Ceconomy-Aktie sackt um 20 Prozent ab

Schleppende Geschäfte bei den Elektronikketten Media Markt und Saturn haben beim Handelskonzern Ceconomy für einen Gewinnrückgang gesorgt.

Schleppende Geschäfte bei den Elektronikketten Media Markt und Saturn haben beim Handelskonzern Ceconomy für einen Gewinnrückgang gesorgt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 von 494 auf 400 Millionen Euro gesunken, teilte das Unternehmen mit.

An der Börse sprach man von einem „Desaster“. Die Aktie brach um zeitweise mehr als 20 Prozent ein. Seit Monaten eilt der Kurs des Papiers von einem Tief zum nächsten. Im bisherigen Jahresverlauf haben die Papiere schon über die Hälfte an Wert verloren. Ceconomy war aus der Aufspaltung des Metro-Konzerns vor gut einem Jahr als Beteiligungsgesellschaft für die Elektronikmärkte Saturn und Media Markt hervorgegangen. Es blieb der Lebensmittelhändler Metro mit den gleichnamigen Großmärkten und der Supermarktkette Real.

Das abgelaufene Geschäftsjahr stand für Ceconomy unter keinem guten Stern. Bereits zum Auftakt hakte es, als heftige Rabatte im wichtigen Weihnachtsgeschäft am Gewinn zehrten. Zu einem Mühlstein entwickelte sich später die Beteiligung am Handelskonzern Metro. Durch die schwache Kursentwicklung der Metro-Aktie musste Ceconomy viele Millionen abschreiben. Probleme bereiteten auch die defizitären Märkte in Russland und Schweden. Zuletzt wurde der ungewöhnlich heiße Sommer zum Problem.

(dpa)

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