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Lei Jun, Vorsitzender des chinesischen Smartphone-Herstellers Xiaomi.

Börsengang: Chinas Smartphone-Hersteller Xiaomi enttäuscht

Der chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi hat bei seinem Börsengang in Hongkong enttäuscht.

Der chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi hat bei seinem Börsengang in Hongkong enttäuscht.

Die Aktien wurden unter ihrem Ausgabekurs gehandelt, obwohl sie schon am unteren Ende der von dem Unternehmen angestrebten Preisspanne ausgegeben worden waren.

Anfangs fiel der Kurs sogar um fast sechs Prozent, erholte sich aber und notierte am Ende knapp unter dem Ausgabepreis von 17 Hongkong-Dollar. Der Erlös lag mit rund fünf Milliarden US-Dollar deutlich unter den Erwartungen des Unternehmens, das damit rund 50 Milliarden US-Dollar wert ist. Laut Medienberichten war ursprünglich eine Gesamtbewertung bei 100 Milliarden US-Dollar angepeilt worden.

Obwohl der Aktienmarkt in Hongkong insgesamt im Plus lag, sprachen Beobachter von einem schlechten Zeitpunkt für den viertgrößten Smartphone-Hersteller, der auch Fernseher, Laptops, Haushaltsgeräte und andere Elektrogeräte verkauft.

Wegen der Eskalation des Handelskonflikts zwischen China und den USA ist die Stimmung an den Märkten schon länger gedrückt. Der Hongkonger Hang Seng Index ist in den vergangenen zwölf Monaten um 13 Prozent gefallen. Die Xiaomi-Aktie sei außerdem in den Sog sogenannter Leerverkäufe geraten, sagte Shen Meng von der Investmentbank Chanson & Co der „Financial Times”. Dabei verkaufen Händler geliehene Aktien in der Hoffnung, die Anteilsscheine später an der Börse günstiger zurückkaufen zu können.

Schon in den vergangenen Wochen hatte sich angedeutet, dass die Nachfrage nach Xiaomi-Papieren gedämpft ist. Das Unternehmen gab außerdem den Plan, Aktien auch für Anleger auf dem chinesischen Festland über sogenannte Hinterlegungszertifikate verfügbar zu machen, nach nur wenigen Tagen wieder aufgeschoben. Auslöser dafür war die Sorge in China, private Anleger könnten mit Tech-Aktien Geld verlieren. Xiaomi hatte im vergangenen Jahr und im ersten Quartal dieses Jahres rote Zahlen geschrieben.

Zudem hatten gerade andere große chinesische Unternehmen wie der Fahrdienstvermittler Didi Chuxing, Chinas Antwort auf Uber, sowie Ant Financial, der Finanzarm der Alibaba Gruppe und die Musiksparte des Internetkonzerns Tencent ihre Absichten bekundet, an die Börse gehen zu wollen. Xiaomi, das rund 70 Prozent seiner Erlöse im Smartphone-Geschäft macht, sieht sich auch zunehmend starker Konkurrenz durch chinesische Hersteller wie Oppo und Vivo ausgesetzt.

(dpa)

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