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Essen: Schüler plante offenbar Anschlag mit Rohrbombe – Manifest gefunden

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Von: Sebastian Peters

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SEK Hamburg
Einsatzkräfte einer Spezialeinheit sind im Einsatz. (Symbolbild) © Elias Bartl

Hat ein Schüler einen Anschlag auf eine Schule in Essen geplant? Spezialkräfte haben den Schüler überwältigt. Es sollen Rohr-Bomben gefunden worden sein.

Essen – Nach ersten Informationen hat die Polizei in Essen am frühen Donnerstagmorgen, 12. Mai 2022, ein Amoklauf in einer Schule verhindert. Bereits gegen 04:20 Uhr, so berichtet es die BILD-Zeitung, sollen schwer bewaffnete SEK-Beamte ein Mehrfamilienhaus im Stadtteil Borbeck gestürmt haben. Dort soll das Spezialeinsatzkommando einen noch schlafenden 16-jährigen Jungen überwältigt haben.

Amok-Alarm in Essen-Borbeck: Don-Bosco-Schule geschlossen – Polizei im Großeinsatz

Nach BILD-Informationen soll bei der anschließend Wohnungsdurchsuchung über zehn Rohr-Bomben gefunden worden sein. Darunter auch eine Nagelbombe, die mit ihrer Splitterwirkung enormen Schaden hätte anrichten können. Außerdem sollen die Ermittler auch mehrere Armbrüste und eine selbstgebaute Waffe gefunden haben, so die BILD.

Polizeieinsatz an zwei Schulen in Essen
In Essen ist die Polizei an zwei Schulen in größerem Umfang im Einsatz. Derzeit laufe ein größerer Polizeieinsatz am Don-Bosco-Gymnasium in Essen-Borbeck. © Markus Gayk/dpa

Erst vor wenigen Tagen gab es bereits in Hamburg einen „ähnlichen“ Einsatz. An einer Schule in Neugraben wurden Schüsse gemeldet. Anschließend wurde in der Wohnung eines 13-jährigen mehrere Waffen und ein selbstgebauter Sprengsatz gefunden. Aufgrund des Einsatzes ist das Bosco Gymnasium, sowie die Realschule in Borbeck, geschlossen worden.

Via Twitter ruf die Polizei Essen dazu auf, Spekulationen zu unterlassen. Ebenfalls sollen mögliche „Fake-Meldungen“ eingestellt werden. Auf der Internetseite des Don-Bosco-Gymnasiums hieß es am Donnerstag, dass die Schule aufgrund einer geplanten Straftat geschlossen bleibt. Mit Absprache der Polizei wurden die Zugänge zur Schule abgeriegelt.

Thomas Kutschaty (SPD) äußert sich Schockiert über den geplanten Angriff

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, Herr Thomas Kutschaty, äußert sich bei Twitter schockiert. In einer Kurznachricht schreibt er: „Berichte über einen geplanten Angriff auf 2 Schulen bei uns in #Borbeck schockieren mich zutiefst. Es ist wohl hoher Zivilcourage & dem beherzten Eingreifen der Polizei zu verdanken, dass Lehrerinnen, Lehrern, Schülerinnen & Schülern nichts passiert ist. Aus vollem Herzen: Danke!“

Das NRW-Innenministerium hat auf eine Anfrage des ZDF bestätigt, dass der Schüler mit mehreren Bomben die beiden genannten Schulen angreifen wollte. Bei dem 16-jährigen Deutschen soll es sich nach ersten Erkenntnissen um einen mutmaßlichen Neonazi handeln. Bei der Hausdurchsuchung haben die Ermittler, so schreibt es die BILD, ein ausländerfeindliches Manifest gefunden.

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