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Ich bin?s nur: Terrence Hill als Somebody.

„Sein Name ist Somebody“

Die Bratpfanne schlägt zu

Der Westernstar aus „Mein Name ist Nobody“ und „Vier Fäuste für ein Halleluja“ macht in der Wüste die Bekanntschaft einer anstrengenden jungen Frau.

Es klatscht, das weckt schöne Kindheitserinnerungen. Und schon kriegt der zwielichtige Schnauzbart einen Schlag auf die Zwölf. „Geht doch.“ Noch ein Treffer. „Und Zack.“ Terence Hill hat zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren wieder einen Kinofilm gedreht. Mit 79 hat der Italiener mit den stahlblauen Augen noch nicht vergessen, wie man eine Kneipenschlägerei übersteht – selbst gegen einen fast unverwundbaren Kraftprotz. „Da hilft nur noch Blech“, sagt er und greift zu einer Pfanne. „Von der linken, von oben, und nochmal.“ Kloooooong – K.o. – Schurke am Boden.

Nicht nur der Titel „Mein Name ist Somebody – Zwei Fäuste kehren zurück“ erinnert an den Haudrauf-Klamauk mit Bud Spencer, der vor zwei Jahren starb. Terence Hill hat ein wehmütiges Alterswerk geschaffen, voller Anspielungen auf seine Klassiker – von „Vier Fäuste für ein Halleluja“ (1971) über „Mein Name ist Nobody“ (1973) bis hin zu „Die Miami Cops“ (1985).

Verpackt wird das Ganze in eine bittersüße Tragikomödie, bei der Hill auch Regie führte und das Drehbuch verfasste. Bei dem melancholischen Roadmovie hat Hill die Schauspielerin Veronica Bitto zur Seite. Die 1992 Geborene („Die Medici: Herrscher von Florenz“) strahlt so viel Energie aus, dass sie den Weltstar fast an die Wand spielt. Als Lucia kreuzt sie den Weg des stillen Thomas, der mit seinem Harley-Motorrad in eine spanische Wüste reisen will und eigentlich nur seine Ruhe sucht. Lucia, die immer wieder in neue Schwierigkeiten gerät, geht Thomas schwer auf die Nerven. „Ich habe meinen eigenen Blick auf die Welt“, sagt die junge Chaotin und Gelegenheitsdiebin voller Weltschmerz und Lebenshunger. Verblasste Narben an ihren Handgelenken zeigen, dass sie ihre Pulsadern aufgeschlitzt hat: „Das ist mein Tattoo, hast Du irgendwas dagegen?“ War früher Hill nicht selten die Nervensäge, schlüpft er nun in die Rolle des wortkargen Brummbären, die früher seinem dicken Kumpel Bud Spencer zufiel.

Hill, ursprünglich Mario Girotti, dessen Mutter aus Dresden kam, hat in Deutschland viele Fans. „Ich habe mich immer gefreut, wenn Fans aus Deutschland tausende Kilometer gefahren sind, um mich in Italien am Set zu besuchen. Manchmal konnte ich es gar nicht glauben, Fans zu sehen, die Tattoos mit meinem Gesicht oder meinem Namen tragen“, sagte er auf seiner Kinotour durch Deutschland, die am Samstag auch nach Frankfurt führt.

Dass Terence Hill auch eine hochkünstlerische Vergangenheit hat, zeigt die Tatsache, dass er 1963 einen jungen Grafen in Luchino Viscontis Meisterwerk „Der Leopard“ spielte. „Sein Name ist Somebody“ widmet er nun dem verstorbenen Kollegen Bud Spencer. „Ich habe über diesen Film zehn Jahre lang nachgedacht“, erklärt er die Entstehungsgeschichte. „Ich wollte eine ganz bestimmte Episode aus den Büchern von Carlo Carretto mit der Geschichte einer jungen Frau verbinden und dabei gleichzeitig Abenteuer, Spaß und Drama erleben.“ Herausgekommen ist ein Film der leisen Töne. Sehenswert

In diesen Kinos

Frankfurt: Metropolis (am 25. August um 18.30 Uhr mit Terrence Hill). Sulzbach: Kinopolis. Offenbach: Cinemaxx. Mainz: Cinestar

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