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Vor knapp zwei Wochen hatte Angelina Jolie öffentlich bekanntgegeben, dass sie sich ihre Brüste hat entfernen lassen, um das Risiko einer Erkrankung zu senken.

Schock nach Amputation

Tante von Angelina Jolie stirbt an Brustkrebs

Los Angeles - Aus Angst vor Brustkrebs hat US-Schauspielerin Angelina Jolie sich kürzlich die Brüste amputieren lassen. Nun ist ihre Tante an dieser Krankheit gestorben.

Vor knapp zwei Wochen hatte Jolie öffentlich bekanntgegeben, dass sie sich ihre Brüste hat entfernen lassen, um das Risiko einer Erkrankung zu senken. Ihre Tante Debbie Martin erlag der Krankheit am Sonntag im Alter von 61 Jahren in einem Krankenhaus im Raum San Diego , wie ihr Ehemann Ron Martin der Nachrichtenagentur AP bestätigte.

Seinen Angaben zufolge trug seine Frau das gleiche Risiko-Gen BRCA1 in ihrem Körper, das auch bei Jolie diagnostiziert worden war. Sie habe dies allerdings nicht gewusst, bis sie im Jahr 2004 die Krebsdiagnose erhalten habe. „Hätten wir es gewusst, wir hätten sicherlich genau das gleiche getan wie Angelina“, sagte Ron Martin.

Brustkrebs: Diese Stars sind betroffen

Brustkrebs Stars
Anastacia (44) traf es besonders hart. Nachdem die Sängerin bereits im Jahr 2003 gegen den Brustkrebs gekämpft hatte, kam Anfang 2013 die zweite Schock-Diagnose: Die Krankheit ist zurückgekehrt. © dpa
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Im Sommer 2008 wurde bei Christina Applegate (41) Brustkrebs diagnostiziert. Die Schauspielerin entschied sich für eine Entfernung beider Brüste. Heute gilt sie als geheilt. © dpa
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In den 1980er Jahren gewann Brigitte Bardot (78), französisches Model und Schauspielerin, den Kampf gegen den Brustkrebs. © dpa
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Kathy Bates (64) kämpfte 2003 gegen Eierstockkrebs. Als 2012 erneut Krebs diagnostiziert wurde, unterzog sie sich einer Brustamputation. © dpa
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Anfang 2006 erhielt auch Sheryl Crow (51) die Diagnose Brustkrebs. Sie konnte die Krankheit besiegen. © dpa
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Einen langen Kampf musste Bette Davis (1908-1989) durchstehen. Die Schauspielerin erkrankte 1983 an Brustkrebs, erlitt kurz darauf einen Schlaganfall und starb schließlich nach sechs Jahren Leid. © dpa
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Jane Fonda (75) besiegte die tückische Krankheit im Jahr 2010. Die Schauspielerin sieht heute blendend aus. © dpa
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Betty Ford (1918-2011), Ehefrau des ehemailigen US-Präsidenten Gerald Ford, entschied sich im Jahr 1974 für eine Mastektomie (Brustamputation). Nachdem sie längere Zeit an Alkoholismus litt, gründete sie das Betty Ford Center, eine bekannte Entzugsklinik in Kalifornien. © dpa
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Weil ihre Mutter dem Brustkrebs erlag, besteht bei Angelina Jolie (37) ein erhöhtes Risiko. Im Jahr 2013 ließ sie sich deshalb beide Brüste amputieren. Mit dieser Entscheidung wollte sie ihren Kindern die Angst nehmen, sie eines Tages an den Krebs zu verlieren. © dpa
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Hildegard Knef (1925-2002), eine der ganz großen deutschen Schauspielerinnen, konnte den Brustkrebs besiegen. © dpa
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Bei Kylie Minogue (44) wurde im Jahr 2005 Brustkrebs diagnostiziert. Die Sängerin wurde geheilt. MIt ihrer Erkrankung startete der sogenannte "Kylie-Effekt": 40% mehr Frauen als üblich meldeten sich zu einer Mammografie an. © dpa
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Olivia Newton-John (64) erhielt die Schock-Diagnose im Jahr 1992. Die "sandy" aus dem Kultfilm "Grease" verarbeitete das Erlebte auf ihrem Album "Gaia - One Woman's Journey". © dpa
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Cynthia Nixon (47) konnte den Brustkrebs im Jahr 2006 besiegen. © dpa
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Sharon Osbourne (60) erkrankte im Jahr 2002 an Darmkrebs. Aus Angst davor, auch noch eine Brustkrebs-Diagnose zu erhalten, ließ sie sich beide Brüste entfernen. © dpa
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Miriam Pielhau (38) konnte den Brustkrebs im Jahr 2008 besiegen. Sie verarbeitete die schwere Zeit in ihrem Buch "Fremdkörper". Die Moderatorin brachte im Mai 2012 eine Tochter zur Welt. © dpa
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Im Jahr 2009 kämpfte Sylvie van der Vaart (35) gegen den Brustkrebs. Nach der erfolgreichen Chemotherapie trug die beliebte Moderatorin eine Zeit lang ihre Haare kurz. © dpa

Debbie Martin war die jüngere Schwester von Jolies Mutter Marcheline Bertrand, die im Jahr 2007 an Eierstockkrebs gestorben war. Der Tod ihrer Mutter hatte Jolie nach eigenen Angaben maßgeblich zu ihrer drastischen Entscheidung bewegt. Die 37-Jährige hatte der „New York Times“ erklärt, sie habe ein 50-prozentiges Risiko, Eierstockkrebs zu bekommen und ihr Brustkrebsrisiko liege bei 87 Prozent. Durch die Operation reduzierte sie das Brustkrebsrisiko auf fünf Prozent. Ihre Tante Debbie hatte sich nach ihrer eigenen Krebsdiagnose vorsorglich die Eierstöcke entfernen lassen.

AP

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