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Ramonas Mutter hatte damals die Hoffnung, durch ihren Besuch bei der Fernsehsendung "Kerner" einen Hinweis auf das Verschwinden des Mädchens zu bekommen.

"Durchbruch" in Kindesmordserie?

22 Jahre nach Mord an Ramona Kraus (10): Polizei fasst Verdächtigen

Steht der Mord an Ramona Kraus knapp 22 Jahre nach dem Verbrechen vor der Aufklärung? Die Polizei fasste nun einen Verdächtigen. 

Update vom 6. Oktober 2019:

Zu einer erschreckenden Tat ist es auch in Österreich gekommen: Die Polizei ermittelt in einem

Fünffachmord in Kitzbühel.

Update vom 08. August 2019: Der 76-jährige Verdächtige im Mordfall Ramona ist nun wieder auf freiem Fuß. So musste das Oberlandesgericht Jena den Haftbefehl aufheben, da „kein dringender Tatverdacht gegenüber dem Beschuldigten“ mehr bestehe, wie ein Sprecher des Gerichts nun mitteilte. Somit kommt der mehrfach vorbestrafte Sexualstraftäter wieder aus der Untersuchungshaft frei. Zuvor waren im Zuge der Ermittlungen zwar mehrere Beweise gegen ihn gesammelt worden, die vor Gericht allerdings nicht verwendet werden könnten. 

Im August 1996 ist die damals zehnjährige Ramona Kraus verschwunden, ihre Leiche wurde Monate später in einem Waldstück in Westthüringen gefunden. Erst als die „Soko Altfällte“ den Mord an dem Mädchen nach über zwei Jahrzehnten neu aufrollte, geriet der 76-Jährige in den Fokus der Ermittlungen. 

Update vom 30. Januar 2019: Mehr als 22 Jahre nach dem Mord an einer Zehnjährigen in Thüringen hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Der 76-Jährige aus Pausa-Mühltroff sei am Dienstag nach Ermittlungen der auf sogenannte Altfälle spezialisierten Sonderkommission der Landespolizei gefasst worden, teilte die Landespolizeiinspektion am Mittwoch in Jena mit.

Er soll das Mädchen am 15. August 1996 in der Nähe eines Einkaufs- und Geschäftszentrums in Jena angesprochen und mit seinem Auto an einen unbekannten Ort gebracht haben, wo er es tötete. Nach Angaben der Ermittler legte er die Leiche in der 130 Kilometer entfernten Gemeinde Treffurt ab. Sie wurde erst nach mehreren Monaten entdeckt.

Weitere Einzelheiten teilte die Polizei zunächst nicht mit. Der Mann sollte am Mittwoch einen Haftrichter vorgeführt werden. Am Mittag wollten die Behörden bei einer Pressekonferenz weitere Auskünfte geben.

In Hamburg kam es zu einem Mordversuch, als ein Mann ein Pärchen mit einer Waffe bedroht hatte und dann abdrückte. In einem anderen Fall verfolgt die Polizei jetzt einen neuen Ansatz: Vor drei Jahren war ein 16-Jähriger an der Alster in Hamburg erstochen worden, der grausame Angriff erfolgte aus dem Nichts. Über beide Fälle berichtet nordbuzz.de*.

Ursprungsmeldung vom 17. September 2018:

Jena - Mehr als 20 Jahre nach dem Mord an einem zehnjährigen Mädchen in Thüringen hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Der 56-Jährige ist mehrfach wegen sexuellen Missbrauchs vorbestraft und verbüßt derzeit eine Freiheitsstrafe im offenen Vollzug, wie die Polizei in Jena am Montag mitteilte. Die Ermittler sprachen von einem "Durchbruch" in dem Fall.

Die damals zehnjährige Ramona war am 15. August 1996 spurlos auf dem Nachhauseweg von der Schule in Jena verschwunden. Fünf Monate später, im Januar 1997, wurden ihre sterblichen Überreste in einem Waldgebiet bei Eisenach gefunden.

Polizeibeamte nahmen den Tatverdächtigen während eines genehmigten Ausgangs in Erfurt vorläufig fest. Er wurde bereits vernommen und sitzt inzwischen im geschlossenen Vollzug.

Am Sonntag durchsuchten die Ermittler auf Anordnung des Amtsgerichts Gera vier Objekte. Die Durchsuchungen richteten sich demnach auch gegen andere Menschen, bei denen die Ermittlungsbehörden Beweismittel in dem Fall vermuteten. Die Auswertung der beschlagnahmten Gegenstände und Datenträger wird nach Polizeiangaben längere Zeit in Anspruch nehmen. Weitere Details wurden mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht genannt.

Die Thüringer Polizei hatte 2016 eine Sonderkommission für Altfälle eingerichtet, die sich mit dem Fall Ramona K. und den Tötungsdelikten an zwei weiteren Kindern befasst. Im Fall der vor 27 Jahren ermordeten zehnjährigen Stephanie nahmen die Ermittler bereits im März einen tatverdächtigen Lastwagenfahrer fest. Bei dem dritten Fall handelt es sich um einen 1993 tot in Jena gefundenen neunjährigen Jungen.

Auch im Mordfall der damals neunjährigen Peggy Knobloch haben sich in der vergangenen Woche bedeutende Entwicklungen ergeben. Ein Mann rückte ins Visier der Ermittler, der schon damals zu einem relevanten Personenkreis gehörte.

Ein anderer mysteriöser Todesfall beschäftigt die Schweizer Justiz. Ein Deutscher behauptet bei der Polizei: Es war ein Unfall im Hotelbett. Eine tote Frau wurde indes in einer Wohnung in Verden bei Bremen gefunden, wie nordbuzz.de* berichtet. Der Lebensgefährte stellte sich der Polizei.

AFP

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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