Die Einschränkungen der Corona-Pandemie haben sich nicht nur auf das Privatleben ausgewirkt, sondern laut BKA auch auf die Kriminalität.
+
Die Einschränkungen der Corona-Pandemie haben sich nicht nur auf das Privatleben ausgewirkt, sondern laut BKA auch auf die Kriminalität. (Archivbild)

Bundeskriminalamt

Kriminalität in der Corona-Pandemie: Mehr Gelegenheiten für Gesetzesverstöße

  • VonYasemin Kamisli
    schließen

Die Corona-Pandemie bringt Einschränkungen mit sich, die sich nicht nur auf das Privatleben auswirken, sondern laut BKA auch auf die Kriminalität.

Wiesbaden – Ob im Supermarkt, in der Gastronomie oder im Reiseverkehr: Die Corona*-Pandemie schränkt den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Alltag ein. Um die spürbaren Auswirkungen auch im Strafrecht zu verdeutlichen, veröffentlichte das Bundeskriminalamt (BKA) am Dienstagmorgen (17.08.2021) seinen aktuellen Bericht über die Kriminalitätsentwicklung in Deutschland.

Wie das Bundeskriminalamt mitteilte, wurde bereits zu Beginn des ersten Lockdowns im März 2020 eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe eingerichtet, „um mögliche Auswirkungen der Pandemie auf die Kriminalitätsentwicklung zu prüfen“.

Bundeskriminalamt: Corona-Subventionen und politisch motivierte Straftaten steigen

Das Bundeskriminalamt berichtete, dass die Corona-Pandemie die grundsätzlich sinkende Allgemeinkriminalität in Deutschland nicht beeinflusst habe. Dies sei darauf zurückzuführen, dass beispielsweise Taschen- und Einbruchsdiebstähle wegfielen.

Auch wenn die Allgemeinkriminalität in Deutschland rückläufig ist, entstanden laut BKA durch die Corona-Pandemie mehr Gelegenheiten für Gesetzesverstöße. Wie das Bundeskriminalamt veröffentlichte, nahm der Subventionsbetrug mit den Corona-Soforthilfen „sehr stark zu“. Außerdem sei es in Deutschland zu über 3500 politisch motivierten Straftaten im Zusammenhang mit Corona gekommen.

BKA-Präsident Holger Münch: „Kriminelle haben die Pandemie-Situation ausgenutzt.“

BKA-Präsident Holger Münch: „Kriminelle haben die Pandemie-Situation ausgenutzt“

Laut dem Präsidenten des Bundeskriminalamts Holger Münch sollen Betrugsdelikte sowie Cybercrime in der Corona-Pandemie zugenommen haben: „Der Bericht verdeutlicht, wie Kriminelle die Pandemie-Situation ausgenutzt haben. Insbesondere die unberechtigte Inanspruchnahme von Leistungen, etwa von Corona-Subventionen, haben den Staat über 90 Millionen Euro gekostet.“

Die Corona-Pandemie hatte ebenfalls Auswirkungen auf häusliche Gewalt gegen Kinder. Das Bundeskriminalamt veröffentlichte Ende Mai einen Bericht mit erschreckenden Zahlen. (Yasemin Kamisli) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion