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Pianist Dmitry Masleev und Schauspielerin Margarita Broich waren für die große Kunst zuständig beim Programm zum Empfang der „Gesellschaft der Freunde der Alten Oper“.

Stadtgeflüster

Die Alte Oper hat gute Freunde

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Schauspieler und Musiker haben gemeinsam mit der "Gesellschaft der Freunde der Alten Oper" gefeiert.

An den Buffets vor dem großen Saal der Alten Opern bilden sich Schlagen. Das Konzert des „Freunde-Orchesters“ ist gerade zu Ende gegangen. Unter der Leitung von Klaus Albert Bauer und mit Dmitry Masleev am Klavier sowie Dr. Stephan Pauly , Intendant der Alten Oper, am Schlagwerk gaben sie das Klavierkonzert d-Moll KV 466 von Wolfgang Amadeus Mozart im Mozart-Saal.

Grund, vor Freude auf die Pauke zu hauen, hatte Pauly mehr als genug. Denn vor dem Auftritt überreichte Daniela Weber-Rey vom Kuratorium der Freunde der Alten Oper dem Alte-Oper-Chef einen Check in Höhe von 20 000 Euro. „Das ist ein toller Betrag, der in unser Programm fließt“, so Stephan Pauly, der in seiner kurzen, prägnanten Dankesrede darauf aufmerksam machte, dass die Freunde der Alten Oper sich das ganze Jahr über für den Musentempel ins Zeug legen. Etwa indem sie sich auch Gedanken über eine neue Förderstruktur machten. „Sie sind das stärkste und schönste Netzwerk in der Stadt und ohne sie wäre das Erscheinungsbild unserer Alten Oper ein ganz anderes“, mahnte Pauly. „Ohne Sie wäre das Gesicht der Oper ein flacheres, kommerzielleres Gesicht.“

Nun steht der Empfang der Jahresfeier der „Gesellschaft der Freunde der Alten Oper“ auf dem Programm. Es bietet sich Gelegenheit zu Gesprächen und Meinungsaustausch.

Auch mit Schauspielerin Margarita Broich , die zuvor mit dem Eliot Quartett den ersten Teil des Programms gestaltete. Sie las unter dem Titel „Der Wahrheit auf der Spur“ Auszüge aus Julian Barnes Buch „Der Lärm der Zeit“. Nikolaus Rexroth , der den künstlerischen Betrieb der Russisch-Deutschen-Musikakademie leitet, gab Auszüge aus den Memoiren des russischen Komponisten Dmitrij Schostakowitsch zum Besten.

Die Schauspielerin Margarita Broich befindet sich mitten in den Dreharbeiten zum neuesten Tatort mit dem Titel „Falscher Hase“. An der Seite von Wolfram Koch geht sie als Hauptkommissarin Anna Janneke auf Verbrecherjagd. „Der Dreh ist super“, erzählt die 58-Jährige. „Weil die Regisseurin gut, bezaubernd, klug, gut vorbereitet, hinreißend – ach, mir fallen gar nicht genug Attribute ein, um Emily Atef gebührend zu beschreiben“, gerät die Schauspielerin, die für ihre Interpretation der Janneke den Hessischen Fernsehpreis gewonnen hat, ins Schwärmen.

Regisseurin Emily Atef machte unlängst mit dem Film „3 Tage in Quiberon“ über ein Interview von Romy Schneider mit zwei Reportern des Nachrichtenmagazins „Stern“ mit Marie Bäumer und Charly Hübner Furore. Weihnachten steht vor der Tür und Margarita Broich freut sich schon darauf. „Wir feiern immer ziemlich ähnlich“, erzählt die in Berlin lebende Frau, die sich in diesem Jahr von ihrem Lebenspartner Martin Wuttke getrennt hat. „Es wird ein großes Fest mit mehr als 30 Gästen – wie jedes Jahr“, sagt sie und beschreibt die Zusammenkunft als „künstlerisches Auffanglager“.

Auch Sänger Max Raabe (Palast-Orchester) schaut vorbei. „Nach seinem Auftritt kommt er immer zu uns.“ Und er ist nicht der einzige. Es sind viele Freunde dabei, auch die Kinder. „Wir haben viel Wahlverwandtschaft“, scherzt Margarita Broich und erzählt, dass auch Martin Wuttke mitfeiern wird. Wünsche hat sie nicht. „Ich habe gerade ein schönes Rennrad geschenkt bekommen, mit dem ich durch Berlin fahre.“ Einen Wunsch hat sie doch: „Gesundheit.“ Da hilft es, dass sie auch einen Airbag Fahrradhelm geschenkt bekommen hat.

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