexualdelikte und Gewalt gegen Frauen in Mainz. Allerdings sei das Bewusstsein der Frauen gestiegen, Belästigungen als unangemessen wahrzunehmen und anzuzeigen: „Viele  Frauen haben so etwas an Karneval schon erlebt. Heutzutage wird es aber eher als Straftat wahrgenommen und zur Anzeige gebrach“, erklärt Rose.  

Die Expertin betont auch: Die Sorge, dass es immer mehr solcher Übergriffe gibt, sei unbegründet. Jedoch handele es sich neuerdings dann eher um Tätergruppen statt um Einzeltäter. Daher sollten sich auch Frauen stets als Gruppe zusammentun. Nicht immer habe die Belästigung einen sexuellen Grund. Oftmals ginge es bloß um Diebstahl. Denn ist der Trickdieb einer Frau bereits zu nahegekommen, lässt sich leicht etwas stehlen.

Gefahr Nr. 1: Alkohol

Eine Gefahr ginge auch von K.O.-Tropfen aus. „Das kommt aber selten vor“, stellt die Expertin klar. Das Tückische dabei sei, dass solche Tropfen geschmacklos sind. Bei plötzlichem Unwohlsein und Schwindel ist es daher wichtig sich an eine Vertrauensperson zu wenden. Auf keinem Fall sollten Frauen sich dann von der Gruppe lösen und alleine nach draußen oder zur Toilette gehen.

Doch nichts erhöhe so sehr die Gefahr, dass einem etwas zustößt, wie Alkohol, betont die Polizei. Täter werden von gesteigerter Aggressivität und sinkenden Hemmschwellen beflügelt und finden in Betrunkenen hilflose Opfer. „Alkohol ist immer noch die schlimmste Droge“, ist sich die Expertin sicher. Sie rät: Die eigenen Grenzen zu kennen und auf keinen Fall alkoholische Getränke mischen.  

Alarm auf Knopfdruck

Wer allen Gefahren aus dem Weg gehen will, sollte nicht nur den Alkohol, sondern auch unsichere und verlassene Wege meiden. Für die Extra-Portion Sicherheit empfiehlt die Expertin einen Schrillarlarm. Die handlichen Geräte sind günstig erhältlich und machen auf Knopfdruck einen so lauten und unangenehmen Ton, der die meisten Täter in die Flucht schlagen sollte. Vom altbekannten Pfefferspray rät Rose jedoch ab. Dieses könne schnell zur eigenen Gefahr werden: „Da muss nur der Wind falsch stehen oder derjenige, der was abbekommt, muss mir ins Gesicht fassen. Dann habe ich schnell dasselbe Problem“, erläutert die Kriminalhauptkommissarin.     

Um Diebstähle vorzubeugen, sollten die Wertsachen nah am Körper getragen werden. Hosen und Jackentaschen sind unsicher. Auch Handtaschen sollten stets mit der Öffnung zum Körper getragen werden. Am Besten ist es jedoch, unnötige Wertsachen vor der Feier aus Tasche und Geldbörse zu räumen und nur das Nötigste mitzunehmen.  

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